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Aktuelle Luftqualität Stickstoffdioxid (NO2)

Nachfolgend ist der aktuelle Stundenwert für Stickstoffdioxid, der bisherige Tageshöchstwert, sowie der Höchstwert des Vortages für alle Dauermessstationen im LUQS-Messnetz aufgeführt.

Die farbliche Unterlegung der NO2 -Messwerte geht

von sehr gut (blau) bis nach sehr schlecht (rot)

Nach der 1. Tochterrichtlinie zur Luftqualität darf der 1-Stundenwert von 200 µg/m 3 nicht öfter als 18 mal im Kalenderjahr überschritten werden. Dieser Grenzwert ist spätestens ab dem 1. Januar 2010 einzuhalten. Aktuelle Überschreitungen der Konzentrationswerte sind in der Tabelle orange markiert.

In der Richtlinie ist neben dem Grenzwert eine Alarmschwelle für Stickstoffdioxid festgelegt. Sie beträgt 400 µg/m 3 und gilt als überschritten, wenn dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Stunden erreicht wird. Sollte die Alarmstufe überschritten sein, wird sofort umfassend informiert!

Die voraussichtliche Entwicklung der Immissionssituation für den aktuellen und die beiden Folgetage zeigen Prognosen.

Informationen zur Wirkung von Stickstoffdioxid

Als Reizgas mit stechend-stickigem Geruch wird NO2 bereits in geringen Konzentrationen wahrgenommen. Die Inhalation ist der einzig relevante Aufnahmeweg. Die relativ geringe Wasserlöslichkeit des NO2 bedingt, dass der Schadstoff nicht in den oberen Atemwegen gebunden wird, sondern auch in tiefere Bereiche des Atemtrakts (Bronchiolen, Alveolen) eindringt.

Bereits bei relativ niedrigen Konzentrationen kommt es zu einer akuten Erhöhung der Atemwegswiderstände. Diese Akutwirkung bildet sich allerdings nach Beendigung der Exposition rasch zurück. Längerfristige, intensive Belastungen können zu Behinderungen des Gasaustausches, zu Entzündungsreaktionen und zu Beeinträchtigungen der Infektionsresistenz führen.

Bei Gesunden können hohe Konzentrationen zu einer Einschränkung der Lungenfunktion und einer gesteigerten bronchialen Reagibilität (Überempfindlichkeit der Atemwege) führen. Besonders empfindliche Personengruppen, vor allem Asthmatiker, reagieren schon auf niedrigere NO2-Konzentrationen.

Für Stickstoffdioxid kann nach aktuellem Kenntnisstand kein Schwellenwert benannt werden, bei dessen Unterschreiten langfristige Wirkungen von NO2 auf den Menschen ausgeschlossen werden können. Die verfügbaren Ergebnisse aus epidemiologischen Untersuchungen legen nach Auffassung der WHO nahe, dass respiratorische Effekte bei Kindern bei einem Jahresmittel von 50 bis 75 µg/m3 NO2