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Negativ getestete Pferde

Stand: 28.01.2013

Von 2076 Pferden mit Kontakt zum Blutspende-Pferd sind bereits 1793 Pferde negativ getestet.

 

Liste der IDs der bisher bekannten negativ getesteten Pferde:

Infektiöse Anämie bei Pferden in NRW

Aktueller Stand

Aufgrund der Untersuchung der Klinikpatienten ist ein neuer Fall von „Ansteckender Blutarmut“ festgestellt worden. Das Pferd befand sich auf der Rennbahn Köln-Weidenpesch. Am 01.10.2012 wurde diese durch die Stadt Köln zunächst für drei Monate gesperrt; das Pferd wurde euthanasiert.
Alle Pferde auf der Rennbahn könnten sich infiziert haben und sind deshalb untersucht worden. Diese 292 Pferde sind erstmalig negativ beprobt worden. Die Befunde liegen mit Datum vom 08.10.2012 vollständig vor und sind den Pferdehaltern durch das Veterinäramt der Stadt Köln direkt mitgeteilt worden. Sie sind nicht in der rechtsstehenden Übersicht enthalten.

Verlauf der Infektion seit August 2012

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist im August 2012 die „Ansteckende Blutarmut“ bei Pferden (genau: „Infektiöse Anämie bei Einhufern“) aufgetreten. Auslöser war ein in einer Klinik gehaltenes Blutspende-Pferd. Alle Pferde, die Blut von dem Tier empfangen haben wurden untersucht. 6 dieser Tiere waren infiziert und wurden eingeschläfert. In den Ställen, in denen infizierte Pferde gehalten worden sind, wurden die anderen Pferde ebenfalls untersucht, ca. 600 Blutproben. Bisher sind dabei in NRW keine weiteren erkrankten Pferde festgestellt worden. Diese Untersuchung muss allerdings nach 3 Monaten wiederholt werden, weil die Entwicklung von Antikörpern bei dieser Erkrankung sehr langsam verläuft. Erst nach drei Monaten kann man sicher sein, dass kein anderes Tier infiziert wurde.

Da die Infektion über lange Zeit unerkannt bleiben kann, haben die zuständigen Behörden entschieden, auch die Pferde untersuchen zu lassen, die im Zeitraum September 2009 bis Juni 2012 nur sehr geringen Kontakt zu dem Blutspende-Pferd hatten, um einerseits die mögliche Infektionsquelle für das Klinikpferd zu finden und um andererseits auszuschließen, dass sich ein Pferd in der Klinik infiziert hat.
Für diesen Zeitraum konnten insgesamt 1434 Pferde für NRW ermittelt werden. Im Zeitraum von September 2009 bis Juni 2012 haben sich insgesamt 2076 Pferde in dem besagten Infektionszeitraum, teilweise zusammen mit dem Blutspendepferd, in der Klinik aufgehalten. Die restlichen Pferde befinden sich in anderen Bundesländern, in Mitgliedstaaten der europäischen Gemeinschaft oder Drittländern. Auch hier finden Untersuchungen statt.

Die örtlich zuständigen Veterinärämter in den Kreisen und kreisfreien Städten nehmen Blutproben bei den betroffenen Pferden. Die Proben werden in Nordrhein-Westfalen vom Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Münster-Emscher-Lippe auf Antikörper gegen das Virus getestet.

Über die Krankheit

Die „Ansteckende Blutarmut bei Einhufern“ ist keine neue Krankheit, sie kann leider immer wieder auftreten, auch in NRW.

Die Krankheit bricht in der Regel nicht unmittelbar nach der Infektion aus, sondern verläuft zunächst schleichend ohne äußerlich sichtbare Zeichen. Daher können Pferde über mehrere Jahre hinweg Träger der Infektion sein, ohne dass dies bemerkt wird. Bei besonderen Belastungen (z. B. anderen Krankheiten, Umstallung, Besitzerwechsel, Leistungsdruck) kommt es zu einer Virusvermehrung und zu ersten Anzeichen wie Müdigkeit, Apathie, Fressunlust und beginnende Anämie. Erst in fortgeschrittenem Stadium treten Fieberschübe, deutliche Anämie und Wasseransammlungen am Bauch und in den Beinen auf.

Die Virus-Krankheit wird im Wesentlichen durch Blut übertragen - Pferdebremsen oder andere stechende Insekten können das Virus beim Blutsaugen aufnehmen und an andere Tiere weitergeben. Die Infektion wird in der Regel auf der Weide weitergegeben, weil Bremsen nicht in Stallungen fliegen und in den Stallungen die Fliegen in der Regel bekämpft werden.

Über die Bekämpfung

Die Ansteckende Blutarmut bei Einhufern ist eine anzeigepflichtige Krankheit. Wird sie festgestellt, werden staatliche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, um die Infektionsquelle zu ermitteln und um die weitere Verschleppung zu verhindern.

Die Bekämpfungsmaßnahmen richten sich nach der Verordnung zur Bekämpfung der ansteckenden Blutarmut der Einhufer.

Das erste kranke Tier hat in einer Klink gestanden, deshalb gibt es sehr viele Pferde, die Kontakt gehabt haben können und vorsichtshalber untersucht werden müssen. Diese Tiere haben eine Identifikationsnummer (ID) bekommen. Wenn Ihr Pferd untersucht wurde, weil es in der Klinik Kontakt hatte, und das Testergebnis bereits vorliegt, können Sie hier feststellen, ob das Testergebnis negativ ist.

 

      LANUV NRW 2013

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