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Archiv: Aktuelles zum Thema Altlasten
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Januar 2010 – Stand der Anwendung von innovativen In-situ-Sanierungsverfahren und MNA-Konzepten
Der Altlastenausschuss (ALA) der Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat eine bundesweite Übersicht über Fälle mit In-situ-Sanierungen in der gesättigten Zone und eine Übersicht über MNA-Konzepte (Monitored Natural Attenuation) mit Stand Oktober 2009 erarbeitet. Die bundesweite Zusammenstellung enthält insgesamt 269 Sanierungsfälle mit In-situ-Maßnahmen für die gesättigte Bodenzone oder das Grundwasser sowie zusätzlich 95 MNA-Konzepte. Nutzerkreis der Datensammlung sind die Unteren Umweltschutzbehörden. Weitergehende Informationen zu den Einzelfällen können über das LANUV erhalten werden. Bei Bedarf kann Kontakt zu den für die Einzelfallbearbeitung zuständigen Behörden hergestellt werden.
Den nordrhein-westfälischen Stand der Anwendung von innovativen In-situ-Sanierungsverfahren in der gesättigten Zone und MNA-Konzepten hat das LANUV aufgrund der Angaben der Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und ausgewertet. -
August 2009 – Arbeitsblatt „Innovative Untersuchungsstrategien - Vor-Ort-Untersuchungen auf Altstandorten und Altablagerungen zur Unterstützung des Flächenrecycling“
Einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme leistet die Wiedernutzung brachliegender Industrie-, Gewerbe-, Bahn- und Konversionsflächen. Im Zusammenhang mit der geplanten Wiedernutzung solcher Brachflächen werden verlässliche Informationen über mögliche Bodenverunreinigungen und die Verhältnisse im Untergrund (Fundamente, Tanks, Leitungen) benötigt. Die Befürchtung langwieriger und kostenintensiver Standortuntersuchungen und daraus ggf. resultierender Sanierungsbedarf schreckt jedoch viele Grundstückseigentümer, Investoren oder die Behörden vor der Wiedernutzung einer Brachfläche ab.
Untersuchungsmethoden, die flächendeckend sowie Zeit und Kosten sparend altlastbedingte Risiken einer Brachfläche aufzeigen, können einen wesentlichen Beitrag zur beschleunigten Wiedernutzung von Brachflächen leisten.
Als Ergebnis eines Untersuchungsvorhabens des LANUV entstand der vorliegende Leitfaden "Innovative Untersuchungsstrategien – Vor-Ort-Untersuchungen auf Altstandorten und Altablagerungen zur Unterstützung des Flächenrecyclings".
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Juli 2009 – Arbeitsblatt „Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Oberflächensicherungen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad“ veröffentlicht
Bei der Sanierung von Altlasten werden häufig bautechnische Sicherungsverfahren in Form von Oberflächensicherungen ausgeführt, um den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser zu verhindern bzw. zu vermindern. Um fallübergreifende Aussagen über die Wirksamkeit von Oberflächensicherungsmaßnahmen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad zu erhalten und Empfehlungen für künftige Entscheidungen über derartige Maßnahmen ableiten zu können, wurde im Auftrag des LANUV NRW eine Prüfung und Auswertung der Randbedingungen und langjährigen Überwachungsdaten von Einzelfällen durchgeführt.
Der Bericht beschreibt die Vorgehensweise bei der Recherche der Fallbeispiele sowie deren Ergebnisse. Er enthält Empfehlungen zur Optimierung der Standorterkundung, zur fachlichen Bewertung hinsichtlich des Grundwasserpfades, zur Sanierungsentscheidung und zu den Anforderungen an eine sachgerechte Überwachung. Diese Ergebnisse bieten eine Hilfestellung für die Beurteilung der Effizienz von geplanten Oberflächensicherungen im Einzelfall.
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Mai 2009 – Arbeitshilfe „Sickerwasserprognose bei der Detailuntersuchung“ veröffentlicht
Ergänzend zur 2003 vorgelegten Arbeitshilfe Sickerwasserprognose bei orientierenden Untersuchungen hat der Altlastenausschuss der LABO (ALA) die Arbeitshilfe Sickerwasserprognose bei Detailuntersuchungen vorgelegt. Bestandteil dieser Arbeitshilfe ist dasBerechnungsinstrument ALTEX-1D , mit dem Sicherwasserprognoseberechnungen durchgeführt, d. h. Sickerwasserkonzentrationen und –frachten am Ort der Beurteilung quantitativ abgeschätzt werden können.
