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Bodenbewusstsein

Bildlogo Ohne Boden - bodenlos

Das Bewusstsein in der Bevölkerung über den Boden als ein schützenswertes Gut ist im Vergleich zu Wasser, Luft, Pflanzen und Tieren bislang weniger ausgeprägt. Bodenschutz kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn er von der Bevölkerung als sinnvoll erachtet und mitgetragen wird. Das Bodenbewusstsein kann durch Informationen über den Boden selbst und seine vielfältige Bedeutung für Menschen, Tiere, Pflanzen und das Grundwasser verbessert werden. In der Broschüre des Wissenschaftlichen Beirates Bodenschutz Ohne Boden bodenlos - eine Denkschrift zum Boden-Bewusstsein (ca. 8 MB pdf) werden Informationen vermittelt, weshalb Böden für unsere Gesellschaft wertvoll sind, durch welche Einflüsse sie bedroht sind und in welchen Bereichen jeder den Boden schützen kann.

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es bereits zahlreiche Aktivitäten zur Vermittlung von Bodeninformationen. Dies sind z.B.:

  • Im Auftrag des Umweltministeriums NRW wurden bereits 2001
    Empfehlungen zur Verbesserung des Bodenbewusstseins erarbeitet.
  • Mit der 2004 gestarteten landesweiten Kampagne der Naturschutzakademie (NUA NRW)
    Boden will Leben werden im Rahmen von Bodenaktionswochen in Zusammenarbeit mit den Unteren Bodenschutzbehörden der Kreise und Städte Teilaspekte des Bodenschutzes präsentiert.
  • Das LANUV präsentiert mit dem Informationsstand "Boden kennen - Boden schützen" wichtige Themen des Bodenschutzes in NRW.
  • Der Geologische Dienst vermittelt in Veranstaltungen und mit zahlreichen Materialien bodenkundliche und geowissenschaftliche Grundlagen.
  • Im Stadtgebiet von Wuppertal werden auf drei Bodenerlebnispfaden verschiedene Bodenthemen (z.B. Bodenbildung, Bodennutzung) erläutert.
  • Unter dem Motto: "Wir machen gemeinsam Boden gut" haben die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V. und die Stadt Mülheim an der Ruhr sowie viele weitere Projektpartner das Projekt "Mülheimer Bodenschätze" ins Leben gerufen, um das Thema Boden deutlicher ins öffentliche Bewusstsein zu bringen

Ein wichtiges, ergänzendes Element der Informationsvermittlung ist eine umfassende Bodenausstellung. Sie kann als Wanderausstellung insbesondere den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden die Möglichkeit bieten, mit geringem finanziellem Aufwand das Bodenbewusstsein ihrer Bürger zu fördern. Im Auftrag des LANUV wurde daher in einem ersten Schritt eine Konzeption für eine Wanderausstellung zum Bodenschutz erarbeitet.


Anlässlich des jährlichen Weltbodentages am 5. Dezember wurde das erste Mal 2004 der Boden des Jahres ausgerufen. Durch die Aktion "Boden des Jahres" soll die Bedeutung des Bodens für uns Menschen und seine Schutzwürdigkeit vermittelt werden.

      LANUV NRW 2010

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