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Klimafolgenmonitoring

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 7.2 - Hitzewarnungen

Einheit: [Anzahl Tage]
Stand: 31.12.2019
Indikatortyp (DPSIR): Impact
Datenquelle: DWD

Bezug zum Klimawandel

Höhere Lufttemperaturen durch den Klimawandel wirken sich auf die menschliche Gesundheit aus. Vor allem während des Sommers können extreme Temperaturen hitzebedingte Belastungen und Krankheiten hervorrufen. Seit 2005 hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) - als Reaktion auf den Hitzesommer 2003 - einen Hitzewarndienst eingerichtet.

Definition und Berechnung

Als Indikator wird die Anzahl der Tage pro Jahr mit Hitzewarnung für NRW verwendet. Hitzewarnungen werden vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben, wenn mit Temperaturen zu rechnen ist, die thermische Belastungen verursachen. Die Warnungen werden auf Landkreisebene herausgegeben. Der DWD hat zwei Warnstufen definiert: die Warnung vor starker Wärmebelastung = Hitzewarnung, sowie die Warnung vor extremer Wärmebelastung = Warnung vor extremer Hitze. Eine starke Wärmebelastung tritt ein, wenn die gefühlte Temperatur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert 32 °C überschreitet und eine nicht ausreichende nächtliche Abkühlung erwartet wird. Als extreme Wärmebelastung werden Tage mit Überschreitung von 38 °C gefühlter Temperatur bezeichnet.

Die gefühlte Temperatur ist eine sogenannte Äquivalenttemperatur, die nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch weitere für das Wärmeempfinden des Menschen relevante Größen, wie zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt durch den DWD anhand des Klima-Michel-Modells. Der DWD hat den Hitzewarndienst im Jahr 2005 eingerichtet.

Dargestellt wird die Anzahl der Tage mit Hitzewarnungen sowie mit Warnungen vor extremer Hitze seit Beginn der Messungen, wenn für mindestens einen Landkreis in NRW eine Hitzewarnung der entsprechenden Stufe vom DWD herausgegeben wurde. Für alle Zeitreihen erfolgt eine Trendberechnung nach dem Mann-Kendall-Test. Ein signifikanter Trend wird als lineare Trendgerade in der Grafik dargestellt. Zusätzlich wird die Veränderung in Tagen über die Zeitreihe berechnet.

Zeitreihe und Trend

Im Mittel über den Zeitraum 2005 bis 2019 traten in NRW 9 Tage pro Jahr mit Hitzewarnungen sowie etwa ein Tag mit „Warnung vor extremer Hitze“ auf. Besonders auffällig ist das Jahr 2018 mit 19 Tagen mit Hitzewarnungen. Auch 2019 zeichnet sich durch überdurchschnittlich viele Warntage aus.

Die Anzahl der Tage mit Hitzewarnungen zeigt eine hohe Variabilität, in manchen Jahren tritt die Stufe „Warnung vor extremer Hitze“ nicht auf. Es ist bisher kein signifikanter Trend feststellbar. Tendenziell zeigen die Zeitreihen für beide Warnstufen eine leichte Zunahme. Aufgrund der kurzen Zeitreihe sind Trendaussagen jedoch äußerst schwierig und somit vorsichtig zu interpretieren.

Grafische Darstellung

 

Abbildung  Anzahl der Tage mit Hitzewarnungen und Warnung vor extremer Hitze in NRW seit 2005

 © LANUV NRW 2021

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