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Aktuelles
Bodenschutz
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15.06.2011 – LABO-Bericht „Archivböden – Empfehlungen zur Bewertung und zum Schutz von Böden mit besonderer Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte“
Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat den Bericht
„Archivböden – Empfehlungen zur Bewertung und zum Schutz von Böden mit besonderer Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte“ erarbeitet. Ziel des Projektes war es vor allem, fachliche Grundlagen für die Bewertung von Archivböden darzustellen, die Instrumente, die sich zu deren Schutz bewährt haben, aufzuzeigen sowie Empfehlungen für ihre Eignung und für Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Rechtsbereichen zu treffen und entsprechende Handlungsempfehlungen zu formulieren. „Archivböden“ sind gemäß der Definition in § 2 Abs. 2 BBodSchG „Böden mit besonderer Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte“. Dazu gehören z.B. Böden mit besonderer Bodenentwicklung oder mit historischen Bewirtschaftungsformen.
Der Bericht stellt eine wertvolle Arbeitsgrundlage für den Bodenschutz-Vollzug dar. Er ist jedoch nicht als fertiger „Leitfaden“ anzusehen. Die Anwendung des Berichtes erfolgt über länderspezifische Auswertungen zur Schutzwürdigkeit von Böden, für die in NRW durch den Geologischen Dienst die flächendeckende „Karte der schutzwürdigen Böden“ im Maßstab 1:50.000 vorliegt. Auf dieser Grundlage können die Unteren Bodenschutzbehörden weitergehende Detailkartierungen und -auswertungen vornehmen. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der LANUV-Seite „Bodenschutz in Planungsverfahren“ -
01.11.2010 – Arbeitshilfe "Berücksichtigung der Naturnähe von Böden bei der Bewertung ihrer Schutzwürdigkeit“
Die Berücksichtigung der Naturnähe von Böden bietet zum Beispiel in Bereichen, in denen die Bodenkarte im Maßstab 1:50.000 einer Bodenfunktion flächig einen einheitlichen Schutzwürdigkeitsgrad zuordnet, die Möglichkeit einer weitergehenden Differenzierung. Damit kann für Planungs- und Zulassungsverfahren ein zusätzlicher Abwägungsspielraum ermittelt werden. Im LANUV-Arbeitsblatt 15 werden vorliegende Konzepte und Empfehlungen zur Berücksichtigung der Naturnähe von Böden beschrieben, die notwendigen Daten- und Kartengrundlagen genannt sowie Auswertungsmöglichkeiten aufgezeigt.
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15.09.2010 – Bericht „Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bei großflächigen schädlichen Bodenveränderungen (SBV) insbesondere unter gärtnerischer Nutzung“
Im Auftrag des MUNLV wurde von der Ruhruniversität Bochum unter Mitwirkung des LANUV ein Forschungsvorhaben durchgeführt, mittels dessen verschiedene Zuschlagstoffe zur Immobilisierung von Schadstoffen in Böden getestet wurden. Im Vordergrund stand hierbei die Eignungsprüfung unter Feldbedingungen in Kleingartenanlagen. Der Ergebnisbericht steht auf der Themenseite: 'Maßnahmen bei großflächigen schädlichen Bodenveränderungen' zum Download bereit.
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01.07.2010 – Auskunftssystem "Erosionsgefährdungsklassen Wasser und Wind nach Landeserosionsschutzverordnung"
Landwirte, die zur Erosionsvermeidung verpflichtet sind, können ab dem 30. Juni 2010 die Erosionsgefährdungsklassen online abfragen. Die Informationen werden flächendeckend für Nordrhein-Westfalen im Auskunftssystem "Erosionsgefährdungsklassen Wasser und Wind nach Landeserosionsschutzverordnung" des Geologischen Dienstes NRW dargestellt.
