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Landesweite Stichproben - Level I

Auf dem landesweit repräsentativen Stichprobenraster des Level I_ Programms werden in unterschiedlichen Zeitintervallen die Waldzustandserhebung (WZE), die immissionsökologische Waldzustandserhebung (IWE) und die Bodenzustandserhebung (BZE) durchgeführt.

Das LANUV koordiniert die Umsetzung der IWE und BZE. Es ist datenführende Stelle, wertet die Daten aus und vertritt die Projekte auf Bundesebene. Darüber hinaus kooperiert das LANUV bei der Umsetzung mit dem Geologischen Dienst und dem Landesbetrieb Wald & Holz.

Die immissionsökologische Waldzustandserfassung (WE) stellt in der Regel alle 4-5 Jahre folgende Fachdaten bereit:

  • Nährstoffgehalte in Nadeln und Blättern der bestandsbildenden Baumarten Buche, Eiche, Kiefer und Fichte
  • Schwermetallanreicherung in Nadeln und Blättern von Waldbäumen
  • Belaubungsdichte der Probebäume

Gleichzeitig  werden an den Zweigen der Probebäumen auch biotische (Insektenfraß, Pilzinfektionen) und abiotische Schäden bonitiert, um zwischen dem Einfluss der Ernährungssituation sowie luftbürtiger Schadstoffe wie Stickstoff, Schwefel und Schwermetallen und der Auswirkung von äußeren Einflüssen wie der Waldkalkung auf den Vitalitätszustand der Bäume unterscheiden zu können. Die IWE ist eng mit der BZE verbunden und ergänzt diese fachlich.

 Die Bodenzustandserhebung (BZE) liefert im Abstand von 15-20 Jahren primär

  • Chemische und physikalische  Daten über den Zustand der Waldböden. Neben dem Grad der Bodenversauerung und Basenverarmung werden die Stickstoffanreicherung, der Kohlenstoffvorrat und die Gehalte von Schwermetallen und organischen Schadstoffen im Boden bestimmt.
  • eine Beschreibung des Bodenprofils und der Humusformen

Zur BZE zählen gleichermaßen

  • quantitative Strukturparameter zur Waldbestockung wie Stammzahl, Baumhöhe  und Durchmesserverteilung, die auf Proberkreisen erhoben werden.
  • eine vollständige Vegetationsaufnahme  nach Artenzahl und prozentualer Flächendeckung einschließlich  epigäischer Moose, die auf einer 400 qm grossen Inventurfläche durchgeführt wird.
  • Daten zur Waldkalkung , über Art und Intensität der forstlichen  Nutzungen und ggfs. zur Dünung.

Diese Zusatzinformationen über die Waldbestockung und Waldbewirtschaftung werden für die Interpretation der bodenkundlichen Daten benötigt.