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 D2 - Ökologische Landwirtschaft

1) Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche
(Machbarkeit:1, DPSIR-Einstufung: R, Einheit: [%]


Stand: 30.07.2017

Grafische Darstellung, Trend und Status :

Wählen Sie die darzustellenden Bundesländer aus:

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
Deutschland




Abb.: Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche
Link auf eine Gesamtansicht mit allen Bundesländer, Status und Trend 
Deutschlandkarte
mit Trend / Status
Legende zu den Status- / Trendsymbolen in den Grafiken

Definition und Berechnungsverfahren:

Angegeben wird der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen des Bundeslandes an seiner gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF). Grundlage hierfür ist die EG-Öko-VO 834/2007 ("Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen"). Die Daten bis 2007 wurden von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, die Daten ab 2008 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jährlich etwa im Juli für das Vorjahr veröffentlicht. Diesen liegen länderaufgeschlüsselte Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur ökologisch bewirtschafteten Fläche zugrunde, die von den Kontrollbehörden der Länder jährlich an die BLE gemeldet werden. Bei Betrieben, die laut EG-Öko-VO 834/2007 nur einen Teil ihrer Fläche ökologisch bewirtschaften, wird nur diese Teilfläche berücksichtigt. Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche ist bis 1999 dem Agrarbericht der Bundesregierung entnommen und wird seit 2000 beim Statistischen Bundesamt geführt. Einige regionale Verbände des Ökolandbaus sind in der neuen Dachorganisation "Bund für regionale Lebensmittelwirtschaft" (BÖLW) zusammengeschlossen, die in vielen Fällen höhere Anforderungen stellt als die EG-Öko-VO. Aus Kompatibilitätsgründen wird der Indikator jedoch auf die EG-Öko-VO 834/2007 gestützt.

Bis 2007 wurden die Daten von der ZMP publiziert. Die ZMP hat nach einer Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes am 03.02.09, die Einfluss auf ihre Finanzierung hatte, zum 30.04.2009 ihren Betrieb eingestellt. Die Daten ab 2008 werden daher der Veröffentlichung des BMELV entnommen.

Bedeutung:

Im ökologischen Landbau kommt dem Boden besondere Bedeutung zu. Die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch Kulturmaßnahmen, die die Gesetzmäßigkeiten der Bodenregeneration und die langen Zeiten der Bodenbildung beachten, ist Grundlage einer dauerhaften Ertragfähigkeit und damit nachhaltiger Wirtschaftsweise. Der konsequente Verzicht auf den Einsatz naturfremder chemisch synthetischer Hilfsmittel schont die Gewässer und trägt zur Vielfalt der Arten und Lebensgemeinschaften bei. Die EG-Öko-VO beinhaltet die Grundregeln des ökologischen Landbaus, festgelegt für die Erzeugung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen, Tieren und tierischen Erzeugnissen , Bienenhaltung und Imkereierzeugnissen, die zulässigen Betriebsmittel, eine Liste der Stoffe, die bei der Herstellung ökologischer Lebensmittel verwendet werden dürfen, Rahmenvorschriften zur Kennzeichnung und Werbung und ein Kontrollverfahren zur Überwachung dieser Vorschriften. Damit gibt sie für den ökologischen Landbau in der Europäischen Union einen einheitlichen Standard für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft vor.

Hinweise zur Interpretation

Der Indikator ist normiert. Bei einer länderübergreifenden Interpretation sind Unterschiede in der Agrarstruktur der Länder zu beachten.

Landesspezifika / Stand:

 

Datenlage

Zielstellungen

Zeitreihe 94 - 16

kein Ziel

Zeitreihe 94 - 16

Bayerische Staatsregierung (2000): Ausweitung des ökologischen Landbaus auf 10 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Einzelwerte für 00, 01, 03 - 04, 07, 09 - 16

keine Angabe

Zeitreihe 94 - 16

kein Ziel

Einzelwerte für 00, 01, 03 - 04, 07, 09 - 16

Einsatz für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft in Bremen, vor allem für den biologischen Landbau, artgerechte Tierhaltung, Regionalvermarktung u. dafür, dass die Landwirtschaft sich durch Naherholung, und Tourismus ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein erarbeiten kann. Quelle: Koalitionsvereinbarung 2011.

