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Aufruf "Innovative Ressourceneffiziente Investitionen"

Die natürlichen Ressourcen auf dem Planeten werden knapp. Deshalb rückt die Ressourceneffizienz immer mehr in den Mittelpunkt der Politik. In der EU-Strategie „Europa 2020“ ist vom „Ressourcenschonende Europa“ die Rede – was aber heißt das? Das Wirtschaftswachstum muss konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, und der schonende und effiziente Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist dafür unerlässlich. Der jetzt gestartete Aufruf „Innovative ressourceneffiziente Investitionen“ des NRW-Umweltministeriums richtet sich an kleine und mittlere produzierende Unternehmen, die mit ihren innovativen Maßnahmen auf diesem Weg Vorreiter sein wollen und jetzt EU-Fördermittel zur Unterstützung der Umsetzung bekommen können.

Die folgenden Punkte geben Ihnen einen Überblick, welche grundsätzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. 

Wer kann Anträge stellen?

Antragsberechtigt sind Sie: 

als Kleinst-, kleines und mittleres Unternehmen (KMU) nach der Definition der Empfehlung der Kommission 2003/361/EG, d. h. als Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiter/-innen und einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. EUR bzw. einer Jahresbilanz von unter 43 Mio. EUR.

Gegenstand des Aufrufs sind innovative Maßnahmen

zur Gestaltung von ressourceneffizienten Produktionsverfahren im Sinne des

  • produktionsintegrierten Umweltschutzes (PIUS);
  • zur Gestaltung neuer energieeffizienter Herstellverfahren, die das Ziel verfolgen, bestehende Produkte durch innovative und ökologisch vorteilhafte Produkte zu ersetzen;
  • für das Recycling und die Wiederverwendung von Abfall anderer Unternehmen.

In Fällen, in denen die Maßnahmen der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 24. November 2010 über Industrieemissionen (integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) (IED-Richtlinie) unterliegen, können die Merkblätter Beste verfügbare Techniken – (BVT) zur europäischen IED-Richtlinie als Abgrenzungshilfe für innovative Maßnahmen dienen.

Wie können Anträge gestellt werden?

Für die Beantragung und Darstellung des Vorhabens sind verpflichtend die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Antragsunterlagen zu benutzen. Darüber hinaus müssen Antragsteller noch eine Bescheinigung in Steuersachen (vom Finanzamt) und einen aktuellen Auszug aus dem Handels-, Vereins- oder Partnerschaftsregister (vom Amtsgericht) beibringen, um die Antragsunterlagen zu komplettieren.

Der Antrag inklusive aller Anlagen soll in zweifacher Ausfertigung – einseitig bedruckt, ohne Trennblätter, nicht geheftet oder gebunden sowie gelocht – beim LANUV NRW eingereicht werden. Der AUFRUF „INNOVATIVE RESSOURCENEFFIZIENTE INVESTITIONEN" untergliedert sich in drei Einreichungsphasen, die zu den folgenden Terminen enden:

  • 28. April 2017
  • 29. September 2017
  • 02. März 2018 

Darüber hinaus ist es erforderlich, dem LANUV NRW eine Kopie des Antrags mit allen Anlagen auf einem elektronischen Datenträger (z. B. USB-Stick) zur Verfügung zu stellen.

Die Anträge sind zu richten an:

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
(LANUV NRW)
Auf dem Draap 25
40221 Düsseldorf
Stichwort: "Innovative ressourceneffiziente Investitionen"

Eingereichte Anträge stehen untereinander im Wettbewerb. Die eingegangenen Anträge werden in förderrechtlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht sowie hinsichtlich ihrer Innovation vom LANUV NRW, Düsseldorf, und der Effizienz-Agentur NRW (EFA NRW), Duisburg, geprüft und bewertet.

Zum Begutachtungsprozess können grundsätzlich nur Vorhaben zugelassen werden, für die vom antragstellenden KMU alle erforderlichen Nachweise eingereicht bzw. die Voraussetzungen erfüllt wurden.

Die begutachteten Vorhaben werden in einem unabhängigen Gutachtergremium beraten. Das Gremium schlägt eine Auswahl von förderungswürdigen Projekten für das Bewilligungsverfahren vor.

Die Auswahlrunden durch das Gutachtergremium finden voraussichtlich am

  • 28. Juni 2017,
  • 30. November 2017,
  • 03. Mai 2018

statt.

Besonderheiten der Förderung

Der Aufruf „Innovative ressourceneffiziente Investitionen“ ist Bestandteil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den besondere Fördervoraussetzungen bestehen.

Ausgabenerstattungsprinzip

Im Rahmen der EFRE-Förderung gilt das Ausgabenerstattungsprinzip. Danach darf eine Auszahlung an den Zuwendungsempfänger nur erfolgen, wenn dieser zuwendungsfähige Ausgaben bereits getätigt und sie durch quittierte Rechnungen oder gleichwertige Buchungsbelege nachgewiesen hat. Förderfähig sind lediglich Ausgaben, keine Kosten, die während der Projektlaufzeit entstehen.

Personalausgaben- / Gemeinausgabenpauschale

Wenn Personalausgaben gefördert werden, so werden für die zuwendungsfähigen Ausgaben Pauschalen angesetzt. Die Pauschalen gelten sowohl bei der Bemessung, als auch bei der Abrechnung der Zuwendung. Für die Bemessung der Personalausgabenpauschale gibt es vier Leistungsgruppen. In diese Leistungsgruppen ist das Personal entsprechend der Tätigkeit im Projekt einzugruppieren.

Die Gemeinausgaben werden ebenfalls als Pauschale gefördert. Die Gemeinausgabenpauschale beträgt 15% auf der Grundlage der Personalausgabenpauschale. 

Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte den auf dieser Seite verlinkten Unterlagen.