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Recycling und Abfallvermeidung

Unter Produktverantwortung versteht man die Verantwortlichkeit des Herstellers, des Bearbeiters oder des Vertreibers für ein Produkt.

Abfallvermeidung bedeutet, Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen.
Dies ist das zentrale Anliegen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes.

Wie können Abfälle vermieden werden?

  • Effizienter Umgang mit den Rohstoffen .
  • Abfallarme Produktgestaltung .
  • Änderung des Konsumverhaltens .

Neben der Verminderung der Abfallmenge, ist auch die Minderung des Schadstoffgehaltes ein Beitrag zur Abfallvermeidung.

Mit welchen Instrumenten kann die Abfallvermeidung gefördert werden?

  • Produktverantwortung: Der Hersteller ist von der Herstellung bis zur Entsorgung, also für die gesamte Lebenszeit seiner Produkte verantwortlich. .
  • Produktionsintegrierter Umweltschutz: z. B. durch anlageninterne Kreislaufführung von Rohstoffen, Wasser und Energie. Ziel des produktionsintegrierten Umweltschutzes ist also die möglichst effiziente Ressourcennutzung. .
  • Branchenprogramme: Branchenprogramme enthalten detaillierte Hilfestellungen und Empfehlungen zum effizienten Einsatz von Energie und Rohstoffen in den einzelnen Branchen von Industrie und Gewerbe. .
  • Konsumentenverantwortung: Die Verbraucher orientieren sich bei ihren Einkäufen an dem blauen Umweltengel, der besonders schadstoff- und abfallarme Produkte kennzeichnet. .

In Ökobilanzen findet sich die Abfallvermeidung als eines der Bewertungskriterien wieder. Produktökobilanzen können sowohl den Verbrauchern, als auch den Herstellern als Orientierungshilfe für umweltgerechtes Verhalten dienen.

Im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ist ein zentraler Gedanke die Produktverantwortung.

Nach § 22 KrW-/AbfG sind Produkte so zu gestalten, dass

  • sowohl bei ihrer Herstellung als auch bei ihrem Gebrauch das Entstehen von Abfällen vermindert wird, .
  • sie mehrfach verwendbar und technisch langlebig sind, .
  • eine umweltgerechte Entsorgung gewährleistet ist. .

 

Der Hersteller muss danach bereits bei der Produktgestaltung berücksichtigen, wie sein Produkt nach Ablauf der Nutzungsdauer verwertet oder beseitigt werden kann (Portalseite Cleaner Production Germany). Er soll aber auch durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen die Kreislaufführung von Stoffen unterstützen und damit zur Abfallvermeidung beitragen. Grundvoraussetzung zur Förderung von Abfallvermeidung und Verwertung ist aber, dass der Hersteller auch nach Nutzung für seine Produkte verantwortlich bleibt.

Die Bundesregierung hat die Befugnis, Regelungen zu treffen im Hinblick auf die Produktverantwortung. Dies ermächtigt sie, Kennzeichnungspflichten, Pflichten zur getrennten Entsorgung, eine Rücknahme- oder Pfandpflicht sowie Vertriebsbeschränkungen gegenüber den Herstellern und Vertriebsorganisationen festzulegen. Auf dieser Grundlage sind folgende Rechtsverordnungen erlassen worden:

 

Die VDI-Richtlinie 2243 "Recyclingorientierte Produktentwicklung" führt die Konstrukteure hin zu ressourcenschonenden Herstellungsverfahren.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.cleaner-production.de
www.vdi.de