11.12.2017

Schaf in Lengerich nicht von einem Wolf gerissen


© Marco Brentführer

Genetische  Analyse weist Hund als Verursacher nach

Das im November in Lengerich tot aufgefundene Schaf wurde nicht von einem Wolf gerissen. Die genetische Untersuchung von Proben durch das Senckenberg Forschungsinstitut hat genetisches Material von einem Hund nachgewiesen. Das Senckenberg Institut untersucht im Auftrag von Bundes- und Landesbehörden als "Nationales Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf“ genetische Proben aus ganz Deutschland.

Das Schaf war am 13. November vom Tierhalter weitgehend skelettiert auf der Weide gefunden worden. Der herbeigerufene Wolfsberater untersuchte im Auftrag des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz die Spuren am Fundort und nahm genetische Proben. Anschließend wurde der Kadaver im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe pathologisch untersucht. Auf Grund des Zustands des Tierkörpers war eine Todesursache nicht mehr zweifelsfrei feststellbar. Das Ergebnis der genetischen Untersuchung von Speichelresten an dem Kadaver brachte aber die endgültige Klarheit, dass das Schaf von einem Hund befressen worden war.

Übergriffe von Hunden auf Schafe und andere Weidetiere sind leider häufig zu beklagen. Das LANUV bittet daher alle Hundehalter, ihre Hunde nicht streunen zu lassen und auch beim Spaziergang unter Kontrolle zu behalten, damit Übergriffe von Hunden auf Schafe wirksam verhindert werden.

Weitere Angaben zum Wolfsmanagement in NRW (Verbreitungskarte, Luchs- und Wolfsberater in NRW, Förderrichtlinien Wolf NRW) gibt es im Internetangebot des LANUV:

Der Wolf in NRW

Informationen zum bundesweiten Monitoringstandard, der auch in NRW angewendet wird, gibt es bei der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW):

DBBW/Wolfsmonitoring

Mehr zum Senckenberg Forschungsinstitut, das im Auftrag von Bundes- und Landesbehörden als "Nationales Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf“ genetische Proben aus ganz Deutschland untersucht.

Senckenberg Forschungsinstitut

 

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