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Flächenbewirtschaftung
Böden sind eine in Fläche und Leistungsfähigkeit endliche Ressource, da es Jahrhunderte dauert, bis sich auch nur eine wenige Zentimeter mächtige Bodenschicht aufbaut. Daher sind Böden, die in besonderem Maße die natürlichen Bodenfunktionen oder die Funktion als Produktionsgrundlage für die landwirtschaftliche Erzeugung erfüllen, zu schonen. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel erlangen sie wegen ihrer Speicherfähigkeit für Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoff eine steigende Bedeutung.
Der Anteil der Landwirtschaftsfläche in NRW lag im Jahr 2010 bei 49,1 Prozent der Landesfläche. Als Ackerland wurde einer Fläche von 10.523 km² und als Dauergrünland eine Fläche von 3.968 km² genutzt. Die landwirtschaftliche Flächennutzung prägt damit das Landschaftsbild in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens.
Als eine Folge der zunehmenden Flächeninanspruchnahme für den Bau neuer Siedlungen, Gewerbegebieten und Verkehrswegen verringerte sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Zeitraum von 1996 bis 2010 um insgesamt 909 km².
In NRW werden 1.800 landwirtschaftliche Betriebe mit 67.756 ha Fläche ökologisch bewirtschaftet (Stand 31.12.2010). Das sind 4,6% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in NRW und 5,0% aller NRW-Betriebe.
Neben der eigentlichen traditionellen Landwirtschaft, die den Boden zur Produktion für Nahrungs- und Futtermitteln nutzt, gewinnen in den letzten Jahren weitere wirtschaftliche Aktivitäten auf landwirtschaftlichen Flächen an Bedeutung. So wird in vielen Regionen der Boden in zunehmendem Maß für den Anbau nachwachsende Rohstoffe in Anspruch genommen. Die Bereitstellung von Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.
LANUV NRW 2012


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