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Weiterentwicklung der Emissionsmesstechnik
Luftverunreinigende Stoffe können nicht nur über Kamine sondern auch als sog. diffuse
Emissionen in die Atmosphäre gelangen. Unter diffusen Emissionen versteht man z. B. Abwehungen
von Halden und bei Beladungsvorgängen, großflächige Deponiegasaustritte
und Leckagen an petrochemischen Industrie- anlagen. Eine quantitative Bestimmung der hierbei
freigesetzten Stoffe ist sehr schwierig, da der zur Berechnung der Emissionsrate erforderliche
Volumenstrom nicht direkt gemessen werden kann. Deshalb beschränken sich Angaben über die
Quellstärke diffuser Emissionen in der Regel auf theoretische Abschätzungen.
Im Rahmen der Weiterentwicklung von Emissionsmessverfahren wird derzeit im LUA eine
Möglichkeit erprobt, die Quellstärke diffuser Emissionen aus Konzentrationsmessungen mit
optischen Fernmessverfahren (FTIR-Langwegspektroskopie)
in Kombination mit einem
Ausbreitungsmodell zu ermitteln. Die Möglichkeiten und Grenzen einer Emissionsratenbestimmung
mittels Quelltermrückrechnung wurden anhand von Feldmessungen an einer Hausmülldeponie und
einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage untersucht, wobei als Leitkomponenten
Methan bzw. Ammoniak ausgewählt wurden. Darüber hinaus wurden zur Validierung der Ergebnisse
der Quelltermrückrechnung und zur besseren Verfahrenskontrolle zusätzlich Gasfreisetzungsversuche
mit einem Tracergas (SF6) vorgenommen.
Die Bewertung der bisher mit dem FTIR-Fernmessverfahren an diesen beiden Anlagentypen
(Flächenquellen) durchgeführten Untersuchungen zeigt, dass die Quellstärken diffuser
Emissionen unter geeigneten Randbedingungen mit einem Fehler von ±30 % berechnet werden
können. Derzeit wird das Verfahren an komplexeren Quelltypen (Volumenquellen) erprobt und
weiterentwickelt.
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