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Projekte

Im Folgenden wird eine Übersicht ausgewählter Projekte gezeigt, die im Rahmen des Innovationsfonds im Handlungsfeld Boden gefördert wurden. Des weiteren sind die Ergebnisse der Projekte in der Broschüre Klimawandel und Boden zusammengefasst.

Einfluss des globalen Klimawandels auf die räumliche und zeitliche Variabilität der Niederschlagserosivität in NRW

In dieser Studie wurde eine Trendanalyse zur Regenerosivität (d.h. die potenzielle Fähigkeit von Wasser, Erosionen auszulösen) und deren räumlicher Verteilung in Nordrhein-Westfalen erstellt. Dafür wurden hoch aufgelöste Niederschlagsdaten von über 60 Messstationen ausgewertet, die über einen Zeitraum von bis zu 70 Jahren ermittelt worden waren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erosionsgefährdung durch Wasser zunimmt, da es durch den Klimawandel häufiger zu kurzzeitigen Starkniederschlägen – mit teilweise gravierenden Folgen – kommt. Die oberen Schichten ungeschützter Böden können dabei abgeschwemmt werden. Dies hat zur Folge, dass landwirtschaftliche Flächen Nährstoffe verlieren können, Gewässer verschlammen können und es schlimmstenfalls zu Schäden an Gebäuden und Verkehrseinrichtungen kommen könnte. Daher sollte dieser Entwicklung mit gezielten Anpassungsmaßnahmen entgegen gewirkt werden.

Abschlussbericht

Humusmonitoring
Bestimmung von organischem Kohlenstoff und C-Pools (POM, BC) in Bodenproben des Intensiv- und Extensivprogramms mittels konventioneller Techniken und mittels MIRS-PLSR

Der Humus im Oberboden enthält viele der wichtigen Nährstoffe für Pflanzen und bildet einen zentralen Lebensraum für die vielfältige Welt der Bodenlebewesen – und ist gemeinsam mit Torf, Bodensedimenten und Mineralien einer der größten CO2-Speicher dieser Erde. Um abschätzen zu können, wie sich der Klimawandel auf die Humusgehalte von Ackerböden in NRW auswirkt, wurde in diesem Projekt ein Humus-Monitoring initiiert. Das Humus-Monitoring erfasst in einer Langzeit-Untersuchung seit 2009 jährlich in drei Regionen (Rheinische Bucht, Kempener Platte, westliches Münsterland) auf 45 Flächen die Humusgehalte von Ober- und Unterböden bis in 60 Zentimeter Tiefe. Diese Quantifizierung ist eine Voraussetzung dafür, die Funktion von Böden als Quelle oder Senke für Kohlenstoff und klimarelevante Spurengase abzuschätzen.

Abschlussbericht