07.11.2017

LANUV stellt Monitoring zu den Folgen des Klimawandels und Klimaanalyse auf Weltklimakonferenz in Bonn vor


©LANUV

LANUV-Präsident Dr. Delschen: „Mit unserer Teilnahme an der Klimakonferenz zeigen wir, welche Folgen des Klimawandels in Nordrhein-Westfalen bereits sichtbar sind und in welchen Bereich wir uns schon heute darauf einstellen müssen.“

Das Land NRW erfasst seit 2011 systematisch in einem Monitoring-Programm des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) die Auswirkungen des Klimawandels in NRW. Das Monitoring zeigt, der weltweite Klimawandel ist ganz klar auch in NRW zu spüren, insbesondere Städte und Ballungsräume sind betroffen. So weisen zum Beispiel städtische Gebiete mit enger Bebauung höhere Temperaturen als das Umland auf. Dargestellt wird dies in der „Klimaanalyse NRW“. Die Klimaanalyse beinhaltet unter anderem die erste flächendeckende und hochaufgelöste Analyse der urbanen Hitzebelastung in NRW und zeigt, dass städtische Wärmeinseln sich durch den Klimawandel in Zukunft häufiger in Hitzeinseln verwandeln können. Ein Grund dafür ist, dass die Zufuhr kühlerer Luft bereits in den Vorstädten zum Erliegen kommen kann. Abhilfe schaffen können eigene, in den Innenstädten liegende Bereiche in denen kältere Luft entstehen kann, wie zum Beispiel Grün- oder Wasserflächen, sowie neue Ansätze in der Regional- und Stadtplanung mit dem Ziel, Leitbahnen für kältere Luft in den Städten entstehen zu lassen.

Bei einer eigenen Veranstaltung im „Cities & Regions Pavilion“ auf der Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn hat das LANUV heute das Programm zum Monitoring der Klimafolgen und die NRW-Klimaanalyse auf internationaler Ebene vorgestellt. „Mit unserer Teilnahme an der Klimakonferenz zeigen wir, welche Folgen des Klimawandels in Nordrhein-Westfalen bereits sichtbar sind und in welchen Bereich wir uns schon heute darauf einstellen müssen“, erklärte Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV-NRW. „Mit unseren Projekten zur Erfassung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen tragen wir unseren Teil dazu bei, entsprechende Lösungen und Maßnahmen zu entwickeln. Insbesondere in unseren Innenstädten werden viele Menschen die Auswirkungen direkt zu spüren bekommen.“

Laut Dr. Delschen spielt das umfangreiche Monitoring-Programm zur Erfassung des Klimawandels in NRW eine immer wichtigere Rolle für die notwendige Anpassung an die nicht mehr zu vermeidenden Folgen des Klimawandels. „Es gilt nun das Programm weiter zu entwickeln, um auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels und die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Anpassung in den Blick zu nehmen“, betonte Dr. Delschen. „Mit der COP 23 bietet sich für uns eine einmalige Gelegenheit, über den gesamten Komplex zu den Folgen und der Anpassung an den Klimawandel mit Experten aus aller Welt diskutieren zu können. Wir möchten hier die Chance nutzen, über den eigenen regionalen und nationalen Tellerrand hinauszuschauen.“

Die Weltklimakonferenz (COP 23) findet vom 6. bis 17. November 2017 unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi am Sitz des Sekretariats der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Bonn statt, mit dem Ziel die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens weiter voranzutreiben. Begleitend zur COP23 dient das „Cities & Regions Pavilion“ als Plattform insbesondere für Diskussionen auf regionaler und lokaler Ebene.

Weitere Informationen zu den Bereichen „Folgen des Klimawandels“ und „Anpassung an den Klimawandel“ sind unter folgen Links zu finden:

·         Klimafolgenmonitoring NRW:
https://www.lanuv.nrw.de/kfm-indikatoren/index.php

·         Fachbericht 74 Klimawandel und Klimafolgen in NRW: https://www.lanuv.nrw.de/landesamt/veroeffentlichungen/publikationen/fachberichte/?tx_cart_product%5Bproduct%5D=175&cHash=59daf904eb8e66f6f80075220324be75

·         Fachinformationssystem Klimaanpassung: https://www.lanuv.nrw.de/klimaanpassung/

·         Fachinformationssystem Klimaatlas:
http://www.klimaatlas.nrw.de/site/

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