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Klimafolgenmonitoring

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Herzlich Willkommen im Klimafolgenmonitoring in Nordrhein-Westfalen

Das LANUV hat in diesem Fachinformationssystem insgesamt 30 Indikatoren aus 7 Umweltbereichen zusammengestellt, um die Entwicklung des Klimas und seiner Folgen in Natur und Umwelt in Nordrhein-Westfalen abbilden zu können. Mit der Aktualisierung der Indikatoren im Jahr 2019 sind nun alle fortlaufenden Indikatoren auf das Erhebungsjahr 2018 aktualisiert worden.

Insgesamt zeichnete sich 2018 durch hohe Temperaturen und eine ausgeprägte Trockenheit aus. Dabei zeigte sich mit 11 °C eine ungewöhnlich hohe Jahresdurchschnittstemperatur, die 2018 zusammen mit 2014 zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen macht (Indikator 1.01 Temperatur). Dies ist vor allem auf die hohen Mitteltemperaturen im Frühling und Sommer zurückzuführen (Indikator 1.02 Jahreszeiten Temperatur). Die warmen Temperaturkenntage (Indikator 1.04 Temperaturkenntage warm) bildeten die warme Jahreshälfte ebenfalls ab: mit 76 Tagen wurden noch nie so viele Sommertage seit Beginn der Messungen 1891 gezählt, wie 2018. Auch sehr viele Heiße Tage (insgesamt 18) traten auf. Hier konnten nur 1911 und 1927 mehr registriert werden. Warme Lufttemperaturen führen zwangsläufig auch zu hohen Boden- und Gewässertemperaturen: diese zeigten an den ausgewählten Stationen ebenfalls für 2018 so hohe Temperaturen wie noch nie seit Beginn der Messungen, wobei die Zeitreihen hier sehr viel kürzer sind (Indikatoren 2.2 Gewässertemperatur und 4.1 Bodentemperatur). Eine weitere Folge ist die hohe Verdunstung: auch die Evapotranspiration lag 2018 mit 647 mm mehr als 150 mm über dem Durchschnitt der Messreihe und überstieg darüber hinaus das erste Mal die 600 mm-Marke (Indikator 2.6 Evapotranspiration).

Auf der anderen Seite war es seit 1959 in NRW auch nicht mehr so trocken wie 2018 (Indikator 1.05 Niederschlag), insbesondere verursacht durch die fehlenden Niederschläge im Sommer und Herbst (Indikator 1.06 Jahreszeiten Niederschlag). Die klimatische Wasserbilanz zeigte 2018 das erste Mal seit Beginn der Messungen (1961) einen negativen Wert (Indikator 2.1 klimatische Wasserbilanz). Und die hohen Temperaturen zusammen mit den fehlenden Niederschlägen führten zu einer sehr hohen Gefahrenlage in unseren Wäldern: seit Beginn der Messungen (ebenfalls 1961) gab es noch nie so viele Tage hoher Waldbrand-Gefahrenstufen wie im abgelaufenen Jahr (Indikator 6.1 Waldbrandgefahr).

Letztendlich sind es dann wir Menschen, die unter den hohen Temperaturen leiden: 2018 war geprägt durch viele Tage mit Hitzewarnungen (Indikator 7.2 Hitzewarnungen) und einer hohen Wärmebelastung (Indikator 7.1 Wärmebelastung).

Weitere Informationen zum Klima und seinen Folgen in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter:

Beachten Sie außerdem unser Konzept zum Klimafolgenmonitoring.

Nachfolgend sind alle 30 Indikatoren geordnet nach den sieben Umweltbereichen aufgelistet:

Klima und Atmosphäre

Wasser

Ökosysteme und Biodiversität

Boden

Landwirtschaft

Forstwirtschaft

Menschliche Gesundheit

 © LANUV NRW 2018

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