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Feinstaubkohortenstudie Frauen NRW
Luftgetragene Partikel, insbesondere Feinstaub (PM10, PM2.5) und ultrafeine Partikel, die heutzutage überwiegend aus dem Straßenverkehr stammen, haben unstrittig negative gesundheitliche Folgen im Hinblick auf die Zunahme von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Symptomen, insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen.
Die überwiegende Mehrzahl der weltweit durchgeführten Studien zu den gesundheitlichen Wirkungen von Partikeln liefert dabei Auskünfte über die Folgen kurzzeitiger Erhöhungen der Staubbelastung. Nur wenige epidemiologische Studien hingegen untersuchten bislang die langfristigen Auswirkungen der Staubbelastung auf die menschliche Gesundheit sowie auf die Sterblichkeit (Mortalität) der Allgemeinbevölkerung. Dies gilt vor allem hinsichtlich der langfristigen Feinstaub-Auswirkungen auf die Mortalität älterer Frauen (> 59 Jahre).
Vom damaligen Landesumweltamt NRW wurde daher in Kooperation mit dem Auftragnehmer eine Studie konzipiert, mit der folgende Fragestellungen beantwortet werden sollten:
- Wie ist der aktuelle Wissenstand zu den langfristigen Partikelwirkungen auf die Gesundheit sowie auf die Sterblichkeit der Bevölkerung?
- Wie kann die langjährige Exposition gegenüber Feinstaub quantifiziert werden?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen der langjährigen Exposition gegenüber Feinstaub und der Gesamtsterblichkeit Sterblichkeit bei älteren Frauen (> 59 Jahre)?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen der langjährigen Exposition gegenüber Feinstaub und der todesursachenspezifischen Sterblichkeit mit Bezug auf Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei älteren Frauen (> 59 Jahre)?
Grundlage der Studie bildeten langjährig gesammelte Daten zur Gesundheit von Frauen aus den Wirkungskatasteruntersuchungen in Nordrhein-Westfalen. Die Kohorte umfasste ca. 4800 Frauen deutscher Nationalität, die an den Untersuchungen in den Jahren 1985 bis 1994 teilgenommen haben und zum Zeitpunkt der damaligen Basisuntersuchung zwischen 50 und 59 Jahre alt waren. Bis März 2003 wurde bei diesen Frauen ein Mortalitäts-Follow-Up unter Berücksichtigung der jeweiligen Todesursachen durchgeführt.
LANUV NRW 2009


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