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Lebensmittelkontrolleur/-in

Lebensmittelkontrolleure und Lebensmittelkontrolleurinnen führen als Mitarbeiter/innen der Lebensmittelüberwachungsbehörden die Lebensmittelüberwachung durch. Sie überprüfen die Einhaltung von entsprechenden Gesetzes- und Hygienevorschriften in allen Betrieben, die Lebensmittel, kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände (Haushaltswaren, Verpackungsmaterialien, Reinigungsmittel, Bekleidung) sowie Tabakwaren herstellen, verarbeiten, importieren oder in Verkehr bringen.

Aufgaben

Lebensmittelkontrolleure und Lebensmittelkontrolleurinnen führen in den Betrieben verschiedene Kontrollen durch zur Einhaltung der Bestimmungen

  • zum Schutz der Gesundheit,
  • über die Hygiene,
  • über Zusatzstoffe, Rückstände, Kontaminanten und Schadstoffe,
  • über die Behandlung mit ionisierenden Strahlen,
  • über betriebseigene Maßnahmen und Kontrollen,
  • über neuartige Lebensmittel,
  • über Kennzeichnung, Kenntlichmachung,
  • über Verbote zum Schutz vor Täuschung und über Werbung.

Die Arbeitsmethoden

Im Rahmen ihrer Kontrollen müssen sie:

  • Proben entnehmen
  • Erzeugnisse sensorisch prüfen (z. B. Augenschein, Geruch, Geschmack), um eine Abweichung von der Norm festzustellen
  • orientierende physikalische und chemische Prüfungen oder Messungen vornehmen: z. B. Temperatur, pH-Wert, Verderb von Frittierfett
  • Erzeugnisse sicherstellen/beschlagnahmen und Ordnungsverfügungen erlassen sowie alle erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten
  • die Inhaber/innen und Mitarbeiter/innen der besuchten Betriebe über Einhaltung der lebensmittelrechtlichen und sonstigen Vorschriften aufklären und beraten
  • ggf. Ermittlungen und Vernehmungen in Verwaltungsverfahren und Ordungswidrigkeitenverfahren durchführen sowie Strafanzeigen stellen und die Staatsanwaltschaft unterstützen

Aus- und Fortbildung

Lebensmittelkontrolleure und -kontrolleurinnen müssen eine zweijährige Zusatzausbildung mit anschließender Staatsprüfung absolvieren. Einstellungs- und Ausbildungsbehörden sind die Lebensmittelüberwachungsbehörden bei den Kreisen und kreisfreien Städten.

Voraussetzungen

  • Berufsabschluss mit zusätzlicher Fortbildungsprüfung auf Grund des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung oder Techniker/in mit staatlicher Prüfung in einem Lebensmittelberuf

    Beispiele für Berufsgruppen:
    • Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Lebensmitteltechnik
    • Fleischermeister/in,
    • Bäckermeister/in
    • Konditormeister/in
    • Hauswirtschaftsmeister/in
    • Molkereimeister/in
    • Küchenmeister/in
    • Serviermeister/in
    • Hotelmeister/in
    • Braumeister/in
    • hauswirtschaftl. Betriebsleiter/in
  • eine mindestens dreijährige Beschäftigung im mittleren oder gehobenen Dienst der allgemeinen Verwaltung in der amtlichen Lebensmittelkontrolle
  • Fachhochschulabschluss mit Diplom- oder Bachelorprüfung in einem Studiengang, der Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der Lebensmittel, Tabakerzeugnisse, kosmetischen Mittel oder Bedarfsgegenstände vermittelt

Ausbildung

Einstellungs- und Ausbildungsbehörden sind die Lebensmittelüberwachungsbehörden bei den Kreisen und kreisfreien Städten.

Die Ausbildungsdauer beträgt 24 Monate:

  • 18 Monate praktische Ausbildung in den Lebensmittelüberwachungsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte
  • sechs Monate theoretischer Unterricht bei der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf
  • Während der Ausbildung sind Leistungsnachweise zu erbringen: Klausuren, Befähigungsberichte, schriftliche Ausarbeitungen

Prüfung

Die Ausbildung endet mit einer Prüfung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV).

Die Prüfung gliedert sich in drei Teile:

  • Praktischer Teil (drei Betriebsprüfungen)
  • Schriftliche Klausur über fünf Stunden
  • Mündliche Prüfung über 30 Minuten

Fortbildung

Das LANUV bietet Fortbildungen für Lebensmittelkontrolleure und -kontrolleurinnen an. Diese behandeln das Handelsklassenrecht zu Obst, Gemüse, Kartoffeln, Eier und Geflügel.

Neben dem theoretischen Hintergrundwissen wird auch die Umsetzung in der Praxis vermittelt. Dazu werden praktische Übungen, wie z. B. die Klassifizierung von Äpfeln oder Kartoffeln, durchgeführt. Das Ziel ist, die Qualitätskontrollen nach einheitlichen Maßstäben im Sinne der Verbraucher und zum Nutzen der Wirtschaftsbeteiligten auf allen Ebenen der Verwaltung sicherzustellen.

Kontakt

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
Fachbereich 80
Leibnizstr. 10
45659 Recklinghausen