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Chemisch-physikalische Abfallbehandlung (CPB)

Das Ziel der Entsorgung von Sonderabfällen ist, die umweltbelastenden Schadstoffe soweit umzuwandeln oder zu eliminieren, dass die Teilströme entweder einer Verwertung oder einer Beseitigung zugeführt werden. Dies geschieht z. B. durch Behandlung oder Aufbereitung in einer chemisch- physikalischen Behandlungsanlage (CPB).

 


Bild: Schematische Darstellung einer chemisch-physikalischen Behandlung .

Erläuterungen zur Darstellung

  1. Grobstoffabscheider
  2. Grobstoffcontainer
  3. Behandlungsbecken (1)
  4. Chemikalienzugabe (Kalk, Beizsäure)
  5. Zentrifuge
  6. Dekanter / Schlammentwässerung
  7. Öl
  8. Behandlungsbecken (2)
  9. Abwasser

Hierbei ist zwischen den unterschiedlichen Methoden zur Aufbereitung von Sonderabfällen, der Vorbereitung zur Verwertung oder der schadlosen Beseitigung von Abfällen zu unterscheiden.

Die Schadstoffe werden während ihrer Behandlung in teils komplizierten und aufwendigen Verfahren unter Zuhilfenahme chemischer und physikalischer Behandlungsmethoden chemisch umgewandelt oder immobilisiert.

Die chemisch-physikalische Behandlung anorganischer Abfälle setzt vorzugsweise die Verfahren der Neutralisierung, Entgiftung und Entwässerung ein. Die teils hochgiftigen Konzentrate werden durch die Zugabe von Chemikalien neutralisiert bzw. umgewandelt.

Die chemisch-physikalische Behandlung organischer Abfälle, die zur Trennung von Öl-Wasser-Gemischen und Öl-Emulsionen eingesetzt wird, erfolgt z. B. durch Zugabe von Trenn- und Flockungsmitteln.

Beispielhaft sei hier die Abtrennung von Wasser aus Öl-Wasser-Gemischen genannt, damit die nachfolgende energetische Verwertung möglichst energiegünstig erfolgen kann.