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Abteilung 5 - Wasserwirtschaft, Gewässerschutz

 

Wir arbeiten daran, die Qualität von Oberflächengewässern und Grundwasser als Bestandteile des Naturhaushaltes, Lebensraum für pflanzliche und tierische Organismen und  als Ressource für die Trinkwasserversorgung zu erhalten und zu verbessern.

Das interdisziplinäre Team der Abteilung

  • erhebt und erarbeitet alle relevanten fachbezogene Grundlagen zu den Gewässern,
  • verfolgt den Stand von Wissenschaft und Technik im Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft,
  • führt hydrologische Messungen zur Ermittlung der Wasserstände, Abfluss- und Niederschlagsmengen sowie biologische Untersuchungen zur Erfassung der aquatischen Lebensgemeinschaft (Kleintiere, Pflanzen, Algen) durch,
  • stellt Messprogramme zur Überwachung der Gewässer- und Abwasserqualität auf,
  • setzt verschiedene Computermodelle ein, z.B. zur Prognose von Hochwasserabflüssen oder des Grundwasserwiederanstiegs im Braunkohlerevier sowie zur Ermittlung relevanter Stoffeintragsquellen in Gewässer
  • bewertet den Zustand der Gewässer, der Trinkwasserressourcen und des Trinkwassers sowie die Auswirkungen von Eingriffen in den Natur- und Wasserhaushalt,
  • entwickelt Bewertungs- und Handlungskonzepte sowie Vorsorgestrategien im Bereich des Gewässer- und Hochwasserschutzes,
  • ermittelt die Auswirkungen des Klimawandels und den Anpassungsbedarf in der Wasserwirtschaft,
  • konzipiert und pflegt landesweite wasserwirtschaftliche Datenbanken und Fachinformationssysteme
  • berät und unterstützt die Landesregierung und die Vollzugsbehörden im Bereich der Wasserwirtschaft und des Gewässerschutzes
  • stellt Daten und Grundlagen für die Politik, die interessierte Öffentlichkeit, Fachplanungen, wissenschaftliche Zwecke und die Erfüllung von Berichtspflichten verschiedener europäischer Wasserrichtlinien (z.B. Wasserrahmenrichtlinie,  Hochwasserrisikomanagementrichtlinie) bereit.

Ein weiteres Team zieht die Abwasserabgabe und das Wasserentnahmeentgelt in Nordrhein-Westfalen ein.  Damit leistet die Abteilung  einen weiteren wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Gewässerzustands. Dieser entsteht, da  durch die Lenkungs- und Abschöpfungsfunktion ein verhaltenssteuernder Einfluss ausgeübt wird und über die Zweckbindung Maßnahmen des Gewässerschutzes und der Gewässerökologie gefördert werden.

Die Abteilung überwacht und fördert die Aus- und Fortbildung in einigen Umweltberufen nach den Regelungen des Berufsbildungsgesetzes und führt die zugehörigen Abschluss- und Meisterprüfungen durch.


Bedeutende Tätigkeitsfelder sind:


Hydrologische Messungen

  • Betrieb eines hydrologischen Messnetzes zur Erhebung von Grundwasserständen, Niederschlagsmengen und Abflüssen der Fließgewässer.
  • Zeitnahe Bereitstellung der hydrologischen Rohdaten im Landesverwaltungsnetz und Internet (HYGON)
  • Betrieb des Hochwasserinformationsdienstes und Bereitstellung risikoorientierter Lagebeurteilungen
  • Auswertung und Bereitstellung von geprüften hydrologischen Zeitreihen für die Wasserwirtschaft (z.B. Bemessung von Anlagen)

Hochwasserschutz und Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft

  • Erarbeitung landesweiter Fachgrundlagen und Konzepte zum Hochwasserschutz
  • Fachliche Unterstützung für den Hochwasserschutz am Rhein und Bewertung von Hochwasserschutzmaßnahmen
  • Untersuchungen von Auswirkungen der geänderten Niederschlags- und Temperaturbedingungen auf den Abfluss und die Abflussdynamik von Fließgewässern, die Stadtentwässerung, die Grundwasserneubildung, Grundwasserstände und die Wassertemperaturen
  • Erarbeitung von Vorschlägen für den Anpassungsbedarf im Bereich des Hochwasserschutzes, der Bemessung von Kanalisation und Regenrückhaltung, des Schutzes von Feuchtgebieten, der Sicherung von Sachgütern, der Wasserversorgung sowie des Managements von Wärmeeinleitungen in Gewässer

