Sie sind hier: Startseite LANUV » Landesamt » Veröffentlichungen » Publikationen » Details

Gesundheitsschutz im Mittelpunkt - Die Luftreinhaltepläne in Nordrhein-Westfalen

Broschüre

Wenn es um den Schutz der Menschen vor Luftschadstoffen geht,muss der Staat seine Schutzfunktion wahrnehmen. Deshalb steht auch bei der Luftqualitätspolitik der Gesundheitsschutz im Mittelpunkt.

Im Zusammenhang mit hohen Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Konzentrationen in der Luft stellen wir eine Zunahme von Atemwegsund Herz-Kreislauf-Erkrankungen fest. Schadstoffbelastungen höhlen das Grundrecht auf ein gesundes Leben aus. Unsere Umweltpolitik ist daher gefordert, dies zu ändern.

Saubere Luft ist in Nordrhein-Westfalen seit den 1960er Jahren ein wichtiges Thema. Hochöfen, Kokereien und Kohlekraftwerke waren die großen Luftverschmutzer und Smog die Folge. »Der Himmel über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden«, lautete die politische Forderung der 60er Jahre. Die Regierungen griffen den Ruf auf und verabschiedeten ehrgeizige Umweltziele in weit reichenden Umweltgesetzen.

Heute ist Nordrhein-Westfalen mit seinen Leistungen zur Luftqualität einer der weltweit führenden Standorte für moderne Umwelttechnologien. Wesentlich dazu beigetragen haben Luftreinhaltepläne, die es inzwischen seit fast 40 Jahren in Nordrhein-Westfalen gibt. Mit ihnen rückte durch die Anwendung von Grenz-, Leit- und Richtwerten zunehmend der vorsorgende Umweltschutz in das Zentrum der Planung.

Die Luftreinhalteplanung steht heute vor neuen Herausforderungen: Der Rhein-Ruhr-Raum ist der größte Ballungsraum Europas mit internationalen Industrie- und Logistikstandorten. Trotz vieler Aktivitäten zur Luftreinhaltung liegen die Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid in einigen Ballungsgebieten über den europäisch festgelegten Grenzwerten. Dort müssen wir für eine saubere Luft sorgen. Aktuelle Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen Sterblichkeitsrate, Wohnortnähe zu verkehrsreichen Straßen und Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid.

Luftreinhaltepläne müssen Maßnahmen zur Schadstoffminderung durch Industrieanlagen und Straßenverkehr enthalten. Kommunen können Umweltzonen einrichten, wenn der motorisierte Straßenverkehr die Hauptursache für die Grenzwertüberschreitungen ist. Erste Erfolge stellen sich ein: Die Feinstaubbelastung in Nordrhein-Westfalen ist bereits erheblich gesunken.

Diese Broschüre verschafft Ihnen einen tieferen Einblick in die Aufgaben der Luftreinhalteplanung in Nordrhein- Westfalen.

Download

1 : 0

zurück