Altlasten
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November 2010 – Arbeitshilfe „Hinweise zur Erstellung und Beurteilung von Grundwassermodellen im Altlastenbereich“
Als Hilfestellung für die mit der Vergabe, Begleitung und Abnahme eines Auftrages eines Grundwassermodells befassten Behörden hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz mit externer Unterstützung das Arbeitsblatt 12 „Hinweise zur Erstellung und Beurteilung von Grundwassermodellen im Altlastenbereich“ erarbeitet.
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Januar 2010 – Stand der Anwendung von innovativen In-situ-Sanierungsverfahren und MNA-Konzepten
Der Altlastenausschuss (ALA) der Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat eine bundesweite Übersicht über Fälle mit In-situ-Sanierungen in der gesättigten Zone und eine Übersicht über MNA-Konzepte (Monitored Natural Attenuation) mit Stand Oktober 2009 erarbeitet. Die bundesweite Zusammenstellung enthält insgesamt 269 Sanierungsfälle mit In-situ-Maßnahmen für die gesättigte Bodenzone oder das Grundwasser sowie zusätzlich 95 MNA-Konzepte. Nutzerkreis der Datensammlung sind die Unteren Umweltschutzbehörden. Weitergehende Informationen zu den Einzelfällen können über das LANUV erhalten werden. Bei Bedarf kann Kontakt zu den für die Einzelfallbearbeitung zuständigen Behörden hergestellt werden.
Den nordrhein-westfälischen Stand der Anwendung von innovativen In-situ-Sanierungsverfahren in der gesättigten Zone und MNA-Konzepten hat das LANUV aufgrund der Angaben der Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und ausgewertet. -
November 2009 – Arbeitsblatt „Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Herdsanierungsmaßnahmen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad“ veröffentlicht
Im Rahmen der Altlastenbearbeitung kommt der Sanierung von Grundwasserschäden eine besondere Bedeutung zu. Zahlreiche dieser bei Altlasten durchgeführten Maßnahmen zielen jedoch fast ausschließlich auf die Sanierung der Schadstofffahne im Grundwasser ab. In diesen Fällen können Frachtausträge aus der Schadstoffquelle in die Schadstofffahne über lange Zeiträume andauern. Dies hat lange Sanierungszeiträume mit hohen Betriebskosten zur Folge. Der Aufwand zur Sanierung der Grundwasserfahne lässt sich durch eine Sanierung des Schadensherdes erheblich reduzieren.
In einzelnen Fällen, in denen Verfahren zur Sanierung der Schadstoffquelle eingesetzt wurden, fand jedoch auch nach Abschluss der Sanierungsaktivitäten weiterhin ein Eintrag von Schadstoffen aus dem Schadensherd in die Fahne statt. Diese Feststellung wirft die Frage auf, ob und welche Art einer Teilquellensanierung maßgebliche Auswirkungen auf die Reduzierung der Länge einer Schadstofffahne und die Emissionszeit hat bzw. haben kann. Um einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage zu leisten, wurde im Auftrag des LANUV NRW eine Auswertung von Einzelfällen mit Sanierungsmaßnahmen am Schadensherd durchgeführt. Dazu wurden zunächst mit Hilfe der Kreisordnungsbehörden Einzelfälle erhoben und anschließend geeignete Fälle identifiziert, vertieft recherchiert und ausgewertet.
Der Bericht "Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Herdsanierungsmaßnahmen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad" beschreibt die Vorgehensweise bei der Recherche der Fallbeispiele sowie die Rechercheergebnisse. Weiterhin enthält er Hinweise zur Schadenserkundung, Sanierungszielfestlegung und Verhältnismäßigkeitsabwägung. Obwohl in einigen ausgewerteten Fällen nur eine geringe Anzahl von Daten vorlag, erlauben die Ergebnisse der Recherche die Formulierung von Empfehlungen für die Entscheidung über Art und Umfang von Quellensanierungsmaßnahmen im Einzelfall.
LANUV NRW 2010


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Umwelt
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