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Auswertung der Ergebnisse aus dem biologischen WRRL-Monitoring der Fließgewässer in NRW

Fachbericht 81, LANUV 2018

 

Gemäß den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) werden durch das Land NRW an Fließgewässern mit einem Einzugsgebiet > 10 km2 seit 2004 die biolo­gischen Qualitätskomponenten Fische, Makrozoobenthos (MZB) und aquatische Flora (Teil­komponenten Makrophyten, Diatomeen und Phytobenthos ohne Diatomeen) nach den WRRL-konformen Methoden im Rahmen des operativen Monitorings erfasst und bewertet.
Durch statistische Auswertungen der bislang vorliegenden Daten wurden nun unterschiedliche Fragestellungen sowohl hinsichtlich Kausalanalysen (Einflüsse der Wasserqualität und der Hydromorphologie auf die Biologischen Qualitätskomponenten) als auch hinsichtlich der Planung der Messnetze und der Probenahmen bearbeitet.
Der Habitatindex wurde als neue Kenngröße entwickelt, um biologisch relevante Defizite der Gewässerstruktur zu erfassen. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass auch die stoffliche Belastungssituation (bei Überschreitungen der Orientierungswerte der allgemeinen physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten) einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der BQK hat. Erhöhte Zink-Konzentrationen führen zu deutlichen Veränderungen in der Artenzusammensetzung des MZB, die vom Bewertungsverfahren bisher nicht angemessen aufgezeigt werden.
Das
bestehende operative Messnetz (Abgrenzung der Wasserkörper, Lage der repräsentativen Messstelle, Erfassung der unterschiedlichen biologischen Qualitätskomponenten zur zuverlässigen Ermittlung des „worst case“ – Gesamtergebnisses) wurde umfassend bestätigt.

 

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  • Fachbeitrag: Entwicklung eines Habitatindex
    zur Beurteilung biozönotisch relevanter Gewässerstrukturen

: 9223372036854775807

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