Die Umweltministerkonferenz hat mit Beschluss Nr. 12/2007 vom 14. Mai 2007 die Anwendung der Arbeitshilfe in den Ländern empfohlen. Anschließend wurde eine validierte und im Hinblick auf Anwendungsbreite und Benutzerfreundlichkeit entscheidend verbesserte Version des Arbeitsblattes ALTEX-1D (Stand 12/2008) vorgelegt und gemeinsam mit der angepassten Arbeitshilfe von der LABO im März 2009 verabschiedet.Die hier veröffentlichte aktuelle Version von ALTEX-1D schließt anschließend durchgeführte Änderungen ein.
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April 2009 – Bericht über die „Auswertung internationaler Fachliteratur zu In-situ-Anwendungen in der gesättigten Zone bei der Altlastenbearbeitung“ veröffentlicht
Im Rahmen eines Projektes des Länderfinanzierungsprogramms „Wasser, Boden und Abfall“ wurde eine Literaturstudie über In-situ-Verfahren in der gesättigten Zone erarbeitet. In dem Projekt, das durch das LANUV NRW fachlich betreut wurde, sind ca. 90 Publikationen verfahrensbezogen anhand bestimmter Kriterien ausgewertet worden. Diese Publikationen beinhalten technische Beschreibungen von In-situ-Verfahren und dokumentierte Fallbeispiele. Als Ergebnis wurden biologisch, chemisch und physikalisch wirkende In-situ-Verfahren beschrieben, die in der Literatur enthaltenen Informationen statistisch und fachlich ausgewertet sowie verfahrensübergeordnete und verfahrensbezogene Handlungsempfehlungen formuliert.
Der Bericht ist auf der Internetseite des Länderfinanzierungsprogramms verfügbar.
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19.04.2007 - Urteil Oberveraltungsgerichts Lüneburg zu Prüf- und Überwachungspflichten des Betreibers eines Heizöltanks
In einem Urteil des Oberverwaltungsgericht Lüneburg vom 19.04.2007 (7 LC 67/05) zur Sanierung von Boden und Grundwasser nach einem Heizölschaden stellt das Gericht fest: "Ein Grundwasserschaden besteht, wenn die Konzentrationen gefährlicher Stoffe über der Geringfügigkeitsschwelle liegen, weil sie z. B. höher als die geogenen und ubiquitären Hintergrundwerte des Grundwassers sind" und führt weiter aus "Nach dem mittlerweile von der Landesarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) 2004 veröffentlichten Stoffkatalog "Geringfügigkeitsschwellen zur Beurteilung von Grundwasserverunreinigungen" markiert der Wert von 100 µg MKW/l Grundwasser die Geringfügigkeitsschwelle. Erst wenn die Schwellen unterschritten sind, wird davon ausgegangen, dass sich langfristig die natürliche Grundwasserbeschaffenheit und damit der schadensfreie Zustand nach § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG wieder einstellt, so dass auch unter diesem Gesichtspunkt die Festsetzung eines Sanierungszielwertes von 200 µg MKW/l für das Grundwasser die Klägerin nicht in ihren Rechten verletzt." Nach einem anfänglich auf 100 µg MKW/l festgesetzten Sanierungsziel wurde dieses aus Gründen der Verhältnismäßigkeit auf 200 angehoben. Weitere Ausführungen des OVG beziehen sich auf das Verhältniss des LAWA-Prüfwertes für Grundwasser (100 - 200 µg MKW/l) zum Prüfwert der BBodSchV für Sickerwasser (200 µg MKW/l) und auf die Prüf- und Überwachungspflichten des Betreibers eines Heizöltanks.
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Januar 2007 - Geänderte Zuständigkeiten im Altlastenbereich in Nordrhein-Westfalen
Der Landtag NRW hat am 06.12.2006 das Gesetz zur Straffung der Behördenstruktur in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Daraus ergeben sich Änderungen auch für den Bereich Altlasten.
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20.12.2006 - Informations-CD "Altlasten in NRW"
Das LANUV hat eine Informations-CD-ROM "Altlasten in NRW - Fachinformationen und mehr" herausgegeben. Auf dieser CD wurden wichtige Informationen rund um das Thema "Altlasten" in multimedialer Form aufbereitet.
Die CD gibt Nutzern mit unterschiedlichen Vorkenntnissen eine kompakte Übersicht über die Problemstellung, die Vorgehensweisen sowie den grundsätzlichen Sachstand zum Thema "Altlasten" in NRW. Sie informiert darüber hinaus zielgerichtet über fachliche wie rechtliche Rahmenbedingungen, Begriffe sowie Methoden und Strategien bei der Altlastenbearbeitung. Weiterhin stellt sie einen raschen Zugang zu vertiefenden Informationen bereit (Texte und Textauszüge, Internet-Links).
Als weiterer Interessentenkreis haben Bauwillige und Investoren die Möglichkeit, sich gezielt für ihre Fragestellungen im Zusammenhang mit möglichen Altlastenfragen zu informieren. In einem gesonderten Teil werden interessierte Laien auf eine anschauliche und leicht verständliche Weise in das Thema eingeführt.
Die CD kann kostenfrei über den Schriftenvertrieb des LANUV bezogen werden.
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15.12.2006 - Grundwasseruntersuchungen an Altlasten im Lockergestein
Das LANUV hat in der Reihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" als Band 25 den Leitfaden "Grundwasseruntersuchungen an Altlasten im Lockergestein" veröffentlicht. Ziel dieser Arbeitshilfe ist es, anhand von Prinzipzeichnungen und kompakten Darstellungen das Verständnis für den "typischen" Untergrundaufbau in Lockergesteins-Grundwasserleitern in NRW und die dort ablaufenden wesentlichen Transport- und Verteilungsprozesse von Schadstoffen zu vertiefen. Mit dieser Kenntnis können die aus vorhandenen Messstellen gewonnenen Analysenergebnisse sachgerecht beurteilt sowie neue Messstellen zielführend geplant und eingerichtet werden.
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06.12.2006 - Stand der Altlastenbearbeitung
Der Stand der Altlastenbearbeitung in Nordrhein-Westfalen vom 31.01.2006 ist veröffentlicht.
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25.09.2006 - Bewertungsgrundlagen für Schadstoffe in Altlasten - Informationsblatt für den Vollzug
Die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat ein Informationsblatt beschlossen, das stoffbezogene Berechnungen für 47 insbesondere altlastenrelevante Stoffe und Stoffgruppen für den Pfad Boden-Mensch (direkter Kontakt) sowie Hinweise auf deren Bestimmungen in Bodenmaterialien enthält.
Dieses aktualisierte Informationsblatt "Bewertungsgrundlagen für Schadstoffe in Altlasten - Informationsblatt für den Vollzug" (Stand 21.03.2006) enthält neben den früheren Prüfwertvorschlägen zusätzlich stoffbezogene Berechnungen für die Ableitung von Prüfwerten zu Kampfstoffen und deren Abbauprodukten für den Pfad Boden-Mensch. Für diese Stoffe wird unter Verweis auf das besondere Expositionsszenario für alle Nutzungen nur ein behelfsmäßiger Bodenorientierungswert angegeben. Eine Nutzungsdifferenzierung ist bei diesen Stoffen nicht sinnvoll.
Dem nunmehr vorliegenden Informationsblatt (vierte aktualisierte Fassung) hat die UMK zugestimmt. Das Informationsblatt (Stand 21.03.2006) wurde durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW per Erlass vom 25.09.2006 eingeführt.
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10.07.2006 - Überwachung, Nachsorge und Eigenkontrolle bei der der Altlastenbearbeitung
Das LANUV hat in der Reihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" als Band 24 den Leitfaden "Überwachung, Nachsorge und Eigenkontrolle bei der der Altlastenbearbeitung" veröffentlicht. Der Leitfaden soll dazu beitragen, die Organisation, Durchführung sowie Kontrolle der Überwachung altlastverdächtiger Flächen und Altlasten sowie die Nachsorge sanierter Altlasten strukturiert und effizient zu gestalten.
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21.06.2006 - Digitale Kriegsluftbilder NRW
Das LANUV hat in der Reihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" als Band 22 den Leitfaden "Digitale Kriegsluftbilder NRW - Hinweise zur Nutzung bei der Altlastenerfassung" veröffentlicht.
Am 21. Juni 2006 fand im BEW Essen eine Informationsveranstaltung für die Unteren Bodenschutzbehörden in NRW zum Thema "Die Auswertung digitaler Kriegsluftbilder bei der Altlastenerfassung" statt. Eingeladen hatten das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) und das Landesumweltamt (LUA), um die Behörden über die geänderte Lage bei der Bestellung und Auswertung solcher Bilder zu informieren und den Leitfaden vorzustellen. Eine Nachlese zu dieser Informationsveranstaltung steht als pdf-Datei zur Verfügung.
