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Großflächige schädliche Bodenveränderungen
In NRW ist insbesondere in immissionsbelasteten Ballungsgebieten, in ehemaligen Erzabbaugebieten und teilweise in Überschwemmungsgebieten mit dem Vorliegen von flächenhaften schädlichen Bodenveränderungen auf Grund erhöhter Schadstoffgehalte zu rechnen. Zwar steht zunächst deren Erfassung und Gefahrenbeurteilung im Vordergrund, im nächsten Schritt stellt sich jedoch die Frage nach dem Umgang mit solchen Flächen. Bislang ist das Angebot an Maßnahmen zur Gefahrenabwehr auf großflächigen, aber nur mäßig belasteten Kulturböden eher unbefriedigend. Hier stehen in erster Linie erprobte Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen zur Auswahl (z.B. Anbaubeschränkungen, pH-Wert-Optimierung). Sanierungstechniken aus dem Altlastenbereich scheiden für derartigen Flächen in der Regel aus. Erfolgversprechende "neue" Maßnahmen, z. B. zur Schadstoffimmobilisierung müssen noch bis zur Praxisreife fortentwickelt werden.
Um hierzu den aktuellen Kenntnisstand, aber auch praktische Erfahrungen auszutauschen, hat das Landesumweltamt NRW gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (MUNLV) und dem Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) zu einem Fachgespräch "Maßnahmen bei großglächigen schädlichen Bodenveränderungen" eingeladen. Am 30.09. und 01.10.2003 kamen etwa 40 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gutachterbüros und Bodenschutzbehörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Essen, um gemeinsam über die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Verfahren zu diskutieren.
In dem Fachgespräch wurden sowohl erprobte Maßnahmen zur Gefahrenabwehr als auch neue Verfahren insbesondere zur Fixierung und Inaktivierung von Schwermetallen erörtert. In NRW wird derzeit unter Federführung des LUA dazu ein umfangreiches Forschungsprojekt durchgeführt.
Eine ausführliche Zusammenfassung des Fachgesprächs, sowie eine umfassende Dokumentation (Download als pdf-Datei 3,7 MB) mit den Beiträgen aller Referenten stehen für eine weitere Information zur Verfügung.
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