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Schadstoffe

Kontinuierliche Messungen

Für die kontinuierliche Erfassung von Schadstoffen werden heute fast ausschließlich physikalische Messverfahren eingesetzt. Dabei handelt es sich um Messverfahren, die in hoher zeitlicher Auflösung (z.B. im 5-Sekunden-Takt) Messwerte erzeugen, die bei der Verursacheranalyse unersetzlich sind.

Messprinzipien

KomponenteMessprinzip
Schwefeldioxid

UV-Fluoreszenz

Zur Detektion wird die Fluoreszenz von angeregten Schwefeldioxid-Molekülen nach UV-Bestrahlung erfasst.

Stickstoffdioxid,
Stickstoffmonoxid

Chemilumineszenz

Zur Detektion wird die bei der Reaktion von Stickstoffmonoxid mit Ozon emittierte, charakteristische Strahlung erfasst.

Stickstoffdioxid wird zuerst durch einen Katalysator in Stickstoffmonoxid umgewandelt. Danach wird die bei der Reaktion von Stickstoffmonoxid mit Ozon emittierte, charakteristische Strahlung erfasst. Das ermittelte Messsignal entspricht der Summe der Stickoxide; folglich wird das zeitgleich gemessene Stickstoffmonoxidsignal abgezogen. Wegen dieser Zusammenhänge werden beide Stickoxide in einem Messgerät gemessen.

Ozon

UV-Absorption

Kontinuierliche Ozonbestimmungen erfolgen durch Absorption im ultravioletten Spektralbereich. Zur Detektion wird die Strahlungsschwächung durch Probenluft mit der einer durch einen Katalysator erzeugten ozonfreien Luft verglichen.

Schwebstaub

(PM10, PM2,5)

Es gibt verschiedene Methoden den Feinstaub PM10 kontinuierlich zu erfassen und damit Messwerte stündlich aktualisiert zur Verfügung zu stellen. Diese Verfahren sind jedoch weniger genau als das Referenzverfahren und müssen mit diesem kalibriert werden.

Beta-Strahlungsabsorption

Die Schwebstaubbestimmung erfolgt nach vorheriger Abtrennung von Partikeln größer als 10, bzw. 2,5 Mikrometern nach dem Prinzip der Beta-Strahlungsabsorption. Zur Detektion wird die Strahlungsschwächung erfasst, die eine auf einem fortbewegten Filterband abgeschiedene Staubmasse verursacht. 

Streulichtanalyse

Die Partikel werden einzeln durch ein beleuchtetes Messvolumen geleitet und das von den Einzelpartikeln gestreute Licht messtechnisch erfasst. Die Partikelanzahl wird anhand der Zählrate der Streulichtimpulse bestimmt. Die Höhe des Streulichtimpulses ist ein Maß für die Partikelgröße. Der große Vorteil dieses Messprinzips ist, dass PM10 und PM2,5 zeitgleich mit nur einem Messgerät erfasst werden können.