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Umweltmonitoring im Wald

Nebeneinander finden systematische Stichprobenverfahren (sogenanntes „Level I Programm“) auf einem landesweiten Raster von 4 x 4 km (527 Punkte) und ein Intensivmonitoring (sogenanntes „Level II Programm“) auf gezielt ausgesuchten Dauerbeobachtungsflächen statt.

Mit den Datensätzen aus dem Level I und dem Level II Programm werden

  • integrierende Auswertungen durchgeführt
  • Wirkungszusammenhänge aufgezeigt
  • Zeitreihen und Entwicklungstendenzen beschrieben
  • Räumliche Muster und Schadensschwerpunkte analysiert
  • Belastungsgebiete und Problemstandorte abgegrenzt
  • wissenschaftliche Grundlage für Handlungsempfehlungen aufbereitet
  • Waldbesitzer und Forstbehörden informiert
  • geeignete Steuerungskonzepte entwickelt
  • weitere Schadstoffreduktionen begründet

In Nordrhein-Westfalen reicht das Umweltmonitoring im Wald bis zum „Pilotprojekt  saure Niederschläge“ zu Beginn der 1980er Jahre zurück. Damals wurden erstmals Waldschäden systematisch erfasst und der Eintrag von Luftverunreinigungen über die Niederschläge an ausgewählten Standorten gemessen. Um der Komplexität der Waldschäden Rechnung zu tragen, wurden das Untersuchungsspektrum bald ausgeweitet. Der Bodenzustand und die Stoffflüsse im Waldökosystem haben sich im Laufe der Jahre zu zentralen Bausteinen des Umweltmonitorings im Wald entwickelt.

Anfang 2014 wurde auf Bundesebene das forstliche Umweltmonitoring (ForUm) mit dem Ziel eingeführt, Grunddaten zur Vitalität der Wälder (WZE) und zu Wirkungszusammenhängen in Waldökosystemen (Intensivmonitoring) einheitlich zu erheben.

Hinsichtlich der Grunddaten sowie der Anforderungen an Methoden, Analysen, Datenqualität und Qualitätssicherung bei den Untersuchungen der Wirkungszusammenhänge sind die einschlägigen international anerkannten Standards, insbesondere die im Rahmen des Internationalen Zusammenarbeitsprogramms zur Bewertung und Überwachung der Wirkung von Luftschadstoffen auf Wälder (International Co-operative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests, ICP Forests  (www.icp forests.net) abgestimmten Standards, zu berücksichtigen.

Empfehlungen zur einheitlichen Anwendung der Erhebungsstandards werden in einer Arbeitsgruppe zum forstlichen Umweltmonitoring erarbeitet und bei Bedarf aktualisiert. Das LANUV ist mit 4 Kernflächen aus dem Intensivmonitoring am forstlichen Umweltmonitoring des Bundes und der Länder beteiligt.