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Energienutzung/-verbrauch
Energie kann weder neu geschaffen noch vernichtet werden. Sie hat nur verschiedene Erscheinungsformen. Anders als bei Stoffen, die grundsätzlich vollständig recycelt werden können, ist die Entwertung der eingesetzten Energie zu nicht mehr verfügbarer und damit auch für die Arbeit nicht mehr nutzbarer Energie unvermeidbar.
Bevor die Energie ihre Fähigkeit Arbeit zu verrichten jedoch ausüben kann, muss sie von der Primär- in die Nutzenergie umgewandelt werden. Das führt nicht nur zu großen energetischen Verlusten, sondern darüber hinaus, insbesondere bei der Nutzung fossiler Brennstoffe, auch zu Luftverschmutzung, Abwärme und Abfall.
Da der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Primär- in Nutzenergie nur in engen Grenzen beeinflussbar ist, kann Energieeinsparung im Wesentlichen nur durch Senkung des absoluten Energieverbrauchs geschehen, z.B. durch recyceln (einschmelzen) von Aluminium- oder Eisen/Stahlschrott statt des Einsatzes von Bauxit oder Eisenerz zur Herstellung von Aluminium oder Stahl. Auch durch energetisch optimierte elektrische Antriebe lassen sich in vielen Industriezweigen erhebliche Energieeinsparungen erzielen.
Es gilt also Energie möglichst umweltfreundlich zu erzeugen und sparsam und wirtschaftlich einzusetzen. Das vermeidet gleichzeitig Emissionen in Luft, Wasser und Boden.
Im Landesumweltamt NRW wurden zu dieser Frage "Konzepte zur Optimierung der Energieversorgung" bei Unternehmen der Wellpappeherstellung, der Textilverarbeitung und bei einer Brauerei entwickelt. Der Fachbericht "Ein Beispiel aus der Brauereibranche" steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.
Andererseits wiederum benötigen auch Maßnahmen zur Umweltentlastung Energie. Beispielsweise verbrauchen die den Kraftwerken nachgeschalteten Entschwefelungs- und Stickstoffoxidminderungsanlagen einen gewissen Anteil der dort erzeugten elektrischen Energie.
Neben den Kraftwerken deckt auch die übrige Industrie einen Großteil der von ihr zur Herstellung und Verarbeitung von Stoffen, bzw. Produkten benötigten Energie aus fossilen Quellen. Dabei stehen die Erzeugung von Prozesswärme und der Betrieb elektrischer Aggregate (Motoren) im Vordergrund (z.B. Metall-, Zement-, Chemieindustrie).
Die bei der Nutzung fossiler Energieträger in die Atmosphäre emittierten Spurengase werden u.a. für die globale Erwärmung und den sogenannten "Treibhauseffekt" mitverantwortlich gemacht. Um hier gegenzusteuern, müssen die Industrieländer in den kommenden Jahren ihren "fossilen" Energiebedarf deutlich senken.
Gleichzeitig ist der Einsatz von Energie die entscheidende Voraussetzung für jede technische und wirtschaftliche Aktivität; wobei die Entwicklung auf diesem Sektor durch vielfältige staatliche Maßnahmen beeinflusst und gesteuert wird.
LANUV NRW 2007


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