Textanfang.
Deponien
Deponien sind Abfallbeseitigungsanlagen für die unbefristete Ablagerung von Abfällen. Je nach Schadstoffgehalt werden die Abfälle Deponieklassen zugeordnet, die einen unterschiedlichen Grad an Sicherheitsvorkehrungen aufweisen. Zuordnungswerte für den Schadstoffgehalt bestimmen, welcher Abfall auf welcher Deponieklasse abgelagert wird

Abfallentsorgung auf einer Deponie
Folgende Deponieklassen sind zu unterscheiden:
| Deponieklasse | nach EU-Spezifikation | typischer Abfall |
|---|---|---|
| Deponieklasse 0 | Inertabfälle | unbelasteter Boden |
| Deponieklasse I | nicht gefährliche Abfälle | Bauschutt |
| Deponieklasse II | nicht gefährliche Abfälle | Siedlungsabfälle und z. T. Gewerbeabfälle |
| Deponieklasse III | gefährliche Abfälle | Sonderabfälle (oberirdische Ablagerung) |
| Deponieklasse IV | gefährliche Abfälle | Sonderabfälle (Untertageablagerung) |
Deponie verfügen über Sicherungssysteme und Betriebseinrichtungen, die eine umweltverträgliche Ablagerung sicherstellen. Je nach Gefährlichkeit des Abfalls sind diese Systeme unterschiedlich aufwändig aufgebaut. Das Ziel ist, Deponien so zu errichten, dass sie emissionsarm sind und so wenig Nachsorgeaufwendungen wie möglich erfordern.
Die unten stehende Abbildung zeigt schematisch einige Elemente und Betriebseinrichtungen einer Deponie. Beim Überfahren der einzelnen Elemente mit dem Mauszeiger erscheint die jeweilige Erläuterung.
Die Betriebseinrichtungen am Standort einer Deponie
Der "Lebenszyklus" einer Deponie kann in verschiedene Zeitphasen eingeteilt werden, deren Ablauf rechtlich definiert ist und in denen unterschiedliche technische Maßnahmen getroffen werden müssen.
Zusätzliche Fachinformationen und statistische Kenndaten können dem Entsorgungsatlas NRW entnommen werden, der seit April 2007 die Fortschreibung des Deponiestatusberichtes Nordrhein-Westfalen beinhaltet.
LANUV NRW 2012


Natur
Umwelt
Verbraucherschutz
Agrarwirtschaft


