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Ammoniak

Ammoniak-Emissionen  entstehen bei der Tierhaltung sowie bei der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern. Ammoniak ist die Hauptursache für Stickstoff- und Säureeinträge in naturnahe Ökosysteme. Außerdem trägt Ammoniak zur Bildung von Feinstaub bei. Deutschland ist unter anderem durch die europäische Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen (NEC-Richtlinie) verpflichtet, die Ammoniak-Emissionen auf höchstens 550 000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Dieser Wert wird nach den aktuellen (2015) Berechnungen des Umweltbundesamtes bisher überschritten, so dass verstärkte Bemühungen zur Minderung der Emissionen notwendig sind.

Auch bei der Genehmigung von Tierhaltungsanlagen spielt Ammoniak eine wichtige Rolle. In Abhängigkeit von der Anlagengröße müssen die durch die Anlage verursachten Immissionen, z. B. Ammoniak und Gerüche, beurteilt werden. Mit Hilfe von Ausbreitungsmodellen kann der Transport von Schadstoffen durch die Luft realitätsnah simuliert werden. Ziel der Ausbreitungsrechnung für Ammoniak  ist es, ausgehend von der Ammoniakfreisetzung (Emission) und den meteorologischen Randbedingungen, die Ammoniak-Konzentration (Immission) im Umkreis der Emissionsquelle zu bestimmen, um diese in Summation mit der Vorbelastung mit den bestehenden Grenz-, Richt- oder Orientierungswerten zu vergleichen.