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Aktuelle Luftqualität Schwefeldioxid (SO2)

Nachfolgend ist der aktuelle Stundenwert für Schwefeldioxid, der bisherige Tageshöchstwert, sowie der Höchstwert und der Tagesmittelwert des Vortages für alle Dauermessstationen im LUQS-Messnetz aufgeführt.

Die farbliche Unterlegung der SO2-Messwerte geht

von sehr gut (blau) bis nach sehr schlecht (rot)

Nach der 1. Tochterrichtlinie zur Luftqualität darf der 1-Stundenwert von 350 µg/m 3 nicht öfter als 24 mal im Kalenderjahr überschritten werden, der Tagesmittelwert nicht öfter als 3 mal. Beide Grenzwerte sind spätestens ab dem 1. Januar 2005 einzuhalten. Aktuelle Überschreitungen der Konzentrationswerte sind in der Tabelle orange markiert.

In der Richtlinie ist neben den Grenzwerten eine Alarmstufe für Schwefeldioxid festgelegt. Sie beträgt 500 µg/m 3 und gilt als überschritten, wenn dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Stunden erreicht wird. Sollte die Alarmstufe überschritten sein, wird sofort umfassend informiert!

Die voraussichtliche Entwicklung der Immissionssituation für den aktuellen und die beiden Folgetage zeigen Prognosen.

Informationen zur Wirkung von Schwefeldioxid

SO2 ist ein Reizgas und wirkt vorwiegend auf die Schleimhäute der Atemwege und der Augen. Die Wirkung kann noch deutlich verstärkt werden, wenn SO2 zu Sulfat bzw. Schwefelsäure umgesetzt wird. Als direkte Wirkung auf den Atemtrakt können Bronchitis und Tracheitis (Luftröhrenentzündung) hervorgerufen werden.

Eine durch SO2 ausgelöste Entzündung kann den Weg für die Ausbildung einer bronchialen Hyperreagibilität (Überempfindlichkeit der Atemwege) bereiten.

Eine Erhöhung der Atemaktivität und eine Behinderung des Gasaustausches in der Lunge, z. B. durch entzündliche Veränderungen, bedeuten indirekt eine Mehrbelastung für Herz und Kreislauf.

Daher sind durch hohe SO2-Konzentrationen nicht nur Personen mit vorgeschädigtem Atemtrakt, sondern in besonderem Maße auch kranke und alte Menschen, deren geschwächtes Herz-Kreislaufsystem keine zusätzliche Belastung mehr verkraften kann, beeinträchtigt. Solche Konzentrationen sind in Deutschland heutzutage aber allenfalls noch im Zusammenhang mit Störfällen denkbar.