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Veröffentlichungen des LANUV NRW zu den Themen Bodenschutz und Altlasten

Das LANUV NRW veröffentlicht regelmäßig Arbeitshilfen und Ergebnisse von Untersuchungsvorhaben zu den Themen Bodenschutz und Altlasten. Nachfolgend sind die bisher aus diesen Bereichen in der Schriftenreihe Fachberichte und Arbeitsblätter erschienenen Publikationen zum Herunterladen bereitgestellt. Auch die Veröffentlichungen der Vorläuferreihen "LUA-Merkblätter" und "LUA-Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" (MALBO) sind hier dargestellt. Die Schriftenreihe "Materialien zur Ermittlung und Sanierung von Altlasten" wurde thematisch erweitert in der Reihe MALBO fortgeführt.

In der Reihe "LUA-Informations-/Faltblätter zu Umweltthemen" sind Informationsblätter zu den Themen Bodenschutz und Altlasten erschienen.

Außerdem wird auf folgende Veröffentlichungen hingewiesen:

  • Ergänzend zur 2003 vorgelegten Arbeitshilfe Sickerwasserprognose bei orientierenden Untersuchungen hat der Altlastenausschuss der LABO (ALA) die Arbeitshilfe Sickerwasserprognose bei Detailuntersuchungen vorgelegt. Bestandteil dieser Arbeitshilfe ist das Berechnungsinstrument ALTEX-1D, mit dem Sicherwasserprognoseberechnungen durchgeführt, d. h. Sickerwasserkonzentrationen und –frachten am Ort der Beurteilung quantitativ abgeschätzt werden können.
    Die Umweltministerkonferenz hat mit Beschluss Nr. 12/2007 vom 14. Mai 2007 die Anwendung der Arbeitshilfe in den Ländern empfohlen. Anschließend wurde eine validierte und im Hinblick auf Anwendungsbreite und Benutzerfreundlichkeit entscheidend verbesserte Version des Arbeitsblattes ALTEX-1D (Stand 12/2008) vorgelegt und gemeinsam mit der angepassten Arbeitshilfe von der LABO im März 2009 verabschiedet. In Nordrhein-Westfalen wurde die Arbeitshilfe einschließlich ALTEX-1D per Erlass vom 20.01.2010 eingeführt.
    Die hier veröffentlichte aktuelle Version von ALTEX-1D schließt anschließend durchgeführte Änderungen ein.
  • Im Rahmen eines Projektes des Länderfinanzierungsprogramms „Wasser, Boden und Abfall“ wurde der Bericht „Auswertung internationaler Fachliteratur zu In-situ-Anwendungen in der gesättigten Zone bei der Altlastenbearbeitung“ erarbeitet. In dem Projekt, das durch das LANUV NRW fachlich betreut wurde, sind ca. 90 Publikationen verfahrensbezogen anhand bestimmter Kriterien ausgewertet worden. Diese Publikationen beinhalten technische Beschreibungen von In-situ-Verfahren und dokumentierte Fallbeispiele. Als Ergebnis wurden biologisch, chemisch und physikalisch wirkende In-situ-Verfahren beschrieben, die in der Literatur enthaltenen Informationen statistisch und fachlich ausgewertet sowie verfahrensübergeordnete und verfahrensbezogene Handlungsempfehlungen formuliert.
  • Die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat auf ihrer 22. Sitzung am 11./12.09.2002 einer "Arbeitshilfe für die Qualitätssicherung bei der Altlastenbearbeitung" zugestimmt, die von einem Unterausschuss des Ständigen Ausschusses Altlasten (ALA) der LABO abschließend erarbeitet wurde. Die Arbeitshilfe enthält Hinweise und Erläuterungen für die Vorgehensweise bei der Untersuchung (technischen Erkundung) von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten; sie gliedert sich in acht Themenschwerpunkte. .
  • Die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat ein Informationsblatt beschlossen, das stoffbezogene Berechnungen für insbesondere altlastenrelevante Stoffe und Stoffgruppen für den Pfad Boden-Mensch (direkter Kontakt) sowie Hinweise auf deren Bestimmungen in Bodenmaterialien enthält. Dieses aktualisierte Informationsblatt "Bewertungsgrundlagen für Schadstoffe in Altlasten - Informationsblatt für den Vollzug" (Stand 01.09.2008), dem die Umweltministerkonferenz zugestimmt hat, enthält neben den Prüfwertvorschlägen gegenüber den früheren Fassung zusätzlich „Orientierende Hinweise (stoffbezogene Berechnungen) für flüchtige Stoffe in der Bodenluft“. Das Informationsblatt wurde durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW per Erlass vom 09.12.2008 in Nordrhein-Westfalen eingeführt.
  • Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV), der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) und das Landesumweltamt NRW (LUA) haben eine Broschüre zum Thema "Altlastensanierung in Nordrhein-Westfalen" herausgegeben. .
  • Die Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat ein Positionspapier zur "Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungsprozesse bei der Altlastenbearbeitung" erarbeitet und mit der Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) abgestimmt. Die Umweltministerkonferenz (UMK) hat mit Umlaufbeschluss Nr. 17/2005 dem Positionspapier zugestimmt und den Ländern seine Anwendung empfohlen. Das Positionspapier wurde durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW per Erlass vom 02.11.2005 in Nordrhein-Westfalen eingeführt.Die UMK hat mit Umlaufbeschluss Nr. 5/2009 der überarbeiteten Fassung des Positionspapers zu gestimmt. .
  • Die UMK hat mit Umlaufbeschluss Nr. 5/2009 der überarbeiteten Fassung des Positionspapiers zu gestimmt.
  • Die Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat im Rahmen des Länderfinanzierungsprogramms das Vorhaben Gentoxikologische Bewertung von polaren Verbindungen durchführen lassen. Das Vorhaben wurde durch das Landesumweltamt NRW betreut. .

Fachberichte

Nr.   2: Eintrag von Arzneimitteln und deren Verhalten und Verbleib in der Umwelt
Nr.   7: Bodenbelastungskarte Ruhrgebiet

Arbeitsblätter

Nr.   1: Leitfaden zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten - Teil II: Siedlungsbereiche
Nr.   7: Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Oberflächensicherungen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad
Nr.   8: Innovative Untersuchungsstrategien - Vor-Ort-Untersuchungen auf Altstandorten und Altablagerungen zur Unterstützung des Flächenrecyclings
Nr. 10: Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Herdsanierungsmaßnahmen bei Altlsten im Hinblick auf den Grundwasserpfad
Nr. 11: Hinweise zur Nutzung digitaler Kriegsluftbilder bei der Verdachtsflächenerfassung in Nordrhein-Westfalen
Nr. 12: Hinweise zur Erstellung und Beurteilung von Grundwassermodellen im Altlastenbereich
Nr. 15: Berücksichtigung der Naturnähe von Böden bei der Bewertung ihrer Schutzwürdigkeit
Nr. 17: Leitfaden zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten Teil III: Erfassung von und Umgang mit überschwemmungsbedingten Belastungsbereichen

Merkblätter

Nr.   8: Anforderungen an biologische Bodenbehandlungsanlagen nach dem Mietenverfahren
Nr.   9: Anforderungen an Sachverständige bei der Bearbeitung von Altlasten
Nr. 20: Empfehlungen für die Durchführung und Auswertung von Säulenversuchen gemäß Bundes-Bodenschutz und Altlastenverordnung (BBodSchV)
Nr. 21: Praxisleitfaden zum Einsatz der Ionenmobilitätsspektroskopie bei der Untersuchung von Rüstungsaltlasten
Nr. 22: Weitere Sachverhaltsermittlung bei Überschreitung von Prüfwerten nach der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung für die Wirkungspfade Boden-Mensch und Boden-Nutzpflanze
Nr. 24: Leitfaden zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten Teil I: Außenbereiche
Nr. 38: Analysenverfahren und Parameter zur Untersuchung von Abfällen, Altlasten und schädlichen Bodenveränderungen
Nr. 44: Anforderungen an das Aufbringen und Einbringen von Materialien auf oder in den Boden gemäß § 12 Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
Nr. 55: Handlungsempfehlungen zu Maßnahmen der Gefahrenabwehr bei schädlichen stofflichen Bodenveränderungen in der Landwirtschaft
Nr. 57: Anleitung zur Ermittlung und Abgrenzung von Gebieten mit erhöhten Schadstoffgehalten (GE-Anleitung)

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz ("MALBO")

Band   1: Erhebungen von Altlast-Verdachtsflächen auf militärischen Liegenschaften
Band   2: Mobilität anorganischer Schadstoffe in Böden Nordrhein-Westalens
Band   3: Auswertung der Erfahrungen aus durchgeführten Sicherungsmaßnahmen bei Altlasten
Band   4: Gefäßversuche zum mikrobiellen Abbau von PAK in belasteten Böden
Band   6: Versuche in 4 Großlysimetern zur Beurteilung der Grundwassergefährdung sowie Vergleich mit Elutionsmethoden
Band   7: Nutzungstypische Kontamination auf militärischen Liegenschaften in NRW
Band   8: Mobilisierung von organischen und anorganischen Schadstoffen aus kontaminierten Umweltmaterialien in einem "in-vitro"-Verdauungssystem
Band   9: Leitfaden zur Entwicklung von Rückbaukonzepten im Zuge des Flächenrecyclings
Band 10: Die Untersuchung von Spreng- und Brandplätzen - Erfahrungen und Handlungsempfehlungen aus NRW -
Band 11: Anforderungen an eine Sanierungsuntersuchung unter Berücksichtigung von Nutzen-Kosten-Aspekten
Band 12: Vergleich und Bewertung von Untersuchungsmethoden zur Beurteilung der mobilen und mobilisierbaren Anteile von Gehalten ausgewählter organischer Schadstoffe (PAK) in der ungesättigten Bodenzone - Methodenvergleich -
Band 13: Arbeitshilfe Bodenluftsanierung - Ergebnisse einer Recherche zum Stand der Bodenluftsanierungspraxis mit Handlungsempfehlungen für die Planung und Durchführung von Bodenluftsanierungsmaßnahmen
Band 14: Verzehrsstudie in Kleingärten im Rhein-Ruhr-Gebiet
Band 15: Arbeitshilfe für flächendeckende Erhebungen über Altstandorte und Altablagerungen
Band 16: Mobilität und Mobilisierbarkeit von eisenkomplexierten Cyaniden
Band 17: Vollzugshilfe zur Gefährdungsabschätzung "Boden-Grundwasser"
(siehe hierzu auch: Arbeitshilfe
"Sickerwasserprognose bei orientierenden Untersuchungen" der LABO und
Einführungserlass des MUNLV sowie
Sickerwasserprognose bei der Detailuntersuchung mit dem
Berechnungsinstrument ALTEX-1D)
Band 18: Kriegsbedingte Kontaminationsanteile auf altlastverdächtigen Altstandorten
Band 19: Maßnahmen zur Minderung von Bodenerosion und Stoffabtrag von Ackerflächen

Band 20:

Leistungsbuch Altlasten und Flächenentwicklung 2004/2005

Band 21: Karten der Schwermetallgehalte in Oberböden Nordrhein-Westfalens
Band 22: Digitale Kriegsluftbilder NRW - Hinweise zur Nutzung bei der Altlastenerfassung
Band 23: Übergreifende Auswertung von Boden-, Immissions- und Humandaten zur Schwermetallbelastung im Duisburger Süden
Band 24: Überwachung, Nachsorge und Eigenkontrolle bei der Altlastenbearbeitung.
Ein Leitfaden für die praktische Arbeit in Nordrhein-Westfalen.
Band 25: Grundwasseruntersuchungen an Altlasten im Lockergestein

LANUV-Informationsblätter zu den Themen Bodenschutz und Altlasten

Nr. 7: Altlasten - Situation in Nordrhein-Westfalen
Nr. 8: Bodenschutz beim Bauen - Tipps zum Umgang mit Ihrem Grund und Boden
Nr. 12:

Boden - wir stehen drauf! - Von der Bodenkunde zum Bodenschutz

Nr. 13: Schadstoffe im Boden - Ursachen-Wirkungen-Bewertung - Handlungsempfehlungen

Hinweise auf weitere Veröffentlichungen:

  • Schroers, S., Odensaß, M.: In-situ-Verfahren für die gesättigte Zone: Einsatzmöglichkeiten und erste Beispiele aus Nordrhein-Westfalen. - altlasten spektrum 1/2007, 13-24. .
  • Schroers, S., Odensaß, M.: Auswertung von Grundwassersanierungsmaßnahmen - eine Recherche nordrhein-westfälischer Fälle. - TerraTech 10/2003, TT23-TT28. .
  • Pfeifer, F., Odensaß, M., Schroers, S.: Ergebnisse von Lysimeterversuchen des LUA NRW mit PAK-belasteten Bodenmaterialien im Vergleich zu Säulenversuchsergebnissen. - altlasten spektrum 4/2002, 193-199. .
  • Odensaß, M.: Randbedingungen für Umlagerungen bei Altlastensanierung und Flächenrecycling. - TerraTech 3/2001, 17-23. .
  • Altenbockum, M., Lohan, N., Odensaß, M., Schroers, S.: Bodenluftsanierung in der Praxis - Empfehlungen aus dem Untersuchungsvorhaben "Arbeitshilfe Bodenluftsanierung" des LUA NRW, in: Handbuch der Altlastensanierung (HdA), Hrsg.: Franzius, Wolf, Brandt. C. F. Müller-Verlag, Heidelberg. 22. Erg.-Lfg., 2. Auflg., Oktober 2000. .
  • Bertges, Wolf-D.: Regelungen für die Gutachtertätigkeit - Ansatzpunkte für ländereinheitliche Regelungen nach § 18 BBodSchG, in: 16. Bochumer und Leipziger Altlasten-Seminar "Flächenrecycling und Grundwassersanierung 2000", Hrsg.: Laßl, Scholz, Beine. Verlag Schürmann & Klagges, Bochum 2000. ISBN: 3-920612.38-8 .
  • Dreschmann, P., Odensaß, M.: Nutzen-Kosten-Untersuchungen als Kriterium für die Sanierungsentscheidung, in: Handbuch der Altlastensanierung (HdA), Hrsg.: Franzius, Wolf, Brandt. C. F. Müller-Verlag, Heidelberg. 23. Erg.-Lfg., 2. Auflg., Dezember 2000. .
  • Fehlau, K.-P., Hilger, B., König, W., Delschen, T., Eckhoff, U., Neidhart, H.-V., Odensaß, M., Ruf, J., Seiffert, S. : Vollzugshilfe Bodenschutz und Altlastensanierung - Erläuterungen zur Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung, Schriftenreihe Bodenschutz und Altlasten, Band 7, Erich-Schmidt-Verlag, Berlin 2000. .
  • Obernosterer, I., Mies, Barbara-M., Bauer, H.-J., Nienhaus, U.: Deponierung kontaminierter Böden aus Rüstungsaltlasten. - altlasten spektrum 5/2000, 261-269.
    Hinweis: Regelungen zur Ablagerung von verunreinigten Materialien aus Rüstungsaltlasten finden sich in einem Erlass des Umweltministeriums vom 16.08.1999. .
  • Odensaß, M., Roth, A., Simon, S.: Überwachung, Eigenkontrolle und Nachsorge nach BBodSchV, in Handbuch der Altlastensanierung (HdA), Hrsg.: Franzius, Wolf, Brandt. C. F. Müller-Verlag, Heidelberg. 22. Erg.-Lfg., 2. Auflg., Oktober 2000. .
  • Pfeifer, F., Odensaß, M., Schroers, S.: Abschätzung des Stoffeintrages in das Grundwasser nach Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. - altlasten spektrum 3/1999, 144-154. .

Merkblatt Nr. 8:

Anforderungen an biologische Bodenbehandlungsanlagen nach dem Mietenverfahren

Bestellinformationen

Für die Genehmigung von biologischen Bodenbehandlungsanlagen existierten bisher keine speziellen fachlichen und rechtlichen Vorgaben. In der Vergangenheit wurden daher teilweise unterschiedliche Anforderungen an den Bau und Betrieb dieser Anlagen gestellt. Die sich daraus ergebende verschiedene Ausstattung dieser Anlagen führte damit auch zu unterschiedlichen Kalkulationsgrundlagen für die Boden-Behandlungskosten.

Aus diesen Gründen war es erforderlich, die einzuhaltenden Rahmenbedingungen für die biologische Bodenbehandlung zu vereinheitlichen. Hierzu erstellte eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Landesumweltamtes Nordrhein-Westfalen das Merkblatt "Anforderungen an biologische Bodenbehandlungsanlagen nach dem Mietenverfahren". In dieser Schrift werden die bestehenden technischen und rechtlichen Vorschriften und die daraus speziell für Anlagen dieser Art abgeleiteten Anforderungen dargestellt.

Dieses Merkblatt richtet sich speziell an die Zielgruppen Antragsteller, Anlagenbetreiber und Behörden. Sie erhalten mit dieser Informationsschrift eine Hilfestellung für die Planung, die Genehmigung und den Betrieb biologischer Anlagen nach dem Mietenverfahren.

Das Merkblatt gibt Hinweise zur Berücksichtigung des Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) und seiner untergesetzlichen Regelungen beim Umgang des zu behandelnden und des behandelten Bodens. Diese Hinweise sind auch auf andere Bodenbehandlungstechniken übertragbar.

Merkblatt Nr. 9:

Anforderungen an Sachverständige bei der Bearbeitung von Altlasten

Bestellinformationen

Sachverständige, die Aufgaben im Bereich "Altlasten" wahrnehmen, müssen nach § 31 a Abs. 3 des Abfallgesetzes für das Land Nordrhein Westfalen die für diese Aufgaben erforderliche Sachkunde, Zuverlässigkeit und gerätetechnische Ausstattung besitzen. Das Landesumweltamt NRW ist zuständige Behörde zur Konkretisierung dieser allgemeinen Anforderungen.

Das Landesumweltamt NRW erarbeitete mit externer fachlicher Unterstützung die Anforderungen an die Sachkunde, Zuverlässigkeit und gerätetechnische Ausstattung von Sachverständigen auf dem Sachgebiet "Untersuchung und Beurteilung von Altlast-Verdachtsflächen und Altlasten". Grundlage bildeten ein unter externer Mitarbeit erstellter Entwurf sowie die im Rahmen einer schriftlichen Anhörung zu diesem Entwurf eingegangenen Stellungnahmen.

Angesichts der Vielzahl und des Umfangs der bei Altlasten in Betracht kommenden Wissensgebiete ist es einerseits nicht denkbar, daß ein(e) Sachverständige(r) über die besondere Sachkunde auf allen für Altlasten bedeutsamen Fachgebiete verfügt. Andererseits ist aber die regelmäßige Beauftragung einer größeren Anzahl von Gutachtern mit unterschiedlichen Fachgebieten für die Bearbeitung von Altlasten nicht praktikabel. Aus diesem Grunde wurden die Anforderungen an die erforderliche Sachkunde aufgegliedert: Zum einen in die allgemeinen fachlichen Voraussetzungen, die von jedem Gutachter zu erfüllen sind, und zum anderen in fachliche Voraussetzungen für sechs Teilgebiete, auf denen mindestens in einem Fall die erforderliche Sachkunde vorliegen muß. Basierend auf den Erfahrungen in der Bearbeitung von Altlasten in Nordrhein-Westfalen gelten folgende Anforderungen an eine(n) S achverständige(n): Er/Sie muß grundlegende Kenntnisse über alle Arbeitsschritte bei Altlasten und zusätzliche vertiefte Kenntnisse über ein oder mehrere Teilgebiete besitzen.

Merkblatt Nr. 20:

Empfehlungen für die Durchführung und Auswertung von Säulenversuchen gemäß Bundes-Bodenschutz und Altlastenverordnung (BBodSchV)

Im Jahr 2000 hatte das damalige Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen eine für den Praxiseinsatz geeignete Versuchsvorschrift für die Durchführung und Auswertung von Säulenversuchen gemäß BBodSchV entwickelt und veröffentlicht.

Zwischenzeitlich wurde im DIN NAW eine Säulenmethode (ausführlicher Test und Säulenschnelltest bei WF 2) entwickelt, validiert und im Januar 2009 als DIN 19528 (Elution von Feststoffen - Perkolationsverfahren zur gemeinsamen Untersuchung des Elutionsverhaltens von anorganischen und organischen Stoffen) verabschiedet, so dass die Empfehlungen des LUA-Merkblattes 20 fachlich überholt sind. Daher wird das LUA-Merkblatt 20 nicht mehr zum Download bereit gestellt.

Merkblatt Nr. 21:

Praxisleitfaden zum Einsatz der Ionenmobilitätsspektroskopie bei der Untersuchung von Rüstungsaltlasten

Bestellinformationen

Ein besonderes Problem bei der Untersuchung von Rüstungsaltlasten stellen akut wirkende, hochgiftige Substanzen, z.B. chemische Kampfstoffe, dar, mit deren Auftreten in bestimmten Fällen gerechnet werden muss. Um angepasste Maßnahmen des Arbeits- und Personenschutzes für die Betretung bzw. Bearbeitung solcher Verdachtsflächen planen und durchführen zu können, ist es unerlässlich, Vor-Ort in kürzester Zeit feststellen zu können, ob entsprechende Stoffe vorliegen und wenn ja, welche dies sind und ob sie in kritischen Konzentrationen auftreten.

In diesem Zusammenhang stellen neuere Messgeräte eine interessante Entwicklung dar, die auf der Basis der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) schnell und genau leichtflüchtige Substanzen nachweisen. Im Auftrag des Landesumweltamtes NRW untersuchte das Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg, inwieweit sich solche Geräte, die ursprünglich für den militärischen Bereich entwickelt wurden, auch für den Einsatz auf Rüstungsaltlasten eignen. Die Arbeiten bauten auf Ergebnissen auf, die das Fraunhofer Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie (IUCT), Schmallenberg, 1997 ebenfalls für das Land NRW durchgeführt hat. Schwerpunkte der Untersuchungen waren:

  • Eignung der Geräte für den Personenschutz auf (Rüstungs-)Altlasten, .
  • Nachweis von wichtigen Substanzen auch in Gemischen, .
  • Beeinflussung der Messempfindlichkeit durch Störstoffe. .

Die Ergebnisse sind als Arbeits- und Entscheidungshilfe in der Schriftenreihe "Merkblätter" des Landesumweltamtes Nordrhein-Westfalen (LUA Merkblatt, Band Nr. 21) veröffentlicht. Dabei wurde insbesondere auf Verständlichkeit auch für Anwender geachtet, die keine ausgewiesenen Analytikexperten sind. Die zusammenfassenden Empfehlungen enthalten Hinweise, ob und in welchen Fällen der Einsatz der IMS zur Vor-Ort-Analytik bei Rüstungsaltlasten sowie in anderen Anwendungsbereichen zweckmäßig ist.

Merkblatt Nr. 22:

Weitere Sachverhaltsermittlung bei Überschreitung von Prüfwerten nach der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung für die Wirkungspfade Boden-Mensch und Boden-Nutzpflanze

Bestellinformationen

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Das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen hat mit dem LUA-Merkblatt Nr. 22 eine Arbeitshilfe zum Thema "Weitere Sachverhaltsermttlung bei Überschreitung von Prüfwerten nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) für die Wirkungspfade Boden - Mensch und Boden - Nutzpflanze" herausgegeben. Sie soll bei der Gefährdungsabschätzung von Verdachtsflächen auf schädliche Bodenveränderungen und altlastverdächtige Flächen Anwendung finden. Soweit dabei Prüfwertüberschreitungen auftreten, hat die zuständige Behörde in der Regel eine weitergehende Sachverhaltsermittlung im Einzelfall vorzunehmen, die Grundlage für die abschließende Gefahrenbeurteilung ist.

Inhalte und Vorgehensweise bei der einzelfallbezogenen Prüfung werden im Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) und in der BBodSchV nur kursorisch genannt. So sollen u. a. insbesondere Art und Konzentration der Schadstoffe, die Möglichkeit ihrer Ausbreitung in die Umwelt und ihrer Aufnahme durch Menschen, Tiere und Pflanzen berücksichtigt werden (§ 9 Abs. 1 BBodSchG). Dazu sind für die relevanten Wirkungspfade die maßgeblichen Expositionsbedingungen zu klären (Anhang 1 Nr. 1.2 BBodSchV) und es ist festzustellen, inwieweit sich aus räumlich begrenzten Schadstoffanreicherungen innerhalb der zu beurteilenden Fläche Gefahren ergeben (§ 3 Abs. 5 BBodSchV).

Für die Wirkungspfade Boden - Mensch (Direktpfad) und Boden - Nutzpflanze sowie die pfadübergreifende Bewertung in Wohngärten sind in der Arbeitshilfe mögliche Elemente der weitergehenden Sachverhaltsermittlung nach Prüfwertüberschreitung umfassend und systematisch dargestellt und mit Entscheidungshilfen für eine sinnvolle Vorgehensweise in der Praxis versehen worden. Die im Anhang in Form eines Leitfaden enthaltene Zusammenfassung ermöglicht dabei eine schnelle Orientierung im konkreten Einzelfall.

Merkblatt Nr. 24:

Leitfaden zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten Teil I: Außenbereiche

Bestellinformationen

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Mit Einführung der neuen rechtlichen Grundlagen für den Bodenschutz durch das Bundes-Bodenschutzgesetz - BBodSchG - vom 17.03.1998, die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung - BBodSchV - vom 12.07.1999 und das Landesbodenschutzgesetz - LbodSchG - vom 09.05.2000 ergeben sich insbesondere auf kommunaler Ebene neue Vollzugsaufgaben. Zur Vorbereitung auf diese Aufgaben können digitale Bodenbelastungskarten vor allem im Hinblick auf die Erfassung und Bewertung von Flächen mit schädlichen Bodenveränderungen und Verdachtsflächen eingesetzt werden. Sie stellen darüber hinaus Informationen für verschiedene bodenrelevante Planungs- und Genehmigungsverfahren bereit. Digitale Bodenbelastungskarten unterstützen insbesondere die behördliche Ermittlungspflicht nach § 9 BBodSchG. Nach § 5 Abs. 1 LbodSchG erfassen die zuständigen Behörden schädliche Bodenveränderungen und Verdachtsflächen. Nach § 5 Abs. 2 LbodSchG können dazu Bodenbelastungskarten erstellt werden. Mithilfe digitaler Bodenbelastungskarten sind auch flächenhafte Auswertungen in Bezug auf die Vorsorge-, Prüf- und Maßnahmenwerte der BBodSchV möglich. Diese Auswertungen liefern Hinweise auf ggf. bestehende Überschreitungen der Bodenwerte und zeigen damit den möglichen weiteren Handlungsbedarf an. Die in dem vorliegenden Teil I des Leitfadens dokumentierte Methode zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten ist ein Instrument zur flächenhaften Darstellung der stofflichen Bodenbelastung auf naturnah genutzten Böden der Nutzungen Acker, Grünland und Wald in den Außenbereichen der Kreise und kreisfreien Städte.

Merkblatt Nr. 38:

Analysenverfahren und Parameter zur Untersuchung von Abfällen, Altlasten und schädlichen Bodenveränderungen

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Das LUA-Merkblatt Bd. 38 dient der Auswahl von Probenahme-, Probenvorbereitungs- und Analysenverfahren für die Untersuchung von Abfällen, Altlasten und stofflichen schädlichen Bodenveränderungen. Die Struktur des Merkblattes soll es dem Anwender ermöglichen, eine gezielte, fragestellungsorientierte und schnelle Methodenauswahl zu treffen.

Diese neue Arbeitshilfe (LUA-Merkblätter Bd. 38) ersetzt das vom ehemaligen Landesamt für Wasser und Abfall NRW (LWA) herausgegebene LWA-Merkblatt Bd. 12 und stellt eine Fortschreibung unter Berücksichtigung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung sowie der Abfallablagerungs- und Deponieverordnung dar. Es berücksichtigt die fortschreitende Entwicklung der Analysenverfahren im Rahmen der nationalen/internationalen Normungsarbeit. Die Zusammenstellung soll im Laufe der Zeit aktualisiert bzw. ergänzt werden.

Merkblatt Nr. 44:

Anforderungen an das Aufbringen und Einbringen von Materialien auf oder in den Boden gemäß § 12 Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung

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§ 12 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) enthält zahlreiche Anforderungen, die beim Auf- oder Einbringen von Materialien auf oder in den Boden im Bereich der sogenannten "durchwurzelbaren Bodenschicht" zu beachten sind. Dies gilt etwa bei der Verwertung von Bodenmaterial auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder bei Maßnahmen des Garten- und Landschaftsbaus zur Herstellung von Gärten, Grünflächen und Parkanlagen. Auch wenn durch die Maßnahmen eine durchwurzelbare Bodenschicht erst hergestellt wird, wie bei der Begrünung von Aufschüttungen und Halden oder der Rekultivierung von Abgrabungen und Tagebauen, ist § 12 BBodSchV anzuwenden.

Zur Konkretisierung der im § 12 BBodSchV enthaltenen Anforderungen hat die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) in Zusammenarbeit mit dem Länderausschuss Bergbau (LAB), der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) und der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) inzwischen eine entsprechende Vollzugshilfe erarbeitet. Darauf basierend hat das Landesumweltamt das Merkblatt "Anforderungen an das Aufbringen und Einbringen von Materialien auf oder in den Boden gemäß § 12 Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung" (LUA-Merkblatt 44) erstellt.

Mit Runderlass vom 19.12.2003 hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das LUA-Merkblatt 44 offiziell eingeführt. Als Anlage zum Runderlass ist ein Formblatt zur Anzeige für das Auf- und Einbringen von Materialien auf und in Böden bei der zuständigen Bodenschutzbehörde beigefügt.

Merkblatt Nr. 55:

Handlungsempfehlungen zu Maßnahmen der Gefahrenabwehr bei schädlichen stofflichen Bodenveränderungen in der Landwirtschaft

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In Nordrhein-Westfalen liegen umfangreiche Erkenntnisse zur Schadstoffsituation landwirtschaftlich genutzter Böden vor. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere in immissionsbelasteten Ballungsgebieten, in ehemaligen Erzabbaugebieten und in Überschwemmungsgebieten schädliche stoffliche Bodenveränderungen auftreten können.

Die Handlungsempfehlungen dieses LUA-Merkblattes geben Hilfestellungen für die sachgerechte Gefahrenbeurteilung und -abwehr auf landwirtschaftlich genutzten Böden. Zielgruppe sind insbesondere die Unteren Bodenschutzbehörden sowie die Landwirtschaftskammer. Aber auch die Behörden der Lebens- und Futtermittelüberwachung sowie betroffene Landwirte erhalten einen Einblick in die Bewertung und Gefahrenabwehr bei schädlichen stofflichen Bodenveränderungen.

In fünf Abschnitten werden rechtliche und fachliche Informationen bereitgestellt:

  • Rechtliche Grundlagen .
  • Arbeitsschritte zur Feststellung einer schädlichen stofflichen Bodenveränderung .
  • Transferpfade der Schadstoffe vom Boden zur Pflanze .
  • Häufige Fallgestaltungen und angepasste Maßnahmen .
  • Instrumente zur Umsetzung der Gefahrenabwehr. .

Im Anhang steht ein ursachenbezogener Maßnahmenkatalog zur Verfügung. Weiterhin finden sich hier die wesentlichen Werteregelungen des Lebens- und Futtermittelrechtes sowie des Bodenschutzrechtes und Hinweise zur fachgerechten Probennahme.

Merkblatt Nr. 57:

Anleitung zur Ermittlung und Abgrenzung von Gebieten mit erhöhten Schadstoffgehalten (GE-Anleitung)

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Nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) besteht bei Böden mit Schadstoffgehalten oberhalb der Vorsorgewerte in der Regel die Besorgnis des Entstehens schädlicher Bodenveränderungen. In nordrhein-westfälischen Böden werden Vorsorgewerte in regional unterschiedlichem Ausmaß überschritten. Ländliche und schwach industrialisierte Regionen weisen meist nur geringe Flächenanteile mit Vorsorgewertüberschreitungen auf. Dagegen liegen insbesondere in der Industrieregion Ruhr-Emscher oder im Bergischen Land großflächig Überschreitungen der Vorsorgewerte vor. Für solche Gebiete mit erhöhten Schadstoffgehalten in Böden (GE) sieht die BBodSchV unter bestimmten Randbedingungen Sonderregelungen bezüglich der Vorsorgeanforderungen vor, die für den Bodenschutzvollzug große praktische Bedeutung beispielsweise im Bereich der Verlagerung von Bodenmaterial innerhalb dieser Gebiete haben.

In diesem Merkblatt werden die notwendigen Arbeitsschritte zur Ermittlung, Abgrenzung und Festlegung von Gebieten mit erhöhten Schadstoffgehalten in Böden beschrieben. Dazu werden die methodischen Anforderungen an die Ermittlung repräsentativer lokaler Hintergrundwerte und die daraus vorzunehmende Ableitung gebietsbezogener Beurteilungswerte aufgezeigt.

Bei der Ermittlung der Schadstoffsituation werden im Regelfall auch Anhaltspunkte für das Vorliegen schädlicher Bodenveränderungen identifiziert. Diese Böden sind innerhalb der GE abzugrenzen, weil dort nicht mehr die Vorsorge, sondern die Gefahrenabwehr im Vordergrund des Verwaltungshandelns steht. In der vorliegenden GE-Anleitung wird jedoch auf den Umgang mit flächenhaften schädlichen Bodenveränderungen nicht eingegangen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 1: Erhebungen von Altlast-Verdachtsflächen auf militärischen Liegenschaften

Bestellinformationen

Durch die internationalen Truppenreduzierungen werden auch in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Flächen nicht länger für militärische Zwecke benötigt. Ihre zivile Wiedernutzung ("Konversion") ist eine vorrangige kommunale und landespolitische Aufgabe.

Im Rahmen des Konversionsprozesses ist sowohl unter finanziellen als auch unter planerischen Aspekten frühzeitig zu klären, ob für die jeweilige Fläche ein Altlastverdacht besteht. Dazu wird in einem ersten Schritt eine standortbezogene Erhebung (Standortrecherche) durchgeführt, in die über den gesamten Nutzungszeitraum alle verfügbaren Informationen über die Fläche einzubeziehen sind.

Die Vorgehensweise der Standortrecherche bei zivil-gewerblichen oder (bis 1945) rüstungsbedingt genutzten Standorten ist mittlerweile in der Literatur gut beschrieben. Bei einer militärischen Nutzung nach 1945 muss aber von vielfach anderen Rahmenbedingungen ausgegangen werden.

Zur Unterstützung der für die Verdachtsflächen-Erhebung zuständigen Behörden wurde daher im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes NRW anhand repräsentativer Fallbeispiele untersucht, ob und inwieweit die bekannten Vorgehensweisen für die Standortrecherche von militärischen Liegenschaften zu modifizieren sind.

Die Ergebnisse der Studie sind im MALBO-Band Nr. 1 dargestellt.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 2: Mobilität anorganischer Schadstoffe in Böden Nordrhein-Westalens

Bestellinformationen

Bei der Beurteilung von Schwermetallbelastungen in Böden kommt der Betrachtung von Wirkungen auf verschiedene Schutzgüter wie die menschliche Gesundheit, die Qualität pflanzlicher und tierischer Lebensmittel oder das Grundwasser vorrangiges Interesse zu. Mögliche Wirkungen ergeben sich dabei unter anderem aus dem Transferverhalten und der Bioverfügbarkeit der einzelnen Stoffe, die in erster Linie von der als "mobil" bezeichneten Schwermetallfraktion bestimmt werden. Darüber hinaus ist im Hinblick auf sich ändernde Umweltbedingungen auch das Gefahrenpotential, die "Mobilisierbarkeit" der Elemente, zu betrachten. Die Erfassung dieser veschiedenen Stofffraktionen, ihre Beziehungen untereinander und zu den Gehalten in Sickerwasser und Pflanzen war Ziel eines im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes NRW durchgeführten Untersuchungsprogrammes des Institutes für Bodenkunde der Universität Bonn, dessen Abschlußbericht jetzt als Band 2 der neueingeführten Publikationsreihe des Landes NRW "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz (MALBO)" veröffentlicht wurde.

In diesem Projekt wurden an Bodenproben unterschiedlicher Belastungsherkünfte und abgestufter Kontaminationsgrade verschiedene Extraktions- und Aufschlußverfahren durchgeführt, um die sich in der Bodenlösung befindenden, die mobilen und die mobilisierbaren Schwermetallfraktionen sowie auch deren Gesamtgehalte zu erfassen. Es wurden 18 Elemente in die Untersuchung einbezogen. Dabei wurden unterschiedliche Nutzungsarten, wie Acker- Grünland-, Garten- oder Waldnutzung bertrachtet. Zur Kennzeichnung des Transfers in die auf den Böden wachsenden Pflanzen wurden an einzelnen Standorten auch Pflanzenproben analysiert.

Über die Darstellung der gewonnenen Ergebnisse hinausgehend liefert der Band einen Beitrag zur Erarbeitung von wirkungsbezogenen Beurteilungsgrundlagen vorhandener Bodenbelastungen mit anorganischen Schadstoffen und füllt damit eine Lücke, die vielfach für die zu fordernde Bewertung der ökologische Relevanz solcher Belastungen besteht.

Die MALBO-Publikationsreihe des Landes NRW ist aus der mit 13 Bänden vorliegenden Reihe "Materialien zurErmittlung und Sanierung von Altlasten (MESA)" entwickelt worden, die nun auch im Titel um den Bereich Bodenschutz erweitert wurde. Darin werden Berichte über Untersuchungsvorhaben zu den Themenkomplexen Altlasten und Bodenschutz sowie ausgewählte Ergebnise sonstiger Arbeiten zu diesen Bereichen veröffentlicht, um sie der praktischen Anwendung, der fachlichen Diskussion und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 3: Auswertung der Erfahrungen aus durchgeführten Sicherungsmaßnahmen bei Altlasten

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Bei der Altlastensanierung kommt den Sicherungsmaßnahmen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Umfassende Dokumentationen dieser Maßnahmen mit allen standortspezifischen Randbedingungen, einer Offenlegung der Entscheidungsprozesse und Ergebnissen von Funktionskontrollen und Langzeitüberwachung sind bisher selten erfolgt. Aus diesem Grunde hat das Landesumweltamt Nordrhein Westfalen durchgeführte Maßnahmen auswerten und eine Arbeitshilfe für deren Dokumentation erstellen lassen.

Die Auswertung hat insbesondere gezeigt, daß die zur Überprüfung der Einhaltung des Sanierungsziels erforderlichen Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen bei Planung, Ausführung und Kostenermittlung stärker berücksichtigt (und dokumentiert) werden sollten als bisher. Die hierzu erschienene o.a. Informationsschrift ist in zwei Teile gegliedert:

  • eine Arbeitshilfe mit Empfehlungen zum Projektablauf, Praxishinweisen und einer Dar- stellung der gängigen Sicherungsverfahren mit ihren Anwendungsmöglichkeiten sowie .
  • eine anonymisierte Dokumentation von Maßnahmen, die im Rahmen dieses Projektes ausgewertet wurden. .

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 4: Gefäßversuche zum mikrobiellen Abbau von PAK in belasteten Böden

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Mikrobiologische Verfahren zur PAK-Sanierung wurden in der Vergangenheit im Rahmen der Entwicklung von Sanierungskonzepten bei vielen Altlast-Einzelfällen diskutiert, jedoch insbesondere aufgrund der Unsicherheiten bezüglich des Sanierungserfolges nur sehr selten eingesetzt. Obwohl PAK prinzipiell mikrobiologisch abbaubar sind, kann die mikrobiologische Sanierung von PAK-belasteten Böden aufgrund der in vielen Fällen nicht ausreichend vorhandenen Bioverfügbarkeit nicht generell als Stand der Technik bezeichnet werden.

Um die Möglichkeiten und Grenzen des mikrobiologischen PAK-Abbaus in Mieten an realen Altlastböden zu ermitteln, wurden im Auftrag des Landesumweltamtes NRW am Institut für Bodenkunde der Universität Bonn verschiedene Varianten der Optimierung des PAK-Abbaus untersucht. Dazu wurden Gefäßversuche unter Freilandbedingungen mit PAK-belasteten Böden von neun verschiedenen Altstandorten mit Zugaben unterschiedlicher Art und Menge von organischer Substanz, Nährstoffen und Tensiden durchgeführt.

>Dabei werden die bislang vorliegenden Einzelerfahrungen beim Einsatz mikrobiologischer Mieten- oder Landfarmingverfahren zum PAK-Abbau durch die Ergebnisse einer Vielzahl von Vergleichsuntersuchungen ergänzt und die derzeit vorhandenen Grenzen dieser Verfahren für die Praxis aufgezeigt.

Im Band 4 der Reihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" des Landesumweltamtes NRW sind die Versuche, deren Ergebnisse und die Schlußfolgerungen für die Praxis dargestellt und veröffentlicht worden.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 6: Versuche in 4 Großlysimetern zur Beurteilung der Grundwassergefährdung sowie Vergleich mit Elutionsmethoden

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Die Beurteilung des Austrags von Schadstoffen aus dem Boden mit dem Sickerwasser ins Grundwasser ist bei vielen Altlast-Verdachtsflächen von maßgebender Bedeutung für die Entscheidung über die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen.

In der Bundes-Bodenschutzverordnung (BBodSchV) wird zur Bestimmung der Sickerwasserkonzentrationen organischer Schadstoffe insbesondere der Säulenversuch empfohlen. Dieser kann reale Verhältnisse jedoch nur näherungsweise widerspiegeln, während bei Lysimeterversuchen eher im Freiland vergleichbare Bedingungen vorliegen. Aufwandsbedingt können Lysimeterversuche jedoch routinemäßig nicht eingesetzt werden.

Das Landesumweltamt NRW hat nun Ergebnisse eines Untersuchungsvorhabens veröffentlicht, in dem das Verhalten von PAK im Boden im Hinblick auf den Wirkungspfad Grundwasser in Großlysimetern untersucht wurde. Dabei wurde die Desorption der PAK aus belasteten Materialien unterschiedlicher Art und das Adsorptionsvermögen in unbelasteten Unterböden verschiedener Art untersucht. Eine Korrelation zwischen PAK-Gesamtgehalt und dem Sickerwassergehalt an PAK wurde nicht festgestellt. Die Versuchsergebnisse belegen, dass die Mobilität von PAK in Böden maßgebend von deren sorptiver Festlegung an die Corg-reiche Bodenfraktion sowie vom Feinstkornanteil beeinflusst wird.

Um erste Hinweise auf mögliche Korrelationen verschiedener Labor-Elutionsmethoden im Vergleich zu Sickerwasserkonzentrationen aus Lysimeterversuchen zu erhalten, wurden ergänzend in diesem Vorhaben mit Rückstellproben der in die Lysimeter eingesetzten Böden verschiedene Elutionsversuche durchgeführt. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass Säulenversuche im Gegensatz zu S4-Versuchen eine grundsätzlich geeignete Methode zur Beurteilung des Sickerwassers bei organischen Schadstoffen darstellen können. Die Auswertevorschrift und konkreten Versuchsrandbedingungen für Säulenversuche bedürfen aber noch der Validierung. Dazu liefern die ermittelten Ergebnisse aus Lysimeterversuchen einen ersten Beitrag.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 7: Nutzungstypische Kontamination auf militärischen Liegenschaften in NRW

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Für Liegenschaften, die ehemals von westlichen Streitkräften militärisch genutzt wurden, gab es im Gegensatz zu vielen Altstandorten aus anderen Nutzungen bisher noch keine Abschätzungen des "branchentypischen Kontaminationspotentials". Als zentrales Ergebnis eines hierzu durchgeführten Untersuchungsvorhabens wird eine ACCESS-Datenbank vorgestellt, in der die wesentlichen Liegenschaftstypen in NRW beschrieben, die wichtigsten der dort eingesetzten Stoffe benannt und daraus Aussagen zur Umweltrelevanz abgeleitet werden. Die Datensammlung erlaubt damit eine erste Einschätzung potenzieller Belastungen von funktions- und nutzungsbezogenen Teilbereichen der von westlichen Streitkräften genutzten Flächen. Da Nutzungen und Betriebsabläufe im Bereich der NATO nach einem einheitlichen Muster erfolgen, sind die Ergebnisse grundsätzlich in allen alten Bundesländern anwendbar. Die Ergebnisse werden zur Zeit in das gemeinsam vom Umweltbundesamt und den Ländern Baden-Württemberg und Sachsen weiterentwickelte Expertensystem XUMA-AMOR eingebracht, das die Analysenplanung bei der Untersuchung von Altlasten unterstützt.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 8: Mobilisierung von organischen und anorganischen Schadstoffen aus kontaminierten Umweltmaterialien in einem "in-vitro"-Verdauungssystem

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Bei der Beurteilung von Flächen mit Bodenbelastungsverdacht im Hinblick auf die menschliche Gesundheit ist in vielen Fällen die orale Bodenaufnahme der Hauptbelastungspfad. Die orale Bodenaufnahme schadstoffbelasteter Böden führt im Organismus jedoch nicht zwangsläufig zu einer der jeweiligen Schadstoffkonzentration entsprechenden Schädigung, da die einzelnen Schadstoffe in verschiedenen Matrizes unterschiedlich bioverfügbar sind. Von grundlegendem Interesse ist deshalb die Frage, inwieweit im Einzelfall oral aufgenommene, matrixgebundene Schadstoffe den Verdauungstrakt passieren und ausgeschieden werden oder aber vom Körper resorbiert werden.

Da die Kenntnis der Resorptionsverfügbarkeit zur realistischen Einschätzung der von kontaminierten Böden ausgehenden Risiken für die menschliche Gesundheit von großer Bedeutung ist, wurde im Auftrag des Landesumweltamtes vom Institut für Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin der Ruhr-Universität Bochum ein zweistufiges Testsystem entwickelt, das die wesentlichen physikalischen, chemischen sowie physiologischen Vorgänge im Verdauungstrakt berücksichtigt und nachbildet.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass das Modell geeignet ist, die natürlichen Vorgänge bei der Schadstoffmobilisierung nachzubilden und näherungsweise zu quantifizieren. Die Untersuchungsmethodik stellt ein wichtiges Hilfsmittel dar, um bei einer Gefährdungsabschätzung im Einzelfall eine realistische Einschätzung der von belasteten Böden ausgehenden Risiken für die menschliche Gesundheit vorzunehmen. Zugleich stellt die Methodik auch eine Hilfe für die weitergehende Sachverhaltsermittlung dar, die bei Überschreitung der Prüfwerte im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) von der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) verlangt wird.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 9: Leitfaden zur Entwicklung von Rückbaukonzepten im Zuge des Flächenrecyclings

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Im Zuge des Flächenrecyclings werden meist Abbruchmaßnahmen notwendig. Da laut Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) eine Verwertungspflicht besteht, ist die früher gängige Praxis der Deponierung von Baurestmassen heute nicht mehr durchführbar. Deshalb sind bereits bei der Planung von Abbruchmaßnahmen Verwertungs- und Entsorgungskonzepte zu entwickeln.

Aus diesem Grunde hat das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen eine Arbeitshilfe zur Entwicklung von recyclinggerechten Rückbaukonzepten bei Altlasten veröffentlicht. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, den erhöhten Anforderungen an die bautechnische und organisatorische Planung von Abbruchprojekten gerecht zu werden. Auf Grundlage der Arbeitshilfe lassen sich geeignete Abbruchtechniken auswählen und recyclinggerechte Bauausschreibungen im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Abfallbeseitigung und Verwertung gezielt vorbereiten.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 10: Die Untersuchung von Spreng- und Brandplätzen - Erfahrungen und Handlungsempfehlungen aus NRW -

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Unter den Flächen, die ehemals zu rüstungsbedingten oder militärischen Zwecken genutzt wurden, stellen Spreng- und Brandplätze eine gewisse Besonderheit dar. Aufgrund der speziellen Nutzung ist es bei ihnen besonders schwierig abzuschätzen, ob Gefahren durch Boden- oder Gewässerverunreinigungen zu befürchten sind. Meist ist nicht näher bekannt, mit welcher Art von Munition, welchen Inhaltsstoffen und welchen Mengen dort umgegangen wurde.

Für die zur Bearbeitung von Altlasten zuständigen Behörden stellt sich somit vor allem die Frage, ob und inwieweit bei ehemaligen Spreng- und Brandplätzen grundsätzlich von einem besonders hohen Gefährdungspotenzial auszugehen ist, und somit nach der Bearbeitungspriorität im Vergleich zu sonstigen Altablagerungen und Altstandorten. Da Erfahrungen mit solchen Flächen bisher selten sind, werden zudem fachliche Hinweise für eine angepasste Vorgehensweise bei der Untersuchung und Beurteilung benötigt.

Zur Klärung dieser Fragen hat das Landesumweltamt NRW im Rahmen eines Untersuchungsvorhabens zunächst praktische Untersuchungen an ausgesuchten Modellstandorten in NRW durchführen lassen. Die Ergebnisse wurden dann mit Erkenntnissen aus Gefährdungsabschätzungen von Spreng- und Brandplätzen des Landes Niedersachsen abgeglichen und ergänzt.

Die Resultate des Untersuchungsvorhabens sind jetzt als Arbeitshilfe in der Schriftenreihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" des Landesumweltamtes Nordrhein-Westfalen (MALBO, Band Nr. 10) veröffentlicht. Der Leitfaden gibt zusammenfassende, praktische Hinweise zur Bearbeitung von ehemaligen Spreng- und Brandplätzen. Diese umfassen empfohlene Voruntersuchungen, den erforderlichen Arbeitsschutz, die Auswahl von Untersuchungsparametern sowie Bewertungshilfen für analysierte Schadstoffkonzentrationen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 11: Anforderungen an eine Sanierungsuntersuchung unter Berücksichtigung von Nutzen-Kosten-Aspekten

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Nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) soll die zuständige Behörde vom Verpflichteten einer Altlast die Durchführung einer Sanierungsuntersuchung als Entscheidungsgrundlage über Art und Umfang der erforderlichen Maßnahmen verlangen. Im Rahmen dieser Untersuchungen sind neben den technischen Möglichkeiten auch die für die Maßnahmen entscheidungserheblichen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Randbedingungen zu prüfen.

In der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) wird ausdrücklich die Ermittlung des Verhältnisses von Kosten zu Wirksamkeit der Maßnahmen verlangt. Bisher liegen dazu keine konkretisierenden Regelungen vor.

Das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen hat daher eine Arbeitshilfe veröffentlicht, in der die Vorgehensweise bei der Durchführung einer Sanierungsuntersuchung unter Berücksichtigung der Anforderungen aus Anhang 3 der BBodSchV dargestellt werden. Dabei wird insbesondere eingegangen auf:

  • die Projektvorbereitung, .
  • die Grundlagenermittlung und ergänzende Standortuntersuchungen, .
  • die Machbarkeitsstudie einschließlich aller Teilarbeitsschritte und Entscheidungshilfen, .
  • das Maßnahmenkonzept und .
  • die Anforderungen an ein Gutachten zur Sanierungsuntersuchung. .

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeitshilfe sind die Nutzen-Kosten-Aspekte. Es werden die existierenden und für die Entscheidung über Altlastensanierungen in Frage kommenden Methoden zur Kostenvergleichsrechnung, Kosten-Wirksamkeits-Analyse und Kosten-Nutzen-Analyse beschrieben und die für die Praxis geeigneten Methoden an einem Fallbeispiel exemplarisch dargestellt.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 12: Vergleich und Bewertung von Untersuchungsmethoden zur Beurteilung der mobilen und mobilisierbaren Anteile von Gehalten ausgewählter organischer Schadstoffe (PAK) in der ungesättigten Bodenzone - Methodenvergleich -

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Das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) verlangt zur Bewertung der von Verdachtsflächen oder altlastverdächtigen Flächen ausgehenden Gefahren für das Grundwasser die Erstellung einer Sickerwasserprognose. Für die Abschätzung der Sickerwasserkonzentrationen und -frachten sind nach Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) praxiserprobte Verfahren einzusetzen. Als Materialuntersuchung im Rahmen der Sickerwasserprognose sieht die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung für organische Schadstoffe den Säulenversuch vor. Auch sonstige Verfahren können geeignet sein, wenn deren Praxistauglichkeit nachgewiesen wurde.

Bislang liegen nur wenige Untersuchungen zum Vergleich, zur Validierung und Einschätzung der Praxistauglichkeit der verschiedenen verfügbaren Methoden für Materialuntersuchungen vor. Daher wurde im Auftrag des Landesumweltamtes NRW ein Untersuchungsvorhaben "Vergleich und Bewertung von Untersuchungsmethoden zur Beurteilung der mobilen und mobilisierbaren Anteile von Gehalten ausgewählter organischer Schadstoffe in der ungesättigten Bodenzone - Methodenvergleich -" durchgeführt. Im Rahmen dieses Vorhabens wurden mit PAK-belasteten Böden und Materialien Säulenversuche in verschiedenen Varianten, Versuche nach DIN 38414-S4 und Versuche nach anderen Methoden durchgeführt. Da konkrete Versuchsvorschriften zur Durchführung und Auswertung von Säulenversuchen in der BBodSchV nicht enthalten sind, lag ein Schwerpunkt des Untersuchungsvorhabens darauf, Empfehlungen für die Durchführung und Auswertung von Säulenversuchen für den Vollzug zu erarbeiten. Diese Empfehlungen wurden vorab im März 2000 als LUA-Merkblatt Nr. 20 veröffentlicht. Aufgrund der großen Bedeutung der Thematik hat das Landesumweltamt NRW in der LUA-Schriftenreihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" als Band 12 den Gesamtbericht veröffentlicht, der die Beschreibung, die Ergebnisdarstellung und den Ergebnisvergleich aller Versuche enthält, die im Rahmen des v. g. Vorhabens bzw. für die Erarbeitung der Säulen-Versuchsvorschrift durchgeführt wurden.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 13: Arbeitshilfe Bodenluftsanierung - Ergebnisse einer Recherche zum Stand der Bodenluftsanierungspraxis mit Handlungsempfehlungen für die Planung und Durchführung von Bodenluftsanierungsmaßnahmen

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Da bislang keine allgemeinverbindlichen Standards für die Planung, Durchführung, Begleitung und Qualitätssicherung von Bodenluftsanierungsmaßnahmen vorliegen, wurden im Auftrag des LUA Informationen zu bundesweit abgeschlossenen Bodenluftsanierungsmaßnahmen gesammelt und bewertet. Für diese Bewertung standen Daten von 146 Sanierungsanlagen bei 100 Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung.

Es hat sich gezeigt, dass durch den alleinigen Einsatz der Bodenluftsanierung insbesondere aufgrund des hohen spezifischen Energieeinsatzes mit verhältnismäßigem Aufwand häufig nur eine Verminderung des Schadstoffpotenzials erreicht wird. Dies kann je nach Einzelfall bedeuten, dass das Erreichen eines schutzgutbezogenen Sanierungsziels durch die ausschließliche Anwendung von Bodenluftsanierungsmaßnahmen nicht oder nicht dauerhaft gewährleistet wird.

In der "Arbeitshilfe Bodenluftsanierung" werden neben fachlichen Grundlagen für die Durchführung von Bodenluftsanierungen, Genehmigungsanforderungen und Hinweisen zur technischen Umsetzung insbesondere auch Abhängigkeiten zwischen Energieverbrauch und Sanierungsziel, Anforderungen an die Überwachung, Kriterien zur Beendigung und Kosten dargestellt. Es werden Empfehlungen für die Planung und Durchführung gegeben. Damit kann künftig eine Effizienzsteigerung von Maßnahmen dieser Art erreicht werden.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 14: Verzehrsstudie in Kleingärten im Rhein-Ruhr-Gebiet

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Sowohl bei der Beurteilung von Immissionswirkungen als auch von Bodenbelastungen in Haus- und Kleingärten kommt der Berücksichtigung der Aufenthaltszeiten und Verzehrsgewohnheiten der betroffenen Gartennutzer große Bedeutung im Hinblick auf eine realistische Risikoanalyse zu.

Deshalb befasst sich das Landesumweltamt bereits seit einiger Zeit mit der Entwicklung einheitlicher Bewertungsszenarien, insbesondere zum Teilaspekt des Verzehrs von selbst erzeugtem Obst und Gemüse. Der sogenannte "LUA-Modellgarten", der im Zusammenhang mit dem Bundesratsverfahren zur Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) insbesondere im "Wohngartenszenario" bereits Berücksichtigung fand, ist Ergebnis dieser Arbeiten.

Das Landesumweltamt hatte deshalb die Institut für Umweltanalyse-IfUA-Projekt GmbH (Bielefeld) Mitte 1998 beauftragt, eine umfassende und repräsentative Verzehrsstudie in Kleingärten des Rhein-Ruhrgebietes durchzuführen mit dem Ziel, detaillierte Angaben zum Anbau- und Verzehrsverhalten von Kleingärtnern, zur Nutzung von Kleingartenparzellen und zu Aufenthaltszeiten in Kleingärten zu erhalten.

Der vorliegende Materialienband 14 macht die erzielten Ergebnisse nun einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Er enthält neben einer Beschreibung zur Methodik und zum Umfang der durchgeführten Erhebungen erste exemplarische Auswertungen der bei der Verzehrsstudie gewonnenen Daten. Auf einer beigefügten CD-ROM sind dabei - neben der elektronischen Form der Druckfassung - auch umfangreiche Datentabellen dokumentiert, die auch eine weitergehende Verwendung durch den Nutzer ermöglichen.

Im Landesumweltamt werden die Daten der Verzehrsstudie als eine wesentliche Grundlage in die weitere Fortentwicklung des Expositionsszenarios "Wohngarten" einfließen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 15: Arbeitshilfe für flächendeckende Erhebungen über Altstandorte und Altablagerungen

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Nach § 7 Landesbodenschutzgesetz NRW kann die zuständige Behörde zur Klärung der Voraussetzungen, ob eine altlastverdächtige Fläche vorliegt, flächendeckende Erhebungen über Altablagerungen und Altstandorte durchführen. Eine entsprechende Regelung war vorher in § 29 Landesabfallgesetz NRW enthalten.

In der Vergangenheit wurden von einigen Kreisordnungsbehörden bereits solche Erhebungen durchgeführt, um auf diese Weise die altlastverdächtigen Flächen systematisch und möglichst vollständig zu identifizieren. Da sich die von den Kreisordnungsbehörden bisher erstellten Kataster zum Teil erheblich in der Methodik der Erfassung, der Art der ausgewerteten Informationsquellen und berücksichtigten Fallgestaltungen sowie der Beurteilung der Daten unterscheiden, war dies für das Landesumweltamt Anlass, die vorliegende Arbeitshilfe herauszugeben.

Die Arbeitshilfe gliedert sich in drei Hauptteile:

  • Einleitung mit ausführlichen rechtlichen Ausführungen .
  • Arbeitshilfe "Altstandorte" mit eingehender Darstellung und Bewertung der in Betracht kommenden Datenquellen für die Altstandorterhebung und der zu erhebenden Branchen .
  • Arbeitshilfe "Altablagerungen" mit Darstellung und Bewertung der drei Datenquellen Akten, Karten und Luftbilder einschließlich Bewertungsfehlern sowie des Umgangs mit speziellen Ablagerungstypen .

Sowohl in der "Arbeitshilfe Altstandorte" als auch in der "Arbeitshilfe Altablagerungen" werden in einem speziellen Kapitel Hinweise zur Identifizierung von altlastverdächtigen Altstandorten bzw. Altablagerungen gegeben.

Am Beispiel der Altstandorte werden außerdem verschiedene in der Praxis eingesetzte Bewertungsverfahren zur Prioritätensetzung vorgestellt.

In der Arbeitshilfe werden basierend auf den Erfahrungen von Kreisordnungsbehörden bei durchgeführten flächendeckenden Erhebungen über Altstandorte und Altablagerungen fachliche Empfehlungen für die zuständigen Behörden abgeleitet und zusammengestellt, um deren Erfassungstätigkeit zu unterstützen.

Die Empfehlungen sind übertragbar auf die Erfassung eines Teils von Verdachtsflächen mit schädlichen Bodenveränderungen (laufende Betriebe, Anschüttungen), so dass hiermit auch für diese nach Landesbodenschutzgesetz neue Erfassung wertvolle Hinweise vorliegen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 16: Mobilität und Mobilisierbarkeit von eisenkomplexierten Cyaniden

(bisher nur im Internet erschienen)

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Bei der Untersuchung und Bewertung von altlastverdächtigen Flächen sind die Mobilität und Mobilisierbarkeit der vorhandenen Schadstoffe zu ermitteln und zu berücksichtigen. Diese Stoffeigenschaften beeinflussen auch die Auswahl geeigneter Dekontaminations- und Sicherungsverfahren im Rahmen der Sanierungsuntersuchung.

Auf den Kokerei- und Gaswerksstandorten in Nordrhein-Westfalen und auf Flächen, auf denen in der Vergangenheit Gichtgasschlämme der Eisenverhüttung abgelagert wurden, steht insbesondere die Frage der Mobilität und Mobilisierbarkeit von eisenkomplexierten Cyaniden im Vordergrund. Da zur Beantwortung dieser Frage unzureichende fachliche Grundlagen vorlagen, unterstützte das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein entsprechendes Untersuchungsvorhaben. Dieses Vorhaben wurde von der Stadt Herne beauftragt und vom Landesumweltamt fachlich begleitet.

Im Rahmen des Vorhabens wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Eignung des nach der Bundes-Bodenschutzverordnung vorgegebenen Unter-suchungsverfahrens für Cyanide, .
  • pH-Wert-abhängige Löslichkeit der eisenkomplexierten Cyanide, .
  • Sorptionsverhalten der eisenkomplexierten Cyanide an mineralischen Oberflächen, .

Abschließend werden die Ergebnisse als Grundlage für ordnungsbehördliche Einzelfall-Entscheidungen dargestellt und bewertet.

Die im Rahmen dieses Vorhabens erfolgte bundesweite Abfrage zur Anzahl von ehemaligen Gaswerk- und Zechenkokereien bzw. Gichtgasschlamm-Altablagerungen zeigte, dass diese Problematik auch in anderen Bundesländern von Bedeutung ist.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 17: Vollzugshilfe zur Gefährdungsabschätzung "Boden-Grundwasser"

(bisher nur im Internet erschienen)

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Nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) ist eine "Sickerwasserprognose" zu erstellen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass von einer altlastverdächtigen Fläche und oder einer Verdachtsfläche Gefahren für das Grundwasser ausgehen. Die bisherige Praxis zeigt, dass die Regelungen der BBodSchV für den Wirkungspfad "Boden-Grundwasser" konkretisiert werden müssen, um deren Anwendung zu erleichtern und zu vereinheitlichen.

Auf die Forderungen nach Konkretisierung hat der Bund als Verordnungsgeber mit der Einrichtung eines Förderschwerpunktes "Sickerwasserprognose" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung reagiert. Durch eine Reihe von Projekten sollen u.a. praxistaugliche Verfahren zur Ermittlung von Quellstärken und zur Erstellung von Transportprognosen entwickelt werden. Die ersten Projekte haben 2002 begonnen; abschließende Ergebnisse sind aber frühestens in 2-3 Jahren und wohl nur für einen Teil der offenen methodischen Fragen zu erwarten.

Für Nordrhein-Westfalen war es deshalb erforderlich, zeitnah eine Handreichung für die Untersuchung und Bewertung von Grundwassergefährdungen durch Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen bereitzustellen.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW hat daher das Landesumweltamt NRW beauftragt, eine Vollzugshilfe zu diesem Fragenkreis zu erarbeiten. Dazu wurde unter Federführung des Amtes ein begleitender Arbeitskreis eingerichtet, in dem das Ministerium, Bezirksregierungen, Bergämter und Kreisordnungsbehörden vertreten waren. Die Arbeiten wurden zudem durch zwei externe Fachbüros unterstützt.

Die mit dieser Schrift vorgelegte Vollzugshilfe beschreibt keine Standardvorgehensweise, weil eine sachgerechte Gefährdungsabschätzung stets auf den Einzelfall abzustellen ist. Neben rechtlichen und fachlichen Erläuterungen zu wiederkehrenden Fragen werden vor allem Verfahrensweisen und Methoden vorgestellt und in ihren Einsatzmöglichkeiten charakterisiert, die gegenwärtig für die erforderlichen Untersuchungen und Prognoseschritte zur Verfügung stehen. Es bleibt Aufgabe des Bearbeiters, im Einzelfall das für den jeweiligen Untersuchungs- und Prognoseschritt richtige Werkzeug auszuwählen, die Ergebnisse sachkundig zu interpretieren und damit die Grundlage für behördliche Entscheidungen zu schaffen.

Nach einer ersten Erprobungsphase und bei Vorliegen neuer Erkenntnisse oder Regelungen soll die Vollzugshilfe aktualisiert werden. Gegenüber der ersten im August 2002 im Internet bereit gestellten Fassung sind einige redaktionelle Änderungen bereits erfolgt.

Um auf ein vergleichbares Vorgehen in den Ländern hinzuwirken, hat die Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) im Jahre 2001 beschlossen, eine länderübergreifende Arbeitshilfe zur Durchführung von Sickerwasserprognosen erstellen zu lassen. Dabei sollte auf bereits vorliegenden Anleitungen einzelner Länder aufgebaut werden.

Ein Unterausschuss des Altlastenausschusses der LABO mit Vertretern aus 10 Bundesländern sowie dem Umweltbundesamt hat den ersten Teil dieser Arbeitshilfe mit dem inhaltlichen Schwerpunkt "Orientierende Untersuchungen" im Juli 2003 vorgelegt. Anschließend haben die LABO und die Amtschefkonferenz (ACK) der Umweltminister die Anwendung dieser Arbeitshilfe in den Ländern empfohlen. Die Arbeitshilfe steht im Internet auf den Seiten der LABO bzw. auf der Seite des Landesumweltamts zum Herunterladen (pdf-Datei) zur Verfügung.

