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Fachbericht 40

Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW

Teil 1 - Windenergie

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Erneuerbaren Energien deutlich auszubauen. Der Anteil des Windstroms an der nordrheinwestfälischen Stromversorgung soll von derzeit knapp 4 % auf mindestens 15 % bis zum Jahr 2020 gesteigert werden.

Als Unterstützung zum Erreichen dieser Ziele hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) mit der Durchführung der Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW beauftragt. Der erste Baustein ist die vorliegende Analyse zur Windenergie.

Die Studie liefert zwei wesentliche Grundlagen zum Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen:

  1. das Zusammenfassen aller verfügbaren Daten zur Raumnutzung und zu Winderträgen in Nordrhein-Westfalen und deren Bereitstellung im “Energieatlas NRW” sowie
  2. die auf dieser Basis abgeleiteten Windpotenziale.

Diese zusammengestellten Informationen werden im "LANUV-Fachbericht 40, Teil 1: Windenergie" und im digitalen Fachinformationssystem "Energieatlas NRW" (www.energieatlas.nrw.de) zur Verfügung gestellt.

 

Teil 2 - Solarenergie

In Nordrhein-Westfalen hat sich der solare Anteil an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Waren Ende 1999 etwa 3.000 Anlagen mit einer Leistung von weniger als 13 MWP in NRW installiert, speisten 2011 über 160.000 Anlagen mit fast 2.900 MWP Leistung in das Stromnetz ein. 19 % des erneuerbaren Stroms in NRW stammten 2011 aus der Photovoltaik. Damit steht die Solarenergie hinter Windkraft und Biomasse an dritter Stelle der Strom produzierenden erneuerbaren Energieträger.

Die vorliegende Studie zeigt jedoch auch, dass aktuell nur 3 % des technischen Solarenergiepotenzials in NRW genutzt wird. Es bestehen also noch erhebliche Ausbaupotenziale. Mit dem vorliegenden Bericht liegt für NRW nun ein umfangreiches Basiswerk vor, in dem der aktuelle Beitrag der Solarenergie sowie die nicht genutzten Potenziale auf Gemeinde- und Kreisebene ablesbar sind.

Zusammen mit den Teilen 1 (Windenergie) und 3 (Bioenergie) der "Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW" wird den Kommunen und Kreisen damit eine Entscheidungshilfe an die Hand gegeben, wie sie Erneuerbare Energien vor Ort am effektivsten ausbauen können.

Teil 3 - Bioenergie

Bioenergie liefert schon heute einen bedeutenden Anteil zur Energieversorgung Nordrhein-Westfalens. Sie bietet den Vorteil, sowohl Strom als auch Wärme liefern zu können. Zudem kann sie bei Bedarf gespeichert werden und damit zur Versorgungssicherheit beitragen.

Die vorliegende Studie beschreibt die Potenziale aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Abfallwirtschaft unter Berücksichtigung der Aspekte Umweltverträglichkeit und Nutzungskonkurrenzen in verschiedenen Szenarien. Anders als bei der Wind- und Solarenergie werden in NRW im Bereich der Biomasse bereits große Anteile der vorhandenen Potenziale energetisch genutzt. Trotzdem bestehen noch Ausbaupotentiale, die unter nachhaltigen und naturverträglichen Bedingungen genutzt werden könnten.

Zusammen mit den ersten beiden Teilen Wind- und Solarenergie bietet der Fachbericht wichtige Erkenntnisse für zukünftige Weichenstellungen im Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das Bild der Möglichkeiten und Grenzen in NRW wird damit weiter vervollständigt. Der Öffentlichkeit werden die Ergebnisse im Fachinformationssystem "Energieatlas NRW" (www.energieatlas.nrw.de) zur Verfügung gestellt.

 

 

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