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Wetter, Witterung und Klima

© Deutscher Wetterdienst
Die Begriffe Klima und Wetter treten oft im gleichen Zusammenhang auf. Die Bedeutung der Begriffe ist aber klar voneinander abzugrenzen.
Das Wetter beschreibt den augenblicklichen physikalischen Zustand der unteren Atmosphäre (Troposphäre) zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Er kann durch die messbaren meteorologischen Parameter Lufttemperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Strahlung und Wind, sowie weiterer ableitbarer Größen beschrieben werden. Von Wetter spricht man bei Zeiträumen von wenigen Stunden bis zu einigen Tagen.
Im Gegensatz zum Wetter beschreibt der Begriff „Witterung“ den vorherrschenden Charakter des Wetters an einem bestimmten Ort über Zeiträume von wenigen Tagen bis Wochen.
Der Begriff Klima kann als eine statistische Auswertung der meteorologischen Größen einer Mindestperiode von 30 Jahren verstanden werden. Zu den statistischen Eigenschaften zählen unter anderem Mittelwerte und Extremwerte (z.B. bei Temperatur und Niederschlag), Häufigkeiten (z.B. Sommer- und Frosttage) und Andauerzeiten (z.B. Sonnenscheindauer).
Klimavariabilität: Das langfristige Klima wird natürlicher Weise durch periodische Variationen der Erdbahnparameter (Milankovich-Zyklen), Änderungen der Sonnenaktivität, tektonische Vorgänge und dadurch ausgelöste Änderungen der ozeanischen Zirkulation, Vulkanausbrüche und Beiträge durch natürliche Treibhausgase bestimmt. Zudem tragen Wechselwirkungen und Rückkoppelungen innerhalb des Systems Atmosphäre-Erde-Ozeane zur Bildung des Klimas bei. Die Kryosphäre und die Biosphäre sind zum Beispiel zwei wichtige Komponenten.
Derzeit wird das Klima zusätzlich durch den anthropogenen Treibhauseffekt beeinflusst, der durch die Emission und Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre entsteht.
Das Klima an einem bestimmten Ort ist insbesondere durch die geographische Breite, die Höhe des Standortes, die Hangneigung und Exposition, die Entfernung zum Meer sowie die Oberflächenbeschaffenheit und Oberflächenform gekennzeichnet.
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat sich auf die Perioden 1901-1930, 1931-1960, 1961-1990 etc. als Normalklimaperioden geeinigt, um damit eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Daten sicherzustellen. Zudem dienen diese Zeiträume als Grundlage für viele globale Klimakarten. Abweichende Perioden sind aber ebenso möglich.
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