05.12.2018

Neue Nachweise der Wölfin GW1044f im Umfeld des Truppenübungsplatzes Senne


© Jan Preller

Am 26.09.2018 wurden in Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) zwei Schafe verletzt und am 27.09.2018 wurde ein Schaf in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) tot aufgefunden. Die nun vorliegende Individualisierung der Speichelproben weist nach, dass in beiden Fällen die Wölfin GW1044f den Schaden verursacht hatte.

Bereits am 24.09.2018 war - ebenfalls in Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) – ein freilebendes Muffelschaf von einem Wolf getötet und befressen worden. In diesem Fall gelang es nicht, das Individuum festzustellen.

Die Wölfin GW1044f wurde erstmals am 27.07.2018 im Bereich des Truppenübungsplatzes nachgewiesen. Die jetzt vorliegenden Nachweise sind ein erster Hinweis darauf, dass sich dieses Individuum dauerhalft im Gebiet aufhält und hier künftig ein eigenes Territorium beansprucht. Nach den bundesweit abgestimmten Kriterien gilt ein Wolf als territorial, wenn er sich über sechs Monate in einem Gebiet aufgehalten hat. Wolfsterritorien haben in Deutschland eine durchschnittliche Größe von 200 Quadratkilometern.

Bei vier weiteren Verdachtsfällen wurden Hunde als Täter überführt:

  •  am 3.10.2018 ein Schmalreh in Altenbeken (Kreis Paderborn),
  •  am 9.10.2018 ein Rickenkitz in Steinheim (Kreis Höxter),
  •  am 24.10.2018 eine Ziege in Oerlinghausen (Kreis Lippe) und
  •  am 29.10.2018 ein in einem Gehege tot aufgefundenes Damwildweibchen in Erndtebrück (Kreis Siegen-Wittgenstein).

Weitergehende Informationen sind im Wolfsportal des LANUV unter www.wolf.nrw.de zu finden.

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