Monitoring Grundwasser und Oberflächengewässer

  • Koordinierung und Optimierung der landesweiten Messprogramme zum chemischen Grundwasser- sowie Fließgewässer- und Seenmonitoring
  • Erfassung von Kleintieren, Wasserpflanzen und Algen in den Fließgewässern und Seen in NRW nach standardisierten Methoden und Bestimmung der Gewässerlebewesen bis zur Art
  • Bewertung der Messergebnisse und Klassifizierung des mengenmäßigen und chemischen Zustands des Grundwassers sowie des chemischen und ökologischen Zustands der Oberflächengewässer
  • Beurteilung der Grundwasser- und Oberflächengewässerbeschaffenheit im Hinblick auf die Nutzbarkeit als Trinkwasser
  • Darstellung und Bereitstellung der Ergebnisse und Bewertungen im Internet (ELWAS-Web)

Hydromorphologie

  • Erarbeitung von Grundlagen und Arbeitsanleitungen für die Themenbereiche Gewässertypologie (Leitbild), Gewässerstruktur (Ausprägungen von Sohle, Ufer und Aue als Habitat für Gewässerlebewesen), Durchgängigkeit der Fließgewässer (Bauwerke in und an Gewässern).
  • Erarbeitung fachlicher Grundlagen für die naturnahe Umgestaltung von Fließgewässern
  • Aufstellung von Datenbanken zur Beschreibung der Gewässerstruktur und der Durchgängigkeit
  • Landesweite Erhebung und Aktualisierung der Daten zu Gewässerstruktur und Bauwerken an Gewässern

Schutz der Gewässer und Trinkwasserressourcen

  • Prüfung der Relevanz von Stoffeintragsquellen und Ableitung von Maßnahmenempfehlungen und Minderungsstrategien
  • Ermittlung der Effizienz von Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustands, z.B. im Hinblick auf landwirtschaftliche Stoffeinträge
  • Grundsatzfragen und Ableitung von Anforderungen des Gewässerschutzes (z.B. zur Nutzung oberflächennaher Geothermie),
  • Anforderungen des Ressourcenschutzes in Wasserschutzgebieten

Folgen des Lagerstättenabbaus

  • Bewertung der wasserwirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Braunkohletagebaus mittels Grundwassermodellen sowie Beteiligung an zugehörigen bergrechtlichen, wasserrechtlichen und Monitoringverfahren
  • Überprüfung der Risiken für Bergschäden durch den Grundwasserwiederanstieg nach Beendigung der Braunkohleförderung
  • Beurteilung der wasserwirtschaftlichen Risiken neuer Technologien (z.B. Gewinnung von unkonventionellem Erdgas, Tiefengeothermie)

Abwasserreinigung, Stadtentwässerung

  • Technologiebeurteilung im Zusammenhang mit der Abwasservermeidung, Abwasserbehandlung und gewässerverträglichen Produktionsverfahren
  • Aufstellung von abwasserseitigen Emissionsinventaren, Führen eines Einleiterkatasters (ELKA) und Aufstellen von Emissionsstandards sowie Erfassung von Abwasseranlagen.
  • Bearbeitung von Minderungs- und Vermeidungsstrategien und Begleitung von F+E-Vorhaben
  • Technologiebeurteilung im Zusammenhang mit der Abwasserableitung und der Abwasserbeseitigung, mit Abwasserbeseitigungskonzepten, Niederschlagswasserbeseitigungskonzepten und Kanalnetzen

Gewässerschützende Umweltabgaben

  • Zentralisierte Festsetzung und Einziehung der Abwasserabgabe (AbwAG) und des Wasserentnahmeentgeltes (WasEG NRW) für das Land Nordrhein-Westfalen
  • Abgaberechtliche Flankierung des Wasserordnungsrechts
  • Führung der Gerichtsverfahren, die gegen das Land im Zusammenhang mit dem Vollzug beider Gesetze angestrengt werden

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