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Fachinformationssystem "Altlasten und schädliche Bodenveränderungen" (FIS AlBo)

Nach § 9 LBodSchG ist es Aufgabe des LANUV, die landesweite Datei über altlastverdächtige Flächen, Altlasten, Verdachtsflächen und schädliche Bodenveränderungen zu führen. Nachdem eine Anforderungsanalyse ergeben hatte, dass das vorhandene Informationssystem "Altlasten" (ISAL) aus fachlichen und DV-technischen Gründen zur Aufgabenerfüllung ungeeignet ist, wurde das neue Fachinformationssystem FIS AlBo in Teilschritten programmiert und nach einer Testphase im Juni 2006 offiziell in Betrieb genommen. Seit Ende 2006 steht zusätzlich ein GIS-Modul zur Verfügung.

Die Einzelfalldaten werden von den unteren Bodenschutzbehörden erhoben und in FIS AlBo eingegeben. Betrieb und Pflege der Datenbank erfolgen durch das LANUV NRW. Die in FIS AlBo aus der ehemaligen ISAL-Datenbank migrierten Daten werden von den unteren Bodenschutzbehörden nachbearbeitet, fortgeschrieben und um neue Datensätze ergänzt.

Der zu übermittelnde Pflichtdatenumfang ist abhängig vom Bearbeitungsstand. Dieser kann von der Internetseite des LANUV abgerufen werden.

  • das strukturierte Ablegen der erhobenen Daten, Tatsachen und Erkenntnissen einer Vielzahl erfasster altlastverdächtiger Flächen, Altlasten, Verdachtsflächen und schädlichen Bodenveränderungen, .
  • eine effiziente Datenübermittlung und einen Abgleich mit kommunalen DV-Systemen (z. B. über einen Web-Service oder eine XML-Schnittstelle) und .
  • einen Austausch mit anderen Umwelt-Datenbanken. .

Die Web-Lösung ermöglicht darüber hinaus den unteren Bodenschutzbehörden das System für ihre Arbeit zu nutzen, soweit sie nicht selbst über ein eigenes DV-System verfügen.

FIS AlBo dient insbesondere folgenden Zwecken:

  • Informationsgrundlage für die unteren Bodenschutzbehörden und in § 10 LBodSchG aufgeführte Behörden
  • Datengrundlage für statistische Auswertungen, insbesondere Ermittlung des Standes der Arbeiten
  • Informationsaustausch und Erkenntnisgewinn für den Vollzug (z. B. Angaben der eingesetzten Sanierungsverfahren)
  • Informationsgrundlage für Brachflächenrecycling
  • Grundlage für die nationale und EU-Berichterstattung.

Die Entwicklung von FIS AlBo erfolgte in enger Abstimmung mit den Nutzern des Systems. Der Staatliche kommunale Kooperationsausschuss AIV hatte bereits in 2003 der Entwicklung und Einführung von FIS AlBo zugestimmt.

Der Zugriff auf FIS AlBo erfolgt entweder direkt aus dem LVN bzw. für die Kommunen aus dem TESTA-Netz.