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Gewässerstrukturgüte in NRW 2005,
"Mehr als nur Wasser"

  

Die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union verlangt eine ganzheitliche Gewässerschutzpolitik, welche die ökologische Funktionsfähigkeit der Fließgewässer unter Einbeziehung der Gewässerstruktur zugrunde legt. Naturnahe Strukturen sind die Voraussetzung für vielfältige Lebensräume und damit für naturraumtypische Gewässerbiozönosen.

Dieser Ansatz erfordert eine neue Betrachtung der Gewässer. Um den ökomorphologischen Zustand zu ermitteln und zu bewerten, in dem sich die Fließgewässer Nordrhein- Westfalens befinden, erhebt die staatliche Wasserwirtschaftsverwaltung deshalb bereits seit 1999 nach bundesweit einheitlichen Vorgaben die Strukturgütedaten aller Fließgewässer im Lande.

Mittlerweile liegen für mehr als 370 Fließgewässer mit einer Gewässerlänge von über 10.000 km Strukturgütedaten vor. 142 Fließgewässer mit einer Gesamtlänge von rd. 6.000 km sind in der beiliegenden Gewässerstrukturgütekarte des Landes Nordrhein-Westfalen dargestellt. Die Karte zeigt anschaulich, dass viele Gewässer durch Ausbaumaßnahmen der Vergangenheit mehr oder weniger stark verändert wurden. Strukturen sind in der Karte durch die Farben gelb (stark verändert), orange (sehr stark verändert) oder rot (vollständig verändert) gekennzeichnet.

Gewässer bzw. Gewässerabschnitte, die gegenüber dem Leitbild nur mäßig (grün) bzw. gering (blau) verändert wurden und sich damit unter ökomorphologischen Gesichtspunkten in einem "guten" bis "sehr guten" Zustand befinden. Diese Gewässer gilt es besonders zu schützen.

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                                                       Landesumweltamt NRW 2005