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Indikatoren zum Klimawandel - Das Klimafolgen- und -anpassungsmonitoring (KFAM)

Abbildung 1: Aufbau des Klimafolgen- und Anpassungsmonitorings (KFAM) NRW

Am 23. Januar 2013 hat der Landtag das Klimaschutzgesetz NRW (KSG) beschlossen. Damit wurden zum ersten Mal in Deutschland sowohl Minderungsziele für Treibhausgasemissionen, als auch die Begrenzung der negativen Auswirkungen des Klimawandels durch Anpassungsmaßnahmen gesetzlich festgelegt. Gemäß § 8 KSG ist ein umfassendes wissenschaftliches Monitoring der Klimaschutzplanziele und -maßnahmen vorgeschrieben. Die Aufgabe des Monitorings ist es dabei, die Beiträge der sehr unterschiedlichen Maßnahmen des Klimaschutzplans hinsichtlich der Erreichung der Klimaschutz- und Klimaanpassungsziele zu erfassen und zu bewerten. Im Bereich Klimaanpassung soll das Monitoring durch das Projekt "Klimafolgen- und Anpassungsmonitoring (KFAM) NRW" entwickelt und umgesetzt werden. Dieses lässt sch durch die in Abbildung 1 dargestellten Säulen beschreiben.

Säule 1 bildet somit die bisherige Klimaentwicklung in NRW ab, die durch verschiedene Indikatoren im  Klimafolgenmonitoring NRW (Bereich Klima) bereits beschrieben werden. Auch zu Säule 2 gibt es Indikatoren im Klimafolgenmonitoring NRW, allerdings beziehen diese sich ausschließlich auf die Natur- und Umweltbereiche. Somit wird das KFM durch das Projekt KFAM im Bereich der Säule 2 auf alle Handlungsfelder des Klimaschutzplans (KSP) ausgeweitet. In Säule 3 soll die Wirkung der Klimaanpassungsmaßnahmen erfasst werden. Die Maßnahmen des Klimaschutzplans sind jedoch in vielerlei Hinsicht heterogen, was sich unter anderem in der Vielzahl der unterschiedlichen Umsetzungsinstrumente oder des zeitlichen Wirkungshorizonts widerspiegelt. Das Monitoring soll sich dieser Problematik in einer praktikablen Weise annehmen. Die erforderlichen Daten sollen mit einem angemessenen Aufwand erhoben werden können. Daher wird, wo immer möglich, auf etablierte Instrumente und vorhandene Daten zurückgegriffen. Säule 4 bildet schließlich den Umsetzungsstand der Maßnahmen ab, welcher durch ein online-Tool abgefragt wird.

Die Berarbeitung des Projekts erfolgt in einer Kooperation mit dem Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr an der RWTH Aachen University.