© F.Richter/Geologischer Dienst NRW
Sie sind hier: Startseite LANUV » Umwelt » Bodenschutz und Altlasten » Altlasten » Altlastenbearbeitung » Erfassung

Erfassung der Altlasten

Die Erfassung ist der erste, grundlegende Arbeitsschritt zur Feststellung, ob und an welcher Stelle ggf. Altlasten vorliegen.

Für Erhebungen der altlastverdächtigen Flächen und das Führen der Kataster sind die Kreisordnungsbehörden (KrOB) und - für Verdachtsflächen des Bergbaus - ist die Bezirksregierung Arnsberg (ehem. Bergämter) zuständig.

Die behördliche Erfassung beinhaltet

  • die Durchführung umfassender, nach einheitlichen Gesichtspunkten vorgenommener, flächendeckender und standortbezogener Erhebungen über Altlast-Verdachtsflächen und
  • die Darstellung der Verdachtsflächen in Karten sowie das Führen und Fortschreiben von Katastern und Dateien über die Verdachtsflächen.

Erhebungen beinhalten in der Regel keine über eine eventuelle Standortbesichtigung hinausgehenden örtlichen Untersuchungen.
Bohrungen, Sondierungen, chemisch-physikalische Untersuchungen u. ä. sind grundsätzlich den nachfolgenden Arbeitsschritten (Gefährdungsabschätzung, Sanierungsuntersuchung) vorbehalten.

 

Inhalt und Ziel der Erhebung

  • die Einstufung bestimmter Fallgruppen von Altablagerungen und Altstandorten oder einzelner Fälle als Altlast-Verdachtsflächen, ,
  • die Ermittlung von Lage und räumlicher Ausdehnung der Verdachtsflächen (nach Unterlagen und Ortsbesichtigung) und
  • die Sammlung und Aufbereitung aller weiteren, altlastenrelevanten Informationen zu den einzelnen Flächen.

 

Wichtige Informationsquellen für diese Erhebungen

  • Adressbücher, Branchentelefonbücher
  • Gewerberegister
  • Handbuch Großunternehmen/Mittelständische Unternehmen
  • Luftbilder
  • Historische Karten
  • Quellen zur Umbenennung von Straßen und Änderung von Hausnummern
  • Bauakten, Konzessionsakten
  • Bergbau-Altlastenkataster "BAV-Kat"
  • Historische Firmenlisten
  • Sonstige Quellen: Zeitungsarchive, Feuerwehr, Zeitzeugen, Handelsregister