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02.11.2005 - Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungsprozesse bei der Altlastenbearbeitung
Die Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat ein Positionspapier zur "Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungsprozesse bei der Altlastenbearbeitung" erarbeitet und mit der Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) abgestimmt. Die Umweltministerkonferenz (UMK) hat mit Umlaufbeschluss Nr. 17/2005 dem Positionspapier zugestimmt und den Ländern seine Anwendung empfohlen. Das Positionspapier wurde durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW per Erlass vom 02.11.2005 in Nordrhein-Westfalen eingeführt.
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Leistungsbuch Altlasten und Flächenentwicklung
Das LANUV NRW hat die Neufassung des Leistungsbuchs Altlasten und Flächenentwicklung in der Reihe "Materialien zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz" als Band 20 veröffentlicht.
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Altlastenerlass
Der gemeinsame Runderlass "Berücksichtigung von Flächen mit Bodenbelastungen, insbesondere Altlasten, bei der Bauleitplaung und im Baugenehmigungsverfahren (Altlastenerlass)" des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport und des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist mit Datum vom 14.03.2005 veröffentlicht worden.
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Lysimeterversuche
Von Januar 1999 bis Oktober 2000 wurden an zwei Gefäßen der Lysimeteranlage des LUA in Waldfeucht Untersuchungen für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser mit PAK-kontaminierten Böden durchgeführt. Im Rahmen des LUA-Untersuchungsvorhabens "Methodenvergleich" wurden Labor-Elutionsversuche durchgeführt und im Abschlussbericht des Projektes "Methodenvergleich" (MALBO-Band 12) veröffentlicht.
Zusätzlich ist ein Vergleich der Ergebnisse der Labor-Elutionsversuche mit den Daten aus den Lysimeterversuchen erfolgt. Die im Rahmen des Vergleichs erzielten Ergebnisse und Schlussfolgerungen können hier heruntergeladen werden:
"Durchführung und Auswertung von Versuchen mit 2 Lysimetern in der Anlage des LUA NRW in Waldfeucht zur Beurteilung der mobilen und mobilisierbaren Anteile von PAK in der ungesättigten Bodenzone".
November 2009 – Arbeitsblatt „Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Herdsanierungsmaßnahmen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad“ veröffentlicht
Im Rahmen der Altlastenbearbeitung kommt der Sanierung von Grundwasserschäden eine besondere Bedeutung zu. Zahlreiche dieser bei Altlasten durchgeführten Maßnahmen zielen jedoch fast ausschließlich auf die Sanierung der Schadstofffahne im Grundwasser ab. In diesen Fällen können Frachtausträge aus der Schadstoffquelle in die Schadstofffahne über lange Zeiträume andauern. Dies hat lange Sanierungszeiträume mit hohen Betriebskosten zur Folge. Der Aufwand zur Sanierung der Grundwasserfahne lässt sich durch eine Sanierung des Schadensherdes erheblich reduzieren.
In einzelnen Fällen, in denen Verfahren zur Sanierung der Schadstoffquelle eingesetzt wurden, fand jedoch auch nach Abschluss der Sanierungsaktivitäten weiterhin ein Eintrag von Schadstoffen aus dem Schadensherd in die Fahne statt. Diese Feststellung wirft die Frage auf, ob und welche Art einer Teilquellensanierung maßgebliche Auswirkungen auf die Reduzierung der Länge einer Schadstofffahne und die Emissionszeit hat bzw. haben kann.
Um einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage zu leisten, wurde im Auftrag des LANUV NRW eine Auswertung von Einzelfällen mit Sanierungsmaßnahmen am Schadensherd durchgeführt. Dazu wurden zunächst mit Hilfe der Kreisordnungsbehörden Einzelfälle erhoben und anschließend geeignete Fälle identifiziert, vertieft recherchiert und ausgewertet.
Der Bericht "Hinweise zur Sanierungsentscheidung für Herdsanierungsmaßnahmen bei Altlasten im Hinblick auf den Grundwasserpfad" beschreibt die Vorgehensweise bei der Recherche der Fallbeispiele sowie die Rechercheergebnisse.
Weiterhin enthält er Hinweise zur Schadenserkundung, Sanierungszielfestlegung und Verhältnismäßigkeitsabwägung. Obwohl in einigen ausgewerteten Fällen nur eine geringe Anzahl von Daten vorlag, erlauben die Ergebnisse der Recherche die Formulierung von Empfehlungen für die Entscheidung über Art und Umfang von Quellensanierungsmaßnahmen im Einzelfall.
LANUV NRW 2010


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Umwelt
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