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Gewässerstruktur in Nordrhein-Westfalen Kartieranleitung für die kleinen bis großen Fließgewässer

LANUV Arbeitsblatt 18 (2. überarbeitete Auflage 2018)

Fließgewässer sind mehr als Wasser. Wasserbeschaffenheit, Abflussdynamik, Strukturausstattung und Umfeld bestimmen ganz wesentlich die Funktionsfähigkeit und die Lebensbedingungen in und an den Gewässern.
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG WRRL) fordert daher die Erfassung und Bewertung der Morphologie als so genannte unterstützende Qualitätskomponente zur Beschreibung des ökologischen Zustands beziehungsweise Potenzials. Als Arbeitsgrundlage in Nordrhein-Westfalen diente dazu bisher das 2012 veröffentlichte LANUV-Arbeitsblatt 18 „Gewässerstruktur in Nordrhein-Westfalen – Kartieranleitung für die kleinen bis großen Fließgewässer“(Arbeitsblatt 18, Stand 2012), eine erstmals durchgängige Strukturkartierung vom Bach bis zum Fluss, die auch die Erfassung von Habitatstrukturen ermöglichte, um die Ansprüche von Lebensgemeinschaften an Habitatstrukturen besser abzubilden zu können.

Die Erfahrungen aus der praktischen Anwendung des LANUV-Arbeitsblatts 18 während der landesweiten Gewässerstrukturkartierung 2011 bis 2013 und fachlich begründeter Erkenntnisgewinn haben nun eine Überarbeitung erforderlich gemacht. Zusätzlich erforderte das zeitgleich erarbeitete Arbeitsblatt 38 „Gewässer-Bauwerke in Nordrhein-Westfalen – Anleitung zur Erhebung an kleinen bis großen Fließgewässern“ einen Abgleich der Beschreibung und Erhebung verschiedener Einzelparameter.

Eine nach dem vorliegenden Verfahren durchgeführte Gewässerstrukturkartierung kann zeitgleich mit der Erhebung von Bauwerken oder separat erfolgen. Über die Software BEACH können die erfassten Daten gemeinsam in einer Datenbank abgelegt und genutzt werden.

Wie bisher werden im Rahmen der Strukturkartierung kleiner bis großer Fließgewässer in der jetzt vorliegenden überarbeiteten Fassung des LANUV-Arbeitsblatts 18 (Stand 2018) die Strukturen des Gewässerbettes mit Sohle und Ufer auch das Gewässerumfeld beziehungsweise die Aue erfasst und bewertet. Maßstab der Bewertung ist der potenziell natürliche Gewässerzustand (Leitbild) des jeweiligen morphologischen Fließgewässertyps.

Neu für die Kartieranleitung 2018 sind eine Reihe von Kapiteln zur Konkretisierung und Erleichterung der Arbeitsabläufe. Aus demselben Grund sind verschiedene Einzelparameter inhaltlich überarbeitet worden (Übersicht über die wichtigsten Änderungen).

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