Beide Schriften wurden per Erlass vom 31.08.2004 (pdf-Datei) des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW vom 31.08.2004 (Az. IV - 5 - 503.8.1.3) eingeführt. Dieser Erlass stellt klar, dass die fachlichen Empfehlungen beider Schriften in Einklang stehen und gibt Hinweise für die Anwendung in Nordrhein-Westfalen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 18: Kriegsbedingte Kontaminationsanteile auf altlastverdächtigen Altstandorten

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Bei der Erfassung altlastverdächtiger Flächen wurden bisher Schäden, die durch Kriegshandlungen (Bombardierungen, Kampfhandlungen etc.) entstanden, kaum berücksichtigt. Zur Erfassungsbewertung sowie zur Entscheidung über weitere Maßnahmen ist es jedoch wichtig, abschätzen zu können, ob auf einem Betriebsgelände zusätzlich zu dem branchentypischen auch ein besonderes Gefährdungspotenzial durch Kriegseinwirkungen gegeben ist.

Dieser Fragestellung wurde im Rahmen eines vom Landesumweltamt NRW (LUA) beauftragten Untersuchungsvorhabens nachgegangen. Kontaminationen aus Kriegshandlungen sind danach bei der Erfassung möglicher Umweltverunreinigungen zwar zu beachten, sie stellen aber keine eigenständige Verdachtskategorie dar. Es handelt sich vielmehr um eine (kriegs-)typische Variante von altlastverdächtigen Flächen mit zivil-gewerblicher bzw. rüstungsbedingter oder militärischer Nutzung.

Wenn im Einzelfall für ein Gelände die regionale bzw. lokale Schadenswahrscheinlichkeit durch Kriegseinwirkungen als hoch anzusehen ist, wird empfohlen, die übliche Standortrecherche gezielt zu erweitern, damit Bereiche potenzieller kriegsbedingter Belastungen lokalisiert werden können. Die Arbeitshilfe gibt praktische Empfehlungen für eine solche angepasste Vorgehensweise und dient damit der Unterstützung von Vollzugsbehörden und Gutachtern bei der Einzelfall-Bearbeitung.

Die Ergebnisse des Untersuchungsvorhabens stehen hier auf den Internetseiten des Landesumweltamtes als pdf-Datei zum Herunterladen zur Verfügung. Der Ergebnisbericht wurde zudem textgleich im Selbstverlag der Ruhr-Universität Bochum gedruckt und kann dort als Band 63 in der Reihe "Materialien zur Raumordnung" des Geographischen Instituts bezogen werden.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 19: Maßnahmen zur Minderung von Bodenerosion und Stoffabtrag von Ackerflächen

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Bodenerosion durch Wasser tritt insbesondere auf geneigten Flächen mit ackerbaulicher Nutzung in Mittelgebirgslagen relativ häufig auf. Der Bodenabtrag führt auf den betroffenen Flächen zur Verminderung der Bodenfruchtbarkeit sowie seiner ökologischen Funktionen als Filter und Puffer in Stoffkreisläufen oder als Wasserspeicher. Das abgetragene Bodenmaterial verursacht Beeinträchtigungen auf benachbarten Flächen oder in Gewässern, die oft mit großem Aufwand beseitigt werden müssen. Die mit dem Bodenmaterial mitgeführten Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel können zudem Beeinträchtigungen in angrenzenden Gewässern oder auf naturnahen Flächen auslösen. Der Erosionsschutz ist daher ein Vollzugsschwerpunkt in der landwirtschaftlichen Beratung und der Bodenschutzverwaltung.

Für die Beurteilung konkreter Einzelfälle ist ein Geoinformationssystem zum "Erosionsmanagement in der Landwirtschaft" (EMIL) entwickelt worden.

Die Arbeitshilfe ergänzt diese Instrumente und zeigt auf der Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen Maßnahmenkonzepte zur Minderung der Bodenerosion auf und gibt fachliche Hinweise zu deren Anwendungsbereichen.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 20: Leistungsbuch Altlasten und Flächenentwicklung 2004/2005

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Zur Verminderung der Inanspruchnahme bislang ungenutzter Freiflächen muss es gelingen, den Flächenbedarf langfristig zum großen Teil aus der Wiedernutzung von brachliegenden vorgenutzten Flächen zu decken. Wichtige Voraussetzungen für die Wiedernutzbarmachtung von Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsbrachen sowie freiwerdender militärischer Liegenschaften mit Belastungsverdacht sind die systematische Erfassung von altlastverdächtigen Flächen/Altlasten, Untersuchungen zur Aufklärung des Bodenzustands sowie an die Nachfolgenutzung angepasste Sanierungsmaßnahmen.

Der mit der Sanierung einhergehende Klärungsbedarf hinsichtlich sanierungs- und bautechnischer sowie rechtlicher Fragestellungen und die damit verbundenen Unsicherheiten bei den Kosten sind häufig entscheidende Projekthemmnisse. Diese können nur durch zuverlässige Kostenermittlungen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ausgeräumt werden.

Als Hilfsmittel für Kostenschätzungen und Kostenberechnungen hatte das Landesumweltamt Nordrhein- Westfalen im Jahre 1998 das "Leistungsbuch Altlastensanierung & Flächenentwicklung" veröffentlicht (erschienen als Band 5 der Schriftenreihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz", MALBO). Zwischenzeitlich haben sich Änderungen ergeben hinsichtlich der rechtlichen und regeltechnischen Rahmenbedingungen sowie verfahrenstechnischer Weiterentwicklungen. Daneben haben Veränderungen auf dem Altlastenmarkt und dem die Flächenentwicklung betreffenden Bausektor eine Veränderung des Preisgefüges zur Folge. Daher hat das LUA NRW eine Aktualisierung, Überarbeitung und Erweiterung des Leistungsbuchs durchgeführt.

Die vorliegende Neufassung des Leistungsbuches basiert auf umfangreichen bundesweiten Kostenrecherchen bei durchgeführten Maßnahmen verschiedenartiger Maßnahmenträger im Zusammenhang mit der Aufbereitung von Flächen und der Altlastensanierung.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 21: Karten der Schwermetallgehalte in Oberböden Nordrhein-Westfalens

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Gemäß Landesbodenschutzgesetz führt das Landesumweltamt das Fachinformationssystem Stoffliche Bodenbelastung (FIS StoBo) und wertet die darin enthaltenen Daten über die Schadstoffgehalte nordrhein-westfälischer Böden aus.

Die als Punktdaten vorliegenden Informationen über Schwermetallgehalte wurden nun unter Anwendung geostatistischer Verfahren erstmalig für ganz Nordrhein-Westfalen so ausgewertet, dass eine Übertragung vom Punkt in die Fläche ermöglicht wird. Im Ergebnis konnten so erstmals flächendeckende Karten über die geschätzten Schwermetallgehalte der Oberböden in Nordrhein-Westfalen außerhalb der Siedlungsgebiete erstellt werden.

Das Landesumweltamt versteht die entwickelten landesweiten Übersichtskarten in erster Linie als Beitrag zur Beschreibung der Umweltsituation in Nordrhein-Westfalen. Aus dem zwangsläufig sehr kleinen Maßstab, in dem sie erstellt wurden, ergibt sich, dass sie selbstverständlich nicht direkt für Vollzugsaufgaben der Bodenschutzbehörden geeignet sein können. Aus den Übersichtskarten können jedoch potenzielle Belastungsgebiete erkannt werden, in denen detailliertere Untersuchungen vorrangig sind. Daneben lassen sich aus den Karten bestehende Datenlücken erkennen, die sich in Gebieten mit hoher Schätzunsicherheit zeigen bzw. auf Grund derer generell keine sinnvolle geostatistische Auswertung möglich ist. Um solche bisher nur lückenhaft vorliegenden Informationen zu ergänzen, können auf dieser Basis systematische Ergänzungsuntersuchungen eingeleitet werden.

Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz

Band 22: Digitale Kriegsluftbilder NRW - Hinweise zur Nutzung bei der Altlastenerfassung

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Luftbilder sind eine besonders informative und aufschlussreiche Quelle zur Ermittlung kontaminationsverdächtiger Geländebereiche. Seit Ende der 1980er Jahre steht den zuständigen Erfassungsbehörden in Nordrhein-Westfalen Luftbildmaterial aus strategischen Aufklärungsflügen der alliierten Luftwaffe von 1939 bis 1945 zur Verfügung, um z.B. Kontaminationen zu erfassen, die durch Kriegseinwirkungen verursacht wurden.

Bisher mussten die Kriegsluftbilder von den zuständigen Behörden zentral in Düsseldorf bei der Technischen Zentrale der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (TZ LÖBF) gesichtet und zur fotographischen Reproduktion bestellt werden. Nach der Auflösung der TZ im Herbst 2005 kann die Recherche geeigneter Luftbilder nun "dezentral" bei und von den Erfassungsbehörden vor Ort selbst durchgeführt werden. Außerdem sind die Bilder für die Behörden als digitale Datensätze zugänglich.

Der Leitfaden zeigt auf, wie Kriegsluftbilder zukünftig projektbezogen ermittelt, ausgewählt und bestellt werden können. Außerdem werden technische Besonderheiten beschrieben, die für eine sachgerechte Bildauswertung von Bedeutung sind. Hinweise für die Vergabe von Auswertungsaufträgen runden die Arbeitshilfe ab. Der Leitfaden unterstützt somit Behörden, Ingenieurbüros und die interessierte Fachöffentlichkeit beim sachgerechten Umgang mit Kriegsluftbildern zur Altlastenerfassung.

      LANUV NRW 2007

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