Erste Auswertungen zur Luftqualität 2022

Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Messwerte in Nordrhein-Westfalen etwa auf Vorjahresniveau

©LANUV

Die Luftqualität in Nordrhein-Westfalen befindet sich im Vergleich mit den beiden Vorjahren auf gleichbleibendem Niveau. Das zeigen erste vorläufige Auswertungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz der Messdaten aus dem Jahr 2022.

Stickstoffdioxid (NO2)

Im Jahr 2022 wurde Stickstoffdioxid an 143 Standorten gemessen. An den 58 Stationen mit automatischer Messung lag im Jahr 2022 die NO2 Belastung landesweit auf einem vergleichbaren Niveau wie in den beiden Vorjahren. An diesen Standorten wurde der Grenzwert sicher eingehalten. Der Grenzwert für die mittlere Jahresbelastung mit Stickstoffdioxid beträgt 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Er dient dem Schutz der menschlichen Gesundheit.

Für die übrigen Standorte mit Passivsammlermessungen liegt die Auswertung der Daten wegen der aufwändigen Laboruntersuchungen erst etwa im März vor. Die bisher vorliegenden Daten weisen auf eine erneute Überschreitung des Grenzwertes an der Kruppstraße in Essen in direkter Nähe zur Autobahn A40 hin. An allen anderen Probenahmestellen zeigt sich für die Daten aus 2022 bisher ebenfalls ein vergleichbares Bild zu den Vorjahren, in denen es keine weiteren Grenzwertüberschreitungen gegeben hat.

Feinstaub (PM10 und PM2,5)

Auch bei Feinstaub zeigt sich eine ähnliche Belastung wie in den beiden Vorjahren. An allen Probenahmestellen wurden alle Grenzwerte sicher eingehalten. Trotz der Besonderheit, dass im Frühjahr und im Herbst jeweils für mehrere Tage Saharastaub nach Nordrhein-Westfalen transportiert wurde, wurden keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt.

Feinstaub wird in Nordrhein-Westfalen an 76 Messorten in zwei verschiedenen Partikelklassen gemessen. In der Klasse PM10 wird die Gesamtmasse aller Partikel bis zu einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometern erfasst. Die kleinere Feinstaubfraktion bis zu einem Durchmesser von maximal 2,5 Mikrometern wird als PM2,5 klassifiziert.

An allen Probenahmestellen in Nordrhein-Westfalen wurde der Jahresmittelgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter für PM10, wie bereits in den Jahren zuvor, deutlich unterschritten. Neben dem Jahresmittelgrenzwert wurde an allen PM10 Probenahmestellen auch der Tagesmittelgrenzwert eingehalten. Danach dürfen an einer Probenahmestelle maximal 35 Tage pro Kalenderjahr mit einer mittleren Belastung von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft für PM10 auftreten.

Für die kleineren Partikel der Feinstaubfraktion PM2,5 wurde der Jahresmittelgrenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahr 2022 an allen Messstationen sicher eingehalten. Ein Tagesmittelgrenzwert für PM2,5 existiert nicht.

Die vorläufige Auswertung der kontinuierlichen Messungen der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung ist in der angehängten Tabelle dargestellt.

Zur Tabelle

Die abschließende Bewertung der Luftqualität für das Jahr 2022 wird nach Abschluss der Laboranalyse der Passivsammlermessungen im Laufe des Frühjahres 2023 vorgenommen. Jahresberichte und die Daten sind auf der Internetseite des LANUV veröffentlicht. Nach Abschluss der Auswertungen werden unter folgendem Link die Ergebnisse für 2022 bereitgestellt:

https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/berichte-und-trends/jahreskenngroessen-und-jahresberichte

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