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Verbreitung des Laubfrosches in NRW
"Ein König sucht sein Reich": Ein Programm hilft ihm auf die Sprünge !
Unter dem Motto "Ein König sucht sein Reich" wird seit 1990 in einer landesweiten Zusammenarbeit mehrerer Partner ein praxisorientiertes Artenhilfsprogramm für den Laubfrosch (Hyla arborea) durchgeführt. Es führt kreis- und verbandsübergreifend den ehrenamtlich- und amtlichen Naturschutz zusammen.
Warum ein eigenes Schutz-Programm für einen kleinen, grünen Frosch?
... nicht etwa, weil der kleine Kerl ein Sympathieträger ist ("Kermit" aus der Sesamstraße, Märchen vom Froschkönig oder Symbol als Wetterfrosch), sondern weil er in den letzten 20 Jahren sehr selten geworden ist. Er steht heute auf der ROTEN LISTE als "stark gefährdet".
Aber das ist es nicht allein: der entscheidende Grund, ausgerechnet ihn in NRW mit einem ganzen Programm zu fördern ist seine Funktion in der Natur. Er ist Indikator für eine sehr artenreiche Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, Vögeln, Schmetterlingen etc., die genau dort überleben kann wo sauberes Wasser, saubere Luft und sauberer Boden dominieren. Diese Orte gibt es auch (noch) in NRW und dank der Verbreitung des Laubfrosches in NRW immer öfter!
Das Wichtigste zum Programm
Flächenankauf, Laichgewässeranlage und Entwicklung einer "Kulturlandschaft" aus Wiesen, Weiden, Hecken und Feldgehölzen sind die Kernelemente des Programms. Effizienzkontrolle durch Monitoring der jährlichen Bestandsentwicklungen und Öffentlichkeitsarbeit flankieren die Kernelemente des Programms.
Durchgeführt wird das Programm vor Ort durch den ehrenamtlichen Naturschutz (siehe Liste der Kooperationspartner), finanziert vom NRW-Umweltministerium (Düsseldorf) und fachlich beraten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Recklinghausen).
Wie kam der Froschkönig auf die ROTE LISTE ?
Der ländlich geprägten Kulturlandschaft des 19. Jahrhunderts waren die ca. 6 cm kleinen grünen Frösche "Massentiere". Sie kamen überall in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus häufig vor.
Den Beinahgaraus hat ihm der allgemeine Landschaftswandel im ländlichen Raum nach dem 2. Weltkrieg gemacht. Die Intensivierung in der Landwirtschaft, die einherging mit dem Trockenlegen vieler Kleingewässer und dem Beseitigen von Hecken entlang von Wegen und landwirtschaftlichen Parzellen, haben seine Lebensbedingungen so verschlechtert, dass bis Ende des Jahrtausends nur wenige sogenannte Restpopulationen übrig waren.
Der Niedergang der Laubfroschvorkommen in Nordrhein-Westfalen kam nicht plötzlich, er wurde im Rahmen von Amphibienkartierungen seit den 70er Jahren beobachtet und durch etliche Veröffentlichungen belegt.
Die Notbremse wurde in den 90er Jahren gezogen. Es entstand eine Gemeinschaftsinitiative aus privatem und staatlichem Naturschutz in Form eines Artenhilfsprogramms für den Laubfrosch.
Der Laubfrosch im Internet
Auf diesen Seiten werden Informationen zur Art (Biologie, Ökologie, Gefährdung), zum Schutz (Kooperation, wer macht was und wo) und zu vielen weiteren Aspekten des speziellen Artenschutzes publiziert. Dadurch ist es möglich, sich schnell über die vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Kooperation des Gemeinschaftsprojektes "Ein König sucht sein Reich" zu informieren und die lokalen Ansprechpartner mit ihren aktuellen Aktivitäten vor Ort genauer kennenzulernen. So haben auch Sie die Möglichkeit, in Ihrer Heimat dem Laubfrosch auf die Sprünge zu helfen.
Aber auch die allgemeinen Informationen zum Laubfrosch selbst können jetzt stets aktuell nachgelesen werden - denn diese Seiten werden kontinuierlich gepflegt und fortgeschrieben.
Darüberhinaus gibt es einen passwortgeschützten Bereich. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich dieser Bereich dem allgemeinen Zugriff entzieht. Er enthält Angaben über genaue Fundorte und Standorte der einzelnen Populationen des Laubfrosches. Dieser Bereich wird gepflegt von den Arbeitsgruppen, die die jeweiligen Standorte betreuen. Wollen Sie sehr spezielle Informationen für das Vorkommen des Laubfrosches in Nordrhein-Westfalen haben, wenden Sie sich bitte direkt an die Kooperationspartner.
LANUV NRW 2007


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