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Naturschutz-Fachkonzept zur Wiederherstellung von Mooren in Nordrhein-Westfalen

Fachbericht 154, LANUV 2024

Moore haben eine herausragende Bedeutung für die biologische Vielfalt und sind Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Arten. Die ursprüngliche Fläche der Moore ist allerdings auch in Nordrhein-Westfalen durch Landnutzungsänderungen und Entwässerungsmaßnahmen historisch deutlich zurückgegangen. Intakte und naturnahe Moorflächen finden sich deshalb heute nur noch auf Restflächen mit einem Schwerpunkt in den Schutzgebieten. Bei zu niedrigen Wasserständen emittieren Moorböden beträchtliche Mengen von Treibhausgasen. Im Zuge des Klimawandels erhöht sich der Druck auf Moore, die besonders empfindlich auf Änderungen der hydrologischen Bedingungen reagieren.

Als ersten Schritt für die Renaturierung von Mooren hat das LANUV ein Naturschutz-Fachkonzept erarbeitet. Hiernach besteht in Nordrhein-Westfalen ein theoretisches Potenzial für die Renaturierung von Mooren von insgesamt 23.260 Hektar. Von diesem Suchraum entfallen 2.240 Hektar auf eine mögliche Renaturierung von Hochmooren, die von Regenwasser gespeist werden und 20.590 Hektar auf Nieder- und Übergangsmoore, die Anschluss zum Grundwasser haben. Weiteres Potenzial besteht auf rund 430 Hektar, wobei der Moortyp hier indifferent ist.

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