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Klimafolgenmonitoring

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Herzlich Willkommen im Klimafolgenmonitoring in Nordrhein-Westfalen

Das LANUV hat in diesem Fachinformationssystem insgesamt 31 Indikatoren aus 7 Umweltbereichen zusammengestellt, um die Entwicklung des Klimas und seiner Folgen in Natur und Umwelt in Nordrhein-Westfalen abbilden zu können. Mit der Aktualisierung der Indikatoren im Juni 2020 sind nun alle fortlaufenden Indikatoren auf das Erhebungsjahr 2019 aktualisiert worden. Zwei neue Indikatoren sind 2019 neu in das Set aufgenommen worden: Humusmonitoring (Indikator 4.3 Humusvorräte) und Tropennächte (Indikator 7.4 Tropennächte). Außerdem sind zwei Indikatoren mit einem 10-jährigen Aktualisierungsturnus auf den Stand 2018 gebracht: Niederschlagsextreme (Indikator 1.08 Niederschlagsextreme) und Regenerosivität (Indikator 4.2 Regenerosivität).

Insgesamt zeichnete sich 2019 durch hohe Temperaturen und einen niederschlagsarmen Sommer aus. Dabei zeigte sich mit 10,7 °C wieder eine ungewöhnlich hohe Jahresdurchschnittstemperatur, womit 2019 direkt hinter 2018 und 2014 liegt, den beiden wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen (Indikator 1.01 Temperatur). Dies ist vor allem auf die hohen Mitteltemperaturen im Sommer zurückzuführen - auch hier liegt 2019 an dritter Stelle der wärmsten Sommer seit Beginn der Messungen. Frühling, Herbst und Winter lagen ebenfalls über dem Durchschnitt (Indikator 1.02 Jahreszeiten Temperatur). Viele warme Temperaturkenntage (Indikator 1.04 Temperaturkenntage warm) und wenige kalte Temperaturkenntage (Indikator 1.03 Temperaturkenntage kalt) bildeten das insgesamt zu warme Jahr ebenfalls ab. In der Folge wurden an der Station Kahler Asten auch nur 9 Schneetage gemessen - so wenige wie noch in keinem Jahr zuvor (Indikator 1.09 Schneetage).

Auch die phänologischen Ereignisse spiegeln die klimatischen Bedingungen von 2019 sehr gut wieder: Ein kurzer Winter gekoppelt mit einem früh einsetzendem Frühling führte mit 235 Tagen zu einer der längsten Vegetationsperioden seit Beginn der Messungen (Indikator 3.1 Länge der Vegetationsperiode; Indikator 3.2 Beginn der Phänologischen Jahreszeiten; Indikator 3.3 Dauer der phänologischen Jahreszeiten).

Der insgesamt zu warme Sommer war geprägt durch viele Tage mit Hitzewarnungen (Indikator 7.2 Hitzewarnungen), einer hohen Wärmebelastung (Indikator 7.1 Wärmebelastung) und übersurchschnittlich vielen Tropennächten (Indikator 7.4 Tropennächte). Insbesondere im Sommer gab es auch wieder unterdurchschnittlich wenig Niederschlag (Indikator 1.05 Niederschlag). Damit war der Sommer 2019 direkt in Folge nach 2018 wieder ein Sommer mit einer extrem hohen Waldbrandgefahr (Indikator 6.1 Waldbrandgefahr). Die zwei sehr trockenen Jahre direkt in Folge führten dazu, dass die Grundwasserstände in NRW 2019 an den im Klimafolgenmonitoring überwachten Stationen extrem niedrig lagen - in Hamminkeln und Rati-Fahrenkotten sogar auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen fielen (Indikator 2.4 Grundwasserstand).

Eine weitere Folge ist die hohe Verdunstung: auch die Evapotranspiration lag 2019 mit 620 mm das zweite Mal nach 2018 über der 600 mm-Marke (Indikator 2.6 Evapotranspiration). Die klimatische Wasserbilanz hingegen stieg wieder, nachdem sie 2018 das erste Mal seit Beginn der Messungen (1961) einen negativen Wert anzeigte, 2019 wieder in den positiven Wertebereich (Indikator 2.1 klimatische Wasserbilanz).

Weitere Informationen zum Klima und seinen Folgen in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter:

Beachten Sie außerdem unser Konzept zum Klimafolgenmonitoring.

Nachfolgend sind alle 31 Indikatoren geordnet nach den sieben Umweltbereichen aufgelistet:

Klima und Atmosphäre

Wasser

Ökosysteme und Biodiversität

Boden

Landwirtschaft

Forstwirtschaft

Menschliche Gesundheit

 © LANUV NRW 2020

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