Einzelwerte für 00, 01, 03 - 04, 07, 09 - 16

kein Ziel

Zeitreihe 96 - 16; vor 96 förderspezifisch bedingt keine konsistenten Daten

Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, "…den hessischen Verbraucherinnen und Verbrauchern ein wachsendes Angebot (Anm.: von Produkten aus ökologischer Landwirtschaft) aus der Region zur Verfügung zu stellen." Quelle: Nachhaltige Umweltpolitik in Hessen. Zwischenbilanz des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für die Jahre 2009 - 2011, S. 57.

Zeitreihe 94 - 16

keine Angabe

Zeitreihe 94 - 16

keine Angabe

Zeitreihe 94 - 16

Nachhaltigkeitsstrategie für NRW (2016):
Steigerung des prozentualen Anteils der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Zeitreihe 94 - 16

10% bis 2020. Quelle: ELER-Entwicklungsprogramm EULLE

Zeitreihe 94 - 16

25% Ökolandbau im Jahr 2022. Quelle: Koalitionsvertrag 2017-2021.

Zeitreihe 94 - 16

Es ist darauf hinzuwirken, dass der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen an der landwirtschaftlichen Fläche weiter zunimmt. Landesentwicklungsplan 2013 (LEP 2013)

Zeitreihe 94 - 16

Ziel ist es, die zunehmende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln möglichst mit Ware aus heimischer Produktion zu decken. Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche soll entsprechend steigen. Quelle (Jahr)

Zeitreihe 94 - 16

Steigerung der Ökolandbaufläche auf 7% bis 2020. Quelle: u. a. Pressemitteilung des Umwelt- und Landwirtschaftsministers (08.07.2014)

Zeitreihe 94 - 16; Daten ab 03 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar

Steigerung auf 10 % Anteil bis 2020. Quelle: Indikatorenbericht zur Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie 2017.

Zeitreihe 94 - 16

Die Bundesregierung beabsichtigt, die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf den ökologischen Landbau so zu gestalten, dass in den nächsten Jahren die Fläche des ökologischen Landbaus auf 20 % der LF steigen kann. Quelle: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016

Klärungsbedarf, Weiterentwicklung, weitere Schritte:

Der Indikator wird im Ergebnis der 62. UMK weitergeführt. Er ist Bestandteil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung der amtlichen Statistik werden seit 1999 alle 2 Jahre ebenfalls Daten zur ökologischen Bewirtschaftung erhoben. Im Unterschied zur Definition des UMK-Indikators wird hier die gesamte LF der als Öko-Betriebe gekennzeichneten Betriebe einbezogen. Diese Daten weichen z.T. von den hier sowie für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie gewählten Daten ab. Außerdem ermöglichen die auf der Grundlage der Erhebungen der Kontrollbehörden der Länder ermittelten Daten die Bildung längerer Zeitreihen und eine jährliche Datenaktualisierung.

Der Indikator ist offen für die Einbeziehung anderer Formen der naturschonenden Landwirtschaft sowie für eine naturschonende Forstwirtschaft, sofern hierfür eine geeignete Zertifizierung vorliegt.

"Verwandte" Indikatoren im Set:

LIKI-Vertreter

Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie

Göschwitzer Str. 41
07745 Jena
Tel.: 03641-684-211
 

Fachansprechpartner

Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Mainzer Straße 14 - 16
56130 Bad Ems
Tel.: 02603-71-2540

 Datentabelle: Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche [%]

  1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001
Baden-Württemberg 2,0 2,6 3,0 3,5 3,9 4,2 5,0 5,3
Bayern 1,1 1,3 1,4 1,5 1,7 1,8 2,8 3,3
Berlin --- --- --- --- --- --- 3,7 7,1
Brandenburg 2,6 3,0 3,6 4,1 4,6 5,4 6,5 7,8
Bremen --- --- --- --- --- --- 1,2 1,9
Hamburg --- --- --- --- --- --- 6,5 5,6
Hessen --- --- 2,6 3,2 4,9 6,1 6,7 7,3
Mecklenburg-Vorpommern 6,2 6,4 6,9 6,8 6,1 6,2 6,6 6,9
Niedersachsen 0,6 0,6 0,8 1,1 1,0 1,0 1,3 1,6
Nordrhein-Westfalen 0,5 0,9 1,0 1,1 1,2 1,4 1,6 2,6
Rheinland-Pfalz 1,1 1,0 1,2 1,5 1,5 1,6 1,8 2,1
Saarland 3,4 2,6 2,8 3,1 3,3 3,2 3,3 3,5
Sachsen 0,6 0,8 0,9 1,2 1,3 1,2 1,6 1,9
Sachsen-Anhalt 1,1 1,2 1,4 1,5 1,7 1,9 2,0 2,4
Schleswig-Holstein 1,2 1,2 1,3 1,3 1,5 1,5 1,8 2,0
Thüringen 1,6 1,6 1,9 1,8 1,7 2,0 2,1 2,6
Deutschland 1,6 1,8 2,1 2,3 2,4 2,6 3,2 3,7

  2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Baden-Württemberg 5,7 5,9 6,0 6,0 6,2 6,4 6,8 7,0
Bayern 3,5 3,9 4,0 4,4 4,6 4,7 5,3 5,8
Berlin --- 5,9 6,0 --- --- 7,1 --- 8,2
Brandenburg 8,3 9,0 9,7 9,7 9,6 10,1 10,2 10,5
Bremen --- 4,2 2,3 --- --- 6,6 --- 7,8
Hamburg --- 6,3 6,4 --- --- 7,5 --- 7,2
Hessen 7,6 7,4 7,4 7,5 7,6 7,8 8,9 9,3
Mecklenburg-Vorpommern 7,6 8,0 7,8 8,4 8,5 9,0 8,8 8,7
Niedersachsen 2,0 2,1 2,3 2,4 2,5 2,7 2,7 2,9
Nordrhein-Westfalen 3,0 3,1 3,4 3,7 3,6 4,0 4,1 4,2
Rheinland-Pfalz 2,4 2,6 2,7 2,8 3,0 3,5 4,0 4,5
Saarland 4,4 6,1 6,5 9,6 9,5 8,8 9,0 8,9
Sachsen 2,1 2,2 2,5 2,5 2,8 2,9 3,0 3,5
Sachsen-Anhalt 2,8 3,0 3,5 3,9 3,8 4,0 3,8 4,2
Schleswig-Holstein 2,2 2,7 3,0 3,1 3,2 3,5 3,4 3,5
Thüringen 2,6 3,4 3,5 3,5 4,0 4,0 4,2 4,3
Deutschland 4,1 4,3 4,5 4,7 4,9 5,1 5,4 5,6

  2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Baden-Württemberg 7,5 8,0 8,3 8,5 8,8 9,2 10,7
Bayern 6,3 6,5 6,6 6,8 6,8 7,3 9,1
Berlin 17,3 14,8 14,5 16,0 19,5 19,7 18,2
Brandenburg 10,8 10,8 10,9 10,4 10,3 10,3 11,1
Bremen 8,7 8,6 10,0 9,6 14,9 14,9 18,8
Hamburg 7,5 7,5 7,6 7,8 8,3 8,3 8,8
Hessen 9,9 10,3 10,6 10,9 11,1 11,4 12,6
Mecklenburg-Vorpommern 8,9 9,0 9,2 9,3 8,9 9,3 9,8
Niedersachsen 2,9 2,8 2,9 2,9 2,8 2,8 3,4
Nordrhein-Westfalen 4,6 4,8 4,8 4,8 4,8 4,8 5,4
Rheinland-Pfalz 5,3 5,7 6,3 6,7 7,6 8,0 9,1
Saarland 10,2 10,6 10,7 11,8 11,9 13,1 15,7
Sachsen 3,7 3,9 3,9 4,0 4,0 4,1 5,3
Sachsen-Anhalt 4,4 4,6 4,6 4,8 4,7 4,9 5,2
Schleswig-Holstein 3,6 3,5 3,5 3,7 3,7 4,1 5,0
Thüringen 4,5 4,4 4,5 4,7 4,2 4,2 4,8
Deutschland 5,9 6,1 6,2 6,3 6,3 6,5 7,5

 © Länderinitiative Kernindikatoren 2017

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