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Ereignisse und Störfälle in Industrieanlagen

21. März 2012: PCB im Dortmunder Hafengebiet, Firma ENVIO

Mess- und Untersuchungsergebnisse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz

Nahrungspflanzen

Bodenuntersuchungen

Neues Überwachungsprogramm PCDD/F, PCB ab April 2011

Staubniederschlag/Deposition PCDD/F, PCB

Luftkonzentration PCDD/F, PCB

Fegeproben

Mess- und Untersuchungsergebnisse aus 2010

15. April 2012: Freisetzung von Hochofengas in Duisburg

Durch einen Alarm eines CO-Gaswarngerätes an einem Gaskondensattopf einer Hochofengasleitung wurde die Werkfeuerwehr des betroffenen Betriebes alarmiert. Gasmessungen innerhalb und außerhalb des Werksgeländes waren kurzzeitig mit Befund, im weiteren Verlauf konnte jedoch kein CO-Gas mehr gemessen werden. Die alarmierte Polizei und Feuerwehr der Stadt Duisburg sperrten die benachbarten öffentlichen Verkehrswege ab.
Es gab weder Personen-, Umwelt- oder Sachschäden.
Zur Ermittlung der Austrittsstelle sowie der Schadensursache werden Untersuchungen eingeleitet. Hochofengas (Gichtgas) wird gemäß Störfall-Verordnung als hochentzündlich eingestuft. Wegen seines CO-Anteils von ca. 25 % ist das Hochofengas auch als giftig eingestuft.

31. März 2012: Explosion mit Folgebrand in der CDT-Anlage im Chemiepark Marl

Während des Anfahrens der Anlage zur Herstellung von Cyclododecatrien (CDT) enzündete sich aus bisher unbekannter Ursache das Gas 1, 3-Butadien. Bei der Explosion mit Folgebrand wurden zwei Beschäftigte getötet.

1, 3-Butadien ist ein hochentzündliches Gas, kann Krebs erzeugen und kann vererbbare Schäden verursachen. Der Folgebrand erzeugte eine massive Rauchentwicklung und die Anwohner wurden aufgefordert Fenster und Türen zu schließen. Der angeforderte LANUV-Sondereinsatz konnte in den betroffenen Wohngebieten keine Gefahrstoffe messen. Angefallenes kontaminiertes Löschwasser wurde vom LANUV beprobt und in Abstimmung mit dem Umweltministerium NRW und der zuständigen Bezirksregierung zur Aufbereitung freigegeben.

Die Unfallursache wird von Sachverständigen untersucht und wird von den zuständigen Behörden überwacht.

25. Februar 2012: Stofffreisetzung aus einer unterirdischen Rohrleitung in Wesseling

Bei dem Ereignis wurde eine bis jetzt unbekannte Menge von Kerosin (Jet A-1) ins Erdreich freigesetzt. Bei der Leck geschlagenen Rohrleitung handelt es sich um eine Verbindungsleitung zwischen einem Raffinerie-Werksgelände und einem räumlich getrennten, etwa 600 m vom Werk entfernten Tanklager. Die Leckagestelle befindet sich außerhalb des Werks- und Tanklagergeländes unter einem öffentlich zugänglichen Parkplatz.

Die Errechnung der genauen Leckagemenge und die Ermittlung des Schadensumfangs an den Schutzgütern Boden und ggf. Grundwasser sind Gegenstand gutachterlicher Untersuchungen. Die Untersuchungen und weiteren Maßnahmen zur Schadensbeseitigung werden mit der zuständigen Behörde abgestimmt.

26. Januar 2012: Stofffreisetzung in einer Phenolharzanlage in Wülfrath

Bei der Herstellung eines Phenolharzes ereignete sich eine Betriebsstörung. Dabei sind etwa 3 Tonnen eines Reaktionsgemisches aus Phenol, Kresol und Formaldehyd über die Druckentlastungseinrichtung in den dafür vorgesehenen Auffangbehälter übergetreten. Dabei wurde kurzzeitig eine Aerosolwolke in die unmittelbare Nachbarschaft freigesetzt. Hierbei wurden 6 Personen von benachbarten Firmen verletzt. Die verletzten Personen wurden unverzüglich aus dem betroffenen Bereich evakuiert und sofort ärztlich versorgt.

Die Anwohner wurden informiert, Fenster und Türen bis zur Entwarnung geschlossen zu halten. Die freigesetzten Stoffe können zu Reizungen von Haut und Augen führen, sind in hohen Konzentrationen giftig und stehen im Verdacht krebserregend zu sein.

21. Januar 2012: Explosion in einer Polymeranlage in Wesseling

Bei einer Explosion nach einer Ethylen-Freisetzung an einem Hochdruckreaktor in einer Polymeranlage wurden 7 Beschäftigte leicht verletzt, die nach ambulanten ärztlichen Behandlungen wieder entlassen werden konnten. Durch die Explosion entstand Sachschaden innerhalb und außerhalb des Betriebsbereiches. Mit der Ursachenermittlung wurde ein externer Sachverständiger beauftragt und die Ermittlungen werden von den zuständigen Behörden begleitet.

17. Januar 2012: Chlorfreisetzung bei einer Firma für Sicherheitstechnik in Brühl

Bei einer Firma für Sicherheitstechnik in Brühl kam es durch einen Bedienfehler bei der Befüllung eines Tanks zum Kontakt von Salzsäure und Natriumhypochlorit-Lösung (CAS-Nr. 7681-52-9).

Das bei der chemischen Reaktion der beiden Stoffe entstandene Chlor (CAS-Nr. 7782-50-5) wurde in die Werkshalle freigesetzt und führte zur Verletzung von 39 Beschäftigten. Die betroffenen Mitarbeiter wurden umgehend ärztlich versorgt; einige wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Für keinen der Verletzten bestand nach Angaben der Firma Lebensgefahr.

Bei der Firma handelt es sich um einen Betriebsbereich mit Grundpflichten nach der 12. BImSchV.

 

      LANUV NRW 2012

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