15.08.2018

Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie effektiv verhindern – Die nicht heimische Pflanze profitiert von der Hitzeperiode und kann Allergien auslösen


© LANUV

Bereits wenige Pollenkörner der Beifuß-Ambrosie in der Atemluft können die Entwicklung einer Ambrosia-Allergie mit Heuschnupfen und häufig auch schwerem Asthma bewirken. Die späte Blüte verlängert die Leidenszeit von Pollen-Allergikern bis in den Herbst hinein. Von dem extremen Wetter der letzten Wochen profitiert die Beifuß-Ambrosie besonders, da sie Wärme liebt und Trockenheit gut verkraftet, und damit Vorteile gegenüber heimischen Pflanzen hat.

Die Bekämpfung jedes einzelnen Vorkommens ist wichtig, um eine weitere Verbreitung effektiv zu stoppen. Wer eine Beifuß-Ambrosie entdeckt, sollte diese den örtlichen Umweltbehörden oder dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) melden. Dazu hat das LANUV bereits im Sommer 2007 eine landesweite Meldestelle eingerichtet. Den eingegangenen Meldungen zufolge sind die meisten Vorkommen der Beifuß-Ambrosie  auf Vogelfutter oder anderes Streufutter zurückzuführen. Seit dem 1. Dezember 2012 sind Einfuhr und Handel ambrosiahaltiger Futtermittel per EU-Verordnung verboten. Eine massenhafte Ausbreitung entlang von Straßenrändern oder Flussufern wurde bisher in NRW nicht beobachtet.

Wie ist die Beifuß-Ambrosia zu erkennen und wie laufen die Meldewege?

•           Die Pflanze wird oft verwechselt mit dem Gemeinen Beifuß oder der Resede. Tipps zur Identifizierung finden Sie unter: https://www.lanuv.nrw.de/natur/artenschutz/neobiota/ambrosia/#c4592

•           Fotografieren Sie die als Beifuß-Ambrosie vermutete Pflanze und melden Sie den Fund dem LANUV über das Ambrosia-Meldeformular.

•           Das LANUV geht jeder Meldung nach und veranlasst nach Bestätigung der Artbestimmung eine Bekämpfung vor Ort.

•           Da die Samen bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben, muss der Fundort in den Folgejahren nach Beifuß-Ambrosien abgesucht werden. Behalten Sie daher bekannte Fundorte im Auge und melden Sie neu keimende Exemplare.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Beifuß-Ambrosie über Saat- und Futtermischungen aus Nordamerika nach Südosteuropa eingeschleppt. Dank Klimaerwärmung und wachsendem Güteraustausch breitet sich die wärmebedürftige Pflanze nach Nordwesten aus und wächst auch in Nordrhein-Westfalen an einigen Stellen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.lanuv.nrw.de/natur/artenschutz/neobiota/ambrosia/

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  • Foto: Beifuß-Ambrosie ; © LANUV. Der Abdruck der Fotos ist nur bei Nennung des Autors und in Verbindung mit dieser Pressemitteilung kostenfrei