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Gebäude

Sämtliche Landesgebäude in Nordrhein-Westfalen werden seit Anfang 2016 mit Ökostrom versorgt. Das heißt, die rund 337 Gigawattstunden Strombedarf pro Jahr werden zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Dies wird durch Herkunftsnachweise des neuen Stromanbieters, der Stadtwerke München Versorgungs- GmbH, belegt. Die hundertprozentige Tochter der Stadtwerke München erhielt den Zuschlag im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung. Im Vergleich zum Vorjahr können die Kosten für die Stromlieferung dabei um rund acht Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden.

Das Land hat dabei im Rahmen der Stromlieferungen eine stetig ansteigende Neuanlagenquote (Ökostromanlagen, die nicht älter als sechs Jahre sind ) von 33 Prozent im Jahr 2016 über 40 Prozent im Jahr 2017 bis hin zu 50 Prozent im Jahr 2018 vorgegeben. So werden auch Marktimpulse zur Investition in neue Ökostromanalgen wie Windenergie- oder Solaranlagen ausgelöst.

Neubau Duisburg

Das LANUV plant einen Neubau in Duisburg. Bei den Planungen für den Neubau wird großer Wert auf den Klimaschutz gelegt und versucht, die CO2-Emissionen so gering wie möglich zu halten. Für das Büro- und Laborgebäude sollen daher die Anforderung der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) um 50 Prozent unterschritten werden ("Passivhausstandard"). Beim Primärenergiebedarf (Heizung, Strom und Energie für Warmwasserbereitung) soll das Bürogebäude die Anforderungen der EnEV 2009 um mindestens 50 Prozent und beim Laborgebäude um mindestens 30 Prozent unterschreiten.

Ein weiteres Ziel des Neubaus am Standort in Duisburg ist, dass mindestens 50 Prozent des dortigen Primärenergiebedarfes durch vom LANUV selbst genutzte Erneuerbare Energie-Systeme gedeckt werden. Hierfür werden verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes Erneuerbarer Energien geprüft, wie etwa Photovoltaik, Solarthermie, Kleinwindanlagen, Blockheizkraftwerke mit regenerativem Brennstoff (z.B. Biomethan) oder Geothermie.

Mit dem Neubau wird auch eine deutlich bessere Anbindung an den ÖPNV gewährleistet. So wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Anreiz geschaffen, vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren und damit den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Der neue Standort in Duisburg liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, der Fußweg beträgt nur rund 200 Meter.

Erneuerbare Energien

Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem klimaneutralen LANUV ist der vermehrte Einsatz Erneuerbarer Energien. Neben dem Neubau des LANUV-Standortes in Duisburg, wo  mindestens 50 Prozent des Energiebedarfes durch Erneuerbare Energien gedeckt werden soll, soll auch bei Bestandsgebäuden ein möglichst hoher Teil des Energiebedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt werden, wenn dies wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.

Das LANUV prüft daher, ob mittelfristig der Bau einer größeren Photovoltaikanlage am Standort in Essen möglich ist. Der Standort in Essen ist durch einen gemischten Betrieb aus Büro- und Labornutzung geprägt, sodass auch bei einer größeren Anlage ein hoher Eigenverbrauchsanteil des produzierten Stroms vor Ort gewährleistet ist.

Schon seit 2006 verfügt das Tagungshaus der Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) in Recklinghausen über eine Solarstromanlage, die durch den BUND NRW finanziert wurde. Mit der Anlage werden jährlich ca. 8 Tonnen CO2 eingespart. Die potenzielle Leistung der Anlage beträgt etwa 10.80 KWp (Kilowatt-Peak). Die Anlage kann etwa 8000 Kilowattstunden elektrischen Strom jährlich erzeugen, was dem durchschnittlichen Jahresbedarf von zwei Vierpersonenhaushalten entspricht.

Liegenschaftsenergiekonzept Essen

Auch wenn das LANUV nicht Eigentümer, sondern nur Mieter seiner Liegenschaften ist, wurden umfangreiche Untersuchungen zur energetischen Optimierung von Gebäuden am langfristig gesicherten Standort in Essen durchgeführt. Das 2015 erarbeitete Liegenschaftsenergiekonzept zeigt detailliert das Optimierungspotenzial und konkrete Handlungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen wie der technischen Gebäudeausrüstung, der thermischen Gebäudehülle oder dem Einsatz erneuerbarer Energien auf. Hier sollen in Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW wichtige Energieeinsparpotenziale genutzt werden.