Sie sind hier: Startseite LANUV » Landesamt » Förderprogramme » Europäische Innovations- partnerschaft (EIP)

Förderprogramm: Europäische Innovationspartnerschaft

Um Innovationen in der Landwirtschaft zu fördern und damit auch den ländlichen Raum zu stärken, wurde im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik und auf Grundlage der Verordnung (EU) 1305/2013 das Förderprogramm „Europäische Innovationspartnerschaft“ (EIP) ins Leben gerufen.

Ziel ist es, dass sich mehrere Partner aus Land- und Forstwirtschaft oder Gartenbau zu einer Operationellen Gruppe zusammenschließen und ein gemeinsames Innovationsvorhaben durchführen, welches einen wesentlichen Beitrag für eine wettbewerbsfähige, nachhaltig wirtschaftende Land-, Forst-, und Ernährungswirtschaft sowie den Gartenbau, für tiergerechte Nutztierhaltung und zum Klimaschutz in der Landwirtschaft leistet.

Dazu wurde am 11.01.2016 die

verabschiedet und am 04.03.2016 im Ministerialblatt veröffentlicht (MBl. NRW vom 04.03.2016, S. 108).

Allgemeines

Der Zuschuss für ein Projekt im Rahmen von EIP ist auf max. 1.000.000 EUR begrenzt.

Der Fördersatz beträgt 100 Prozent für Projekte mit ausschließlichem Bezug auf landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Anhang I zu Art. 38 AEUV. Für Projekte ohne ausschließlichen Bezug auf landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Anhang I zu Art. 38 AEUV beträgt der Fördersatz 50 Prozent.

In Ausnahme davon können Investitionen im Sinne von Nr. 6.4.2 lit. i) der Förderrichtlinie mit einem Fördersatz von 60 oder 50 Prozent bzw. mit max. 60.000 EUR (50.000 EUR) je Unternehmen bzw. 180.000 EUR (150.000 EUR) je Innovationsprojekt gefördert werden.

Personalausgaben werden entsprechend der pauschalierten Sätze im EFRE berechnet.

Der Bewilligungszeitraum beträgt max. drei Jahre.

Verfahren

Die geförderten Projekte werden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Dem Antragsverfahren ist dabei ein Wettbewerbsverfahren vorgelagert, in welchem die Innovationskraft der einzelnen Projekte auf Grundlage der zuvor beim Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (MKULNV) eingereichten Projektskizzen durch ein Gutachtergremium beurteilt wird. Das Gremium setzt sich aus unabhängigen Expertinnen und Experten von Hochschulen und Fachbehörden des Landes sowie Praktikerinnen und Praktikern aus den relevanten Förderbereichen zusammen.

Der erste Wettbewerbsaufruf endete am 23.05.2016. Ein weiterer Aufruf wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 erfolgen.

Der Termin der Gutachtersitzung fand am 06. Juli 2016 statt.

Die Projektskizzen werden abschließend in einer Rangliste entsprechend ihrer erreichten Punktzahl im Bewertungsverfahren aufgestellt. Entsprechend dieser Rangliste und der verfügbaren Haushaltsmittel erhalten die am besten bewerteten Projekte vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) eine Aufforderung zur Antragstellung, die aber ausdrücklich keine Zusage einer Förderung darstellt.

Sollten sich im Antragsverfahren Projekte als nicht oder nicht in der beantragten Höhe förderfähig erweisen oder zurückgezogen werden, erhalten die in der Rangliste entsprechend nachfolgenden Projekte nach Verfügbarkeit der Haushaltsmittel eine Aufforderung zur Antragstellung.

Bitte beachten Sie, dass die Aufforderung zur Antragstellung keine rechtliche Aussage trifft, ob ein Projekt gefördert werden kann und gefördert werden wird. Dies wird erst im Rahmen der Antragsprüfung festgestellt. Aus dem Grunde darf bis zur Erteilung eines Bewilligungsbescheides grundsätzlich nicht mit der Durchführung des Innovationsvorhabens begonnen werden!

Antragstellung

Die vollständig ausgefüllten Antragsunterlagen sind innerhalb  der in der Aufforderung zur Antragstellung genannten Frist einzureichen  beim:

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
Fachbereich 17
Leibnizstr.10
45659 Recklinghausen

Geht innerhalb der angegebenen Frist kein Antrag ein, ist eine Förderung des Projektvorhabens nicht mehr möglich!

Für die Antragstellung sind, soweit nicht im Einzelfall durch die Bewilligungsbehörde anderes verlangt wird, die zur Verfügung gestellten Formulare zu verwenden. Außerdem behält sich die Bewilligungsbehörde vor, noch weitere Unterlagen nachzufordern.

Bitte beachten Sie auch die Bearbeitungshinweise zum Ausfüllen des Antragsformulars.

 

Formulare:

 

Weitere